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Kospi rutscht 2,8%, Nikkei 1,4% — Trumps Iran-Warnung erschüttert asiatische Märkte

Kospi rutscht 2,8%, Nikkei 1,4% — Trumps Iran-Warnung erschüttert asiatische Märkte
Devesh Kumar
02. Apr. 2026, 05:51 AM
  • Asiatische Märkte eröffnen tiefer, angeführt von deutlichen Verlusten in Südkorea und Japan.
  • Trump warnt, Iran ‚extrem hart‘ zu treffen, und schafft keine Klarheit zur Deeskalation.
  • Öl schießt um über 4–5% nach oben und belebt Befürchtungen von Lieferunterbrechungen und Inflation.

Asiatische Märkte eröffneten am Donnerstag schwächer, nachdem Anleger in der Region die Folgen von Donald Trumps nächtlicher Ansprache verarbeitet hatten.

In seiner Ansprache an die amerikanische Bevölkerung gelobte der US-Präsident, Iran in den nächsten zwei bis drei Wochen „extrem hart" zu treffen, Worte, die bei Anlegern neue Zurückhaltung auslösten.

Die Rede lieferte nicht die Klarheit, auf die die Märkte in Bezug auf den Weg zur Deeskalation, den Status der Straße von Hormus oder die Aussicht für die Energieversorgung gehofft hatten.

Das Ergebnis war zu erwarten: Aktien stürzten ab, Rohöl schnellte nach oben und Anleger schalteten in einen defensiveren Modus.

Asiatische Märkte eröffnen tiefer

Die Schwäche war in ganz Asien verbreitet, die Intensität variierte jedoch von Markt zu Markt.

Japans Nikkei 225 fiel beim Handelsbeginn um 1,4%, während der breitere Topix 0,94% verlor.

Südkorea verzeichnete die heftigste Bewegung: Der Kospi lag 2,82% im Minus, der Small‑Cap Kosdaq gab 3% nach.

Australiens S&P/ASX 200, der zunächst im Plus eröffnet hatte, drehte später um 0,48% ins Minus.

In Großchina eröffnete Hongkongs Hang Seng 0,5% tiefer, während Chinas CSI 300 kaum verändert war.

Das Muster deutete darauf hin, dass es sich um einen zyklischen Rückgang bei risikosensiblen Anlagen handelt und nicht um einen einheitlichen panikartigen Ausverkauf.

Südkorea, mit starker Exponierung gegenüber Export- und Technologiewerten, schien am anfälligsten für den Stimmungsumschwung.

Japan spiegelte ebenfalls den Druck des stärkeren defensiven Tenors an den globalen Märkten wider.

Im Gegensatz dazu zeigte sich China stabiler und erinnerte daran, dass nicht jeder Markt in Asien mit gleicher Heftigkeit reagierte.

Trump sagte, der Konflikt mit Iran nähere sich dem Abschluss, machte aber zugleich deutlich, dass die USA Iran in den kommenden Wochen weiterhin „extrem hart" treffen würden.

Für Anleger war das nicht die klare Beruhigung, auf die sie nach einer volatilen Phase im weltweiten Handel gehofft hatten.

Statt eines klareren Endspiels ließ die Ansprache die Möglichkeit weiterer Eskalationen offen.

Das war relevant, weil sich die Märkte in der vorangegangenen Sitzung bereits zu einer hoffnungsvolleren Interpretation des Konflikts geneigt hatten.

Ölpreise erholen sich und belasten die Stimmung weiter

Öl war der deutlichste Übertragungskanal zu den asiatischen Aktienmärkten.

Nach der Rede stieg Brent-Rohöl um etwa 5% auf rund $106 je Barrel, während US-West-Texas-Intermediate um mehr als 4% auf knapp über $104 zulegte.

Diese Bewegungen kehrten die zuvor beobachtete Schwäche um und rückten das Energierisiko wieder in den Mittelpunkt der Markterzählung.

Der Anstieg der Rohölpreise betrifft direkt Asiens handelsintensive Volkswirtschaften.

Höhere Rohölpreise treiben die Importrechnungen in die Höhe, erhöhen den Inflationsdruck, drücken die Unternehmensmargen und gefährden die Konsumnachfrage.

Sie trüben auch die Aussichten für Zentralbanken, die gehofft hatten, ein schwächeres Wachstum ohne einen weiteren externen Preisschock steuern zu können.