Nvidia-Aktie bleibt unter Druck, Analysten sehen Aufwärtspotenzial

Nvidia-Aktie bleibt unter Druck, Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Utkarsh Roshan
02. Apr. 2026, 18:57 PM
  • Nvidia-Aktie bleibt angesichts der Sorgen um den Iran-Konflikt unter Druck.
  • Lieferkettenrisiken, insbesondere die Energieversorgung, rücken in den Fokus.
  • Analysten bleiben trotz kurzfristiger geopolitischer Unsicherheit positiv.

Nvidia und andere Halbleiteraktien blieben am Donnerstag unter Druck, da erneute Sorgen über den Konflikt im Iran die Anlegerstimmung belasteten.

Nvidia-Aktien fielen im frühen Handel um 1.9% auf $172.41. Allerdings hatte die Aktie einen Teil dieser Verluste wieder aufgeholt und notierte zum Zeitpunkt der Berichterstellung größtenteils unverändert.

Die Bewegung folgte der breiten Marktschwäche, wobei der S&P 500 nach Äußerungen von Donald Trump um 0.2% nachgab, da diese die Befürchtungen vor einer anhaltenden Störung in der Straße von Hormus nicht zerstreuen konnten.

Risiken in der Lieferkette

Während Halbleiterunternehmen bislang noch keine direkten operativen Auswirkungen verzeichnet haben, richtet sich die Aufmerksamkeit auf mögliche Störungen der Lieferkette in Asien.

Ein Großteil der Region ist auf Öl- und Gaslieferungen angewiesen, die typischerweise durch die Straße von Hormus führen, die derzeit faktisch blockiert ist.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, der weltweit größte Chiphersteller, ist besonders anfällig für Risiken in der Energieversorgung. Seine American Depositary Receipts fielen im morgendlichen Handel um 3.3%.

TSMC macht etwa 9% des taiwanesischen Stromverbrauchs aus, wobei Erdgas die wichtigste Energiequelle der Insel ist.

Taiwanesische Behörden erklärten, dass die vorhandenen Flüssigerdgasreserven voraussichtlich bis Mai ausreichen sollten.

Analysten bleiben für Nvidia positiv

Trotz des Rückgangs heben Analysten weiterhin Nvidias strategische Positionierung hervor.

Benchmark bekräftigte die Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von $250.

Die Gesellschaft nannte die ausgeweitete Partnerschaft mit Marvell Technology als einen Schlüsselfaktor.

Für Marvell bestätigte sie ebenfalls die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von $130.

Benchmark erklärte, die Ausweitung der Partnerschaft und Nvidias damit verbundene Investition stellten für institutionelle Investoren bedeutsame neue Informationen dar, obwohl das Institut seine Finanzschätzungen für keines der beiden Unternehmen bisher angepasst habe.

Nvidia-Aktie bleibt unter Druck

Die Aktien von Nvidia standen in den letzten Monaten unter Druck und fielen im Zuge eines breiteren globalen Ausverkaufs seit ihrem Rekordhoch im Oktober um fast 20%.

Ein Teil des Rückgangs wurde auf geopolitische Sorgen zurückgeführt, insbesondere Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.

Investoren befürchten, dass höhere Ölpreise die Inflation anheizen und die Zentralbanken dazu zwingen könnten, die Zinsen beizubehalten oder gar zu straffen, was wachstumsstarken Technologiewerten zusetzen würde.

Infolgedessen notiert Nvidia nun auf einem der niedrigeren Bewertungsniveaus der vergangenen Jahre.

Nvidia wird derzeit mit etwa dem 20‑fachen seiner erwarteten Gewinne für die nächsten 12 Monate bewertet, was das niedrigste Kurs-Gewinn-Verhältnis seit Anfang 2019 markiert.

Investoren nutzen KGV-Vielfache, um die Bewertung einer Aktie im Verhältnis zu den erwarteten künftigen Gewinnen einzuschätzen.

Mit dem Wachstum von online trading apps ist das Verfolgen solcher Kennzahlen für Marktteilnehmer deutlich einfacher und zugänglicher geworden.

Gleichzeitig überdenken Anleger das Tempo, in dem sich hohe Ausgaben für KI-Infrastruktur in Renditen auszahlen.

Große Kunden wie Microsoft, Alphabet und Amazon investieren weiterhin kräftig in KI, dennoch besteht die Sorge, dass sich diese Ausgaben langsamer in signifikante Umsatz- und Gewinnsteigerungen umsetzen könnten, was den Druck auf die Stimmung verstärkt.