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GM-Aktie fällt nach Q1-Absatzrückgang – hohe Zinsen und Benzin belasten Nachfrage

GM-Aktie fällt nach Q1-Absatzrückgang – hohe Zinsen und Benzin belasten Nachfrage
Ananthu C U
02. Apr. 2026, 16:33 PM
  • GM-Aktie fällt nach Q1-Absatzrückgang von 9.7% angesichts schwacher Nachfrage.
  • Hohe Zinsen, Preise und Kraftstoffkosten drücken Autoverkäufe.
  • Einbruch bei Elektrofahrzeugen und steigende Benzinpreise trüben den Branchenausblick.

Die Aktien von General Motors fielen am Donnerstag um etwa 4%, nachdem das Unternehmen einen starken Rückgang des Absatzes im ersten Quartal gemeldet hatte. Dies unterstreicht den zunehmenden Druck auf die Autoindustrie durch hohe Kreditkosten, anhaltend hohe Fahrzeugpreise und steigende Kraftstoffkosten.

Der in Detroit ansässige Autohersteller sagte, er habe zwischen January und March 626,429 Fahrzeuge verkauft, was einem Rückgang von 9.7% gegenüber dem Vorjahr entspricht – der stärkste Einbruch seit fast vier Jahren.

Das Unternehmen führte einen Teil der Schwäche auf „severe winter weather“ zu Beginn des Quartals zurück, wies jedoch darauf hin, dass der March ein „much stronger month“ gewesen sei.

Der Vergleich wurde außerdem durch ungewöhnlich starke Verkäufe im March 2025 verzerrt, als Befürchtungen über mögliche Zölle unter Präsident Donald Trump einen Kaufboom ausgelöst hatten.

Hohe Zinsen und Preise drücken die Nachfrage

Branchenweite Belastungen haben die Verbrauchernachfrage stark getroffen. Hohe Zinssätze und erhöhte Fahrzeugpreise machen den Autokauf zunehmend teurer, noch bevor die volle Wirkung der gestiegenen Benzinpreise spürbar ist.

„Das Ungewöhnliche ist jetzt normal“, sagte GM Nordamerika-Chef Duncan Aldred bei einer Veranstaltung vor der New York Auto Show.

Aldred fügte hinzu, dass er erwartet, dass sich die Verkäufe im Jahresverlauf verbessern werden, und verwies darauf, dass die starke Performance des Vorjahres eine schwierige Vergleichsgrundlage geschaffen habe.

Nach Angaben der Research-Firma J.D. Power werden die US-Neuwagenverkäufe im ersten Quartal voraussichtlich um 7% gegenüber dem Vorjahr zurückgehen, was den größten Rückgang seit Mitte 2022 markieren würde. Daten von Kelley Blue Book zeigten ebenfalls einen ähnlichen Trend und spiegeln eine breitere Schwäche im Sektor wider.

Die Erschwinglichkeit bleibt ein zentrales Problem. Käufer finanzierten im ersten Quartal im Durchschnitt $43,899, ein Rekord, so die Autokauf-Plattform Edmunds. Gleichzeitig stiegen die Versicherungskosten weiterhin stärker als die Gesamtinflation und erhöhten damit die Gesamtbetriebskosten weiter.

Branchenabschwung weitet sich aus

Die Verlangsamung ist nicht auf GM beschränkt. Ford Motor verzeichnete in den USA einen Absatzrückgang von etwa 9%, während Tesla 358,023 Fahrzeuge auslieferte und damit die Erwartungen verfehlte. Honda meldete einen Rückgang von 5%, Hyundai einen moderaten Anstieg von 1%. Die Verkäufe von Toyota blieben weitgehend stabil.

David Christ, Leiter des US-Verkaufs bei Toyota, hob ein verändertes Verbraucherverhalten hervor: „Die Leute brauchen etwas länger, um eine Entscheidung zu treffen, und wenn sie sich entscheiden, fragen sie: ‚Muss ich das wirklich tun?‘“

Auch das makroökonomische Umfeld hat sich abgeschwächt.

Die Schaffung von Arbeitsplätzen hat sich auf „virtually zero“ verlangsamt und die Inflation bleibt erhöht, so Cox Automotive. Chefökonom Jeremy Robb stellte fest: „Wir sahen zu Beginn des Quartals stärkere Konsumausgaben und eine anziehende Nachfrage, aber der Krieg im Nahen Osten hat die Richtung verändert.“

Auch das Segment der Elektrofahrzeuge (EV) musste Rückschläge hinnehmen.

Der Absatz von Elektrofahrzeugen (EV) fiel im ersten Quartal um 28% nach dem Auslaufen einer bundesweiten Steuervergünstigung im vergangenen Herbst, was die gesamte Branchenvolumina zusätzlich belastete.

Kraftstoffpreise und Ausblick

Steigende Kraftstoffpreise zeichnen sich als weiterer wesentlicher Gegenwind ab.

Der landesweite Durchschnittspreis für Benzin überschritt erstmals seit 2022 die Marke von $4 per gallon, was Sorgen um die Verbraucherausgaben und Fahrzeugpräferenzen nährt.

Eine Notiz von Oxford Economics deutete darauf hin, dass sich die Lage zwar im March nach dem Abklingen der Winterstörungen verbessert habe, „die Verkäufe aber erheblichen Gegenwind erfahren werden, da höhere Benzinpreise infolge des Kriegs zwischen den USA und Iran das reale verfügbare Einkommen der Verbraucher schmälern werden.“

Trotz kurzfristiger Herausforderungen bleiben einige Analysten optimistisch.

Alexander Potter von Piper Sandler behielt die Kaufempfehlung für GM bei und setzte ein Kursziel von $105.

Im weiteren Jahresverlauf dürften der Verlauf der Kraftstoffpreise und geopolitische Spannungen eine entscheidende Rolle für die Nachfrageentwicklung spielen und die Autoindustrie in ein zunehmend unsicheres Umfeld stellen.