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Nvidia-Aktie: Historie signalisiert Erholung nach Verlustserie

Nvidia-Aktie: Historie signalisiert Erholung nach Verlustserie
Ananthu C U
01. Apr. 2026, 20:34 PM
  • Nvidia-Aktie könnte sich erholen, da historische Daten nach Verlustserien Gewinne zeigen.
  • Rechenzentrumswachstum treibt Nvidia trotz des jüngsten Kursdrucks.
  • Nvidia setzt massiv auf das KI‑Ökosystem mit $18 billion an Investitionen.

Die Aktien der NVIDIA Corporation zogen am Mittwoch an und stiegen zeitweise um bis zu 1.67% , bevor sie Gewinne abgaben und rund 0.6% höher notierten.

Der Anstieg erfolgte, nachdem der Chiphersteller das erste Quartal auf stärkerer Basis abgeschlossen hatte, obwohl er den zweiten aufeinanderfolgenden Quartalsrückgang verzeichnete.

Die Aktie ist in den letzten drei Monaten bis zum Dienstagsschluss um 6.5% gefallen und verzeichnet damit die längste Verlustserie seit Ende 2022.

Dieser frühere Abschwung ging der Einführung von ChatGPT voraus, die den aktuellen Boom der künstlichen Intelligenz auslöste und Nvidias Aufschwung zur dominierenden Kraft im KI‑Hardwarebereich befeuerte.

Trotz eines Anstiegs um 5.6% am Dienstag und moderater Gewinne am Mittwoch liegen Nvidia-Aktien weiterhin unter den Ende Januar beobachteten Niveaus über $190.

Der Rückgang wurde auf eine breitere Marktrotation zurückgeführt, die mit geopolitischen Spannungen rund um den Iran zusammenhängt, sowie auf wachsende Zweifel an der Nachhaltigkeit KI‑bezogener Ausgaben.

Während die jüngste Performance unter Druck stand, deuten historische Daten auf eine mögliche Erholung hin.

In den vergangenen zehn Jahren erzielte Nvidia laut Dow Jones Market Data im Monat nach einer Verlustserie von zwei oder mehr Monaten durchschnittlich rund 12% Gewinn.

Dieser Zeitraum fällt mit Nvidias Wandel vom auf Gaming fokussierten Chiphersteller zum führenden Anbieter von KI‑Prozessoren zusammen.

Das Unternehmen sieht sich nun jedoch einem sich verändernden Umfeld gegenüber, da sich die nächste Phase der KI‑Entwicklung abzeichnet.

„Der Einbruch der Aktie ist wahrscheinlich eher Panik als ein Zusammenbruch der These. Bis das Gegenteil bewiesen ist, bleibt Nvidia weiterhin der Marktführer, aber die Beweislast hat sich verschoben,“ sagte Bill Birmingham, Managing Director von REX Financial, in einem Bericht von Barron's. „Die Frage ist nicht mehr, ob es den Trainingsboom dominieren kann; vielmehr lautet sie, ob es zentral bleiben kann, wenn sich die KI‑Ausgaben auf Inferenz, Orchestrierung und stärker maßgeschneiderte Rechenleistung ausweiten.“

Rechenzentrumssegment treibt Wachstum

Nvidias Rechenzentrumssegment bleibt der wichtigste Wachstumstreiber.

Die Einheit erzielte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von $62.31 billion und machte damit 91.5% des Gesamtumsatzes aus. Das entsprach einer Steigerung von 75% gegenüber dem Vorjahr und einem sequenziellen Wachstum von 22%.

Die Nachfrage wurde durch beschleunigtes Computing, generative KI und groß angelegte Modelltrainings bei Cloud‑Anbietern und Unternehmenskunden getrieben. Die Einführung der GB300-Plattform und die verstärkte Nutzung von Netzwerktechnologien wie NVLink und Spectrum-X haben den Schwung zusätzlich gestützt.

Blickt man nach vorn, erwartet Nvidia anhaltende Stärke durch Blackwell‑Lieferungen und steigende Bestellungen im Zusammenhang mit Cloud-, Sovereign AI- und Enterprise AI‑Initiativen. Aufkommende Trends wie agentische KI, long‑context Workloads und fortschrittliche Inferenzsysteme dürften ebenfalls die langfristige Nachfrage stützen.

Strategische Investitionen erweitern das KI‑Ökosystem

Neben organischem Wachstum investiert Nvidia aggressiv, um seine Position entlang der KI‑Wertschöpfungskette zu sichern.

Das Unternehmen hat in den vergangenen sechs Monaten mindestens $18 billion in Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen zugesagt.

Zu den jüngsten Schritten zählt eine $2 billion-Investition in Marvell Technology, um die Konnektivität innerhalb seiner KI‑Infrastruktur über NVLink zu verbessern. Es investierte außerdem $2 billion-Investition in Nebius, um die großflächige Bereitstellung von KI‑Systemen bis 2030 zu unterstützen.

Weitere Investitionen erstrecken sich über kritische Komponenten der Lieferkette, einschließlich Beteiligungen an Lumentum und Coherent für optische Technologien, sowie eine $2 billion-Position in CoreWeave, um die Kapazität von KI‑Rechenzentren zu erweitern.

Nvidia hat außerdem Partnerschaften mit Intel und Synopsys vertieft, um die Chipdesign‑Fähigkeiten zu stärken.

Neben der Hardware sichert das Unternehmen Energiequellen und unterstützt private KI‑Firmen wie OpenAI, was seine Strategie unterstreicht, Infrastruktur und Kapazitäten zu binden, während die KI‑Nachfrage steigt.