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Weltraum-Aktien steigen: SpaceX-IPO-Gerüchte lösen Sektor-Rallye aus

Weltraum-Aktien steigen: SpaceX-IPO-Gerüchte lösen Sektor-Rallye aus
Invezz Team
01. Apr. 2026, 19:54 PM
  • Weltraum-Aktien steigen, nachdem die SpaceX-IPO-Anmeldung für Optimismus im Sektor sorgte.
  • Spekulationen zur Bewertung von SpaceX treiben Rallye bei ETFs und Raumfahrt-Aktien an.
  • Musks SpaceX-IPO stärkt das Vertrauen in die wachsende Weltraumwirtschaft.

Die Aktien von Raumfahrt- und Luftfahrtunternehmen stiegen am Mittwoch, nachdem ein Reuters-Bericht besagte, SpaceX habe vertraulich eine Anmeldung für einen Börsengang in den USA eingereicht, was die Zuversicht nährte, dass der Sektor in eine neue Wachstumsphase eintreten könnte.

Der Börsengang, der das Unternehmen auf mehr als 1,7 Billionen USD (ca. 1,5 Billionen €) bewerten könnte, hat bei Investoren erhebliches Interesse geweckt, mit der Aussicht, dass es sich um das bisher größte Börsendebüt handeln könnte.

Die Entwicklung löste außerdem Begeisterung für raumfahrtbezogene Aktien aus, die in den vergangenen Jahren bereits starke Gewinne verzeichnet hatten.

SpaceX-IPO-Gerüchte heben die Stimmung im Sektor

Die Ankündigung löste breit angelegte Kursgewinne bei börsennotierten Raumfahrtunternehmen aus.

Die Aktien von Rocket Lab kletterten um 6,9%, während Planet Labs um 11,55% zulegte. Intuitive Machines stieg um 12,17% und Howmet Aerospace legte um 4,1% zu.

Die Rallye erstreckte sich auch auf börsengehandelte Fonds, die den Sektor abbilden.

Produkte wie der ARK Space & Defense Innovation ETF und der Procure Space ETF gewannen jeweils 3% bzw. 4,8% und setzten damit einen starken Aufwärtstrend fort, der beide Fonds seit 2023 mehr als verdoppelt hat.

„Es ist nicht ungewöhnlich, dass der gesamte Sektor steigt, weil manche Anleger die Ankündigung des Börsengangs als sehr positiv für diese Branche interpretieren, und zeitlich fällt das außerdem mit dem heutigen Abendstart der US-Raumfahrtmission zusammen“, sagte Peter Andersen, Gründer von Andersen Capital Management, in einem Reuters-Bericht.

Wachstumstreiber und Musks expandierendes Ökosystem

Das schnelle Wachstum von SpaceX stützt sich auf seine wiederverwendbare Raketentechnologie und sein Starlink-Satelliten-Internetnetz, die sowohl Umsatz als auch Profitabilität vorangetrieben haben.

Schätzungen zufolge hat das Unternehmen rund 8 Milliarden USD (ca. 7 Milliarden €) Gewinn erwirtschaftet.

Die IPO-Anmeldung folgt auf die Fusion von SpaceX mit xAI, Elon Musks KI-Unternehmen, in einem Deal, der das Raketengeschäft mit 1 Billionen USD (ca. 872,3 Milliarden €) und das KI-Geschäft mit 250 Milliarden USD (ca. 218,1 Milliarden €) bewertete.

Die Kombination hat das Anlegerinteresse an der breiteren „Muskonomy“ verstärkt, die das vernetzte Ökosystem von Musk-geführten Unternehmen beschreibt.

„Bisher scheinen Anleger nach jeglicher Art von Exposure zu SpaceX zu verlangen“, sagte Angelo Bochanis, Daten- und Indexmitarbeiter bei Renaissance Capital.

Ein öffentlicher Börsengang könnte auch erhebliches Interesse seitens Privatanlegern anziehen, Berichte legen nahe, dass Musk erwägt, bis zu 30% der Aktien Privatanlegern zuzuteilen.

Gleichzeitig haben einige Analysten mögliche Bedenken hinsichtlich Musks Fähigkeit geäußert, mehrere großangelegte Unternehmen gleichzeitig zu führen, angesichts seiner Führungsrollen in verschiedenen Firmen, darunter Tesla und andere Ventures.

„Es ist verständlich, dass Anleger besorgt sind, wenn Musk mehrere bedeutende Unternehmen beaufsichtigt, insbesondere angesichts seines mitunter polarisierenden öffentlichen Profils. Allerdings scheint sich SpaceX teilweise zu differenzieren“, sagte Kat Liu, Vizepräsident bei IPOX.

„Das Geschäft ist operativ ausgereift, technologisch in mehreren Schlüsselbereichen führend und profitabel, was eine solide fundamentale Basis bietet.“

Die breitere Weltraumwirtschaft gewinnt an Fahrt

Der Börsengang erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die globale Weltraumwirtschaft an Dynamik gewinnt, gestützt durch sinkende Startkosten, wachsende Satellitennetzwerke und eine steigende Nachfrage nach orbitaler Infrastruktur.

Die Ambitionen von SpaceX reichen über traditionelle Startdienstleistungen hinaus.

Berichten zufolge hat das Unternehmen die Genehmigung beantragt, bis zu 1 Million solarbetriebene Satelliten zu deployen, die als orbitale Rechenzentren fungieren sollen.

Der Zeitpunkt fällt zudem mit einer erneuten Aktivität in der Weltraumforschung zusammen.

Die NASA bereitet den Start von vier Astronauten zu einer zehn Tage dauernden Mission um den Mond vor.