Elon Musks SpaceX reicht vertraulich Unterlagen für IPO ein: Bericht

Elon Musks SpaceX reicht vertraulich Unterlagen für IPO ein: Bericht
Rivanshi Rakhrai
01. Apr. 2026, 19:15 PM
  • SpaceX reicht vertraulich Unterlagen für einen Börsengang ein, während der Wettbewerb in der KI-Branche zunimmt.
  • Der Börsengang könnte $50B einbringen und macht deutlich, dass KI und Raumfahrt zu Mainstream-Investments gehören.
  • Musks SpaceX verbindet KI und Raketentechnologie und befeuert die Anlegerbegeisterung weltweit.

SpaceX, das private Raumfahrtunternehmen, das von Elon Musk gegründet wurde, hat laut einem Bericht von Bloomberg vertraulich die Unterlagen für einen Börsengang (IPO) eingereicht.

Das Unternehmen hat im Rahmen einer vertraulichen Einreichung einen Entwurf der Registrierungserklärung für den Börsengang bei der US Securities and Exchange Commission eingereicht.

Dieses Verfahren ermöglicht es Unternehmen, Rückmeldungen des Regulierers zu erhalten und Änderungen vorzunehmen, bevor Details öffentlich gemacht werden.

Wesentliche Informationen, einschließlich der Anzahl der anzubietenden Aktien und der vorgeschlagenen Preisspanne, sollen in einer nachfolgenden Einreichung bekanntgegeben werden.

Der Schritt könnte den Weg für den womöglich größten Börsengang der Geschichte ebnen, falls das Unternehmen den Gang an die Öffentlichkeit vollzieht.

Der Bericht fügte hinzu, dass das Unternehmen eine Bewertung von mehr als $1.75 trillion anstreben könnte – ein Meilenstein, der eine wesentliche Neubewertung der Raumfahrtbranche durch Investoren markieren würde.

Einst als spekulative Grenzbranche betrachtet, gilt die Raumfahrt zunehmend als reguläre Investitionsmöglichkeit.

Wachstum durch Raketen und satellitenbasiertes Internet

Das rasante Wachstum von SpaceX wurde vor allem durch seine wiederverwendbare Raketentechnologie und seinen satellitenbasierten Internetdienst Starlink vorangetrieben.

Diese Innovationen haben dem Unternehmen geholfen, Startkosten deutlich zu senken und zugleich eine neue Ertragsquelle durch globale Breitbandkonnektivität zu schaffen.

Die Anmeldung zum Börsengang folgt auf SpaceX’ jüngste Fusion mit Musks KI-Unternehmen xAI.

Der Deal bewertete SpaceX mit etwa $1 trillion, während der Entwickler des Chatbots Grok mit rund $250 billion bewertet wurde.

Musk leitet derzeit ein weit verzweigtes Unternehmensimperium, zu dem der Elektrofahrzeughersteller Tesla sowie mehrere weitere Technologieunternehmen gehören.

Der größte Börsengang der Geschichte

Sollte SpaceX den Börsengang durchführen, könnte es mehr als $50 billion einwerben und damit den Rekord von Saudi Aramco aus dessen historischem IPO 2019 übertreffen.

Marktexperten glauben, dass das Angebot den globalen IPO-Markt beleben könnte, der in den letzten Jahren eine schwächere Aktivität verzeichnet hat.

Analysten sagen, dass starke Nachfrage sowohl von institutionellen Investoren als auch von Privatanlegern kommen könnte.

Mit der Ausweitung von Online-Investmentplattformen hat die Beteiligung von Privatanlegern an hochkarätigen Börsengängen in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Viele Investoren fühlen sich von Musks ehrgeiziger Vision angezogen, andere interessieren sich für das schnell wachsende Satelliten- und Startgeschäft des Unternehmens.

Basierend auf der durch die Fusion mit xAI implizierten Bewertung ist SpaceX derzeit das weltweit wertvollste privat gehaltene Unternehmen.

Der Aufstieg der „Muskonomy“

Ein Börsengang würde auch eine stärkere Prüfung dessen mit sich bringen, was Analysten häufig als „Muskonomy“ bezeichnen – das miteinander verknüpfte Netzwerk von Unternehmen unter Musks Führung.

Neben SpaceX und Tesla führt Musk außerdem Neuralink und The Boring Company.

Experten erwarten, dass der Börsengang möglicherweise eine Zwei-Klassen-Aktienstruktur annimmt, die es Musk erlauben würde, auch nach dem Verkauf von Anteilen an die Öffentlichkeit eine starke Kontrolle über das Unternehmen zu behalten.

Berichten von Anfang dieses Jahres zufolge erwirtschaftete SpaceX im vergangenen Jahr ungefähr $8 billion Gewinn bei Erlösen zwischen $15 billion und $16 billion.

Das Unternehmen konkurriert außerdem in einem wachsenden privaten Wettlauf um den Weltraum mit Firmen wie Blue Origin, gegründet von Jeff Bezos.

Unterdessen verlässt sich die NASA zunehmend auf kommerzielle Partner für Weltraummissionen.

SpaceX hat sogar vorgeschlagen, bis zu einer Million solarbetriebener Satelliten zu starten, die als orbitale Datenzentren fungieren sollen und potenziell die Infrastruktur für künstliche Intelligenz über die Erde hinaus erweitern könnten.

Da künstliche Intelligenz zu einem der beliebtesten Investmentthemen an der Wall Street wird, könnte der mögliche Börsengang von SpaceX einen prägenden Moment sowohl für die Raumfahrt- als auch die Technologiebranche darstellen.