AMD-Aktie steigt um 4%: Waffenruhe-Rallye und KI-Nachfrage befeuern Optimismus

AMD-Aktie steigt um 4%: Waffenruhe-Rallye und KI-Nachfrage befeuern Optimismus
Ananthu C U
08. Apr. 2026, 21:19 PM
  • AMD steigt um 4%, nachdem die Waffenruhe zwischen den USA und Iran die globale Marktstimmung verbessert.
  • Goldman Sachs kürt AMD zur Top-Empfehlung vor der Berichtssaison der Halbleiterbranche.
  • KI-Nachfrage und starke Fundamentaldaten treiben den langfristigen Ausblick von AMD an.

Die Aktien von Advanced Micro Devices stiegen am Mittwoch deutlich und wurden von einer breiter angelegten Markt-Rallye gestützt, die auf ein zweiwöchiges Waffenruheabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran folgte, sowie von erneuter Zuversicht seitens Analysten an der Wall Street.

Die Aktie gewann im Handel mehr als 4% hinzu und setzte damit ihre starke Performance der letzten Monate fort.

Die Rallye erfolgte vor dem Hintergrund einer verbesserten Risikobereitschaft der Anleger, nachdem US-Präsident Donald Trump eine vorübergehende Einstellung der Feindseligkeiten mit Iran angekündigt hatte, wodurch Sorgen über Unterbrechungen der Energieversorgung und Inflationsdruck nachließen.

Die Waffenruhe sieht Pläne zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor, einer wichtigen globalen Schifffahrtsroute, deren Schließung die Kraftstoffpreise in die Höhe getrieben und Lieferketten weltweit gestört hatte.

Die Waffenruhe zeigte jedoch früh Anzeichen von Belastung, nachdem Iran den Tankerverkehr durch die Straße von Hormus stoppte, nachdem Israel seine Angriffe auf den Libanon verstärkt hatte.

Waffenruhe-Rallye treibt Tech-Aktien an

Die Gewinne von AMD lagen weitgehend im Einklang mit den breiteren Marktbewegungen, da Aktien weltweit auf Erwartungen stabilisierender geopolitischer Bedingungen hin zulegten.

Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus dürfte die Kraftstoffkosten dämpfen, die während des Konflikts stark gestiegen waren und das globale Wachstum sowie die Unternehmensmargen belastet hatten.

Niedrigere Energiepreise gelten als besonders unterstützend für wachstumsorientierte Sektoren wie die Technologiebranche, in denen Bewertungen empfindlich auf makroökonomische Bedingungen und Zinserwartungen reagieren.

Die Handelsaktivität bei AMD blieb erhöht, mit rund 16 Millionen gehandelten Aktien während der Sitzung, allerdings weiterhin unter dem durchschnittlichen Tagesvolumen der letzten drei Monate von etwa 36 Millionen Aktien.

Die Aktie hat damit am Tag 4,2% zugelegt und liegt im Jahresverlauf um 2,77% im Plus, während sie über die vergangenen 12 Monate ein bemerkenswertes Plus von 193% verzeichnet.

Analystenoptimismus steigt vor der Berichtssaison

Zusätzlich zur positiven Dynamik erklärten Analysten von Goldman Sachs AMD zur Top-Empfehlung mit Blick auf die Berichtssaison für das erste Quartal bei Halbleiterunternehmen.

Die positive Einschätzung folgt auf einen jüngsten Ausverkauf im Technologiesektor, der das PEG-Verhältnis (Price-to-Earnings-to-Growth) von AMD unter den globalen Marktdurchschnitt gedrückt hat — ein Niveau, das seit den frühen 2000er Jahren nach der Dotcom-Blase nicht mehr erreicht worden war.

Die Stimmung an der Wall Street gegenüber AMD ist insgesamt konstruktiv. Die Aktie weist eine Konsensbewertung „Moderate Buy“ auf, basierend auf 21 Kauf- und acht Halteempfehlungen in den vergangenen drei Monaten.

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten von $284,68 impliziert ein potenzielles Aufwärtspotenzial von mehr als 22% gegenüber dem aktuellen Niveau.

Starke Fundamentaldaten und KI-Nachfrage stützen Ausblick

Über kurzfristige Katalysatoren hinaus ziehen die Fundamentaldaten von AMD weiterhin die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich. Das Unternehmen profitiert von der steigenden Nachfrage nach Halbleitern im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz, insbesondere in Rechenzentren und im High-Performance-Computing.

Analysten von Citigroup zufolge stärkt ein Nachfrageboom nach Chips, angetrieben durch „Agentic AI“, die Geschäftsaussichten von AMD. Der Marktanteil des Unternehmens bei Server-CPUs hat 40% überschritten, was eine solide Basis für zukünftiges Umsatzwachstum und Preissetzungsmacht bietet.

Unterdessen hat UBS das Kursziel für die Aktie bei $310 belassen und führt als Begründung die mögliche Hinzunahme eines „dritten Kunden im GW-Maßstab“ an — von dem weithin angenommen wird, dass es sich um Microsoft handelt — zu AMDs bestehenden KI-Partnerschaften mit OpenAI und Meta Platforms.

Neben dem KI-getriebenen Wachstum expandiert AMD auch in die Raumfahrttechnologie: Die Chips des Unternehmens sollen bei bevorstehenden Missionen unter Leitung der NASA zum Einsatz kommen.