US-ETF-Vermögen soll bis 2030 $25 Billionen übersteigen, sagt Citigroup

US-ETF-Vermögen soll bis 2030 $25 Billionen übersteigen, sagt Citigroup
Rivanshi Rakhrai
09. Apr. 2026, 17:02 PM
  • Citi erwartet, dass US-ETF-Vermögen bis 2030 $25 Billionen erreichen wird.
  • Aktive ETFs dürften das Wachstum anführen und Marktanteile gewinnen.
  • Starke Zuflüsse und Innovationen treiben das langfristige Branchenwachstum an.

Citigroup hat seine Wachstumsprognose für den US-ETF-Markt angehoben und geht davon aus, dass das verwaltete Vermögen bis 2030 $25 Billionen übersteigen könnte, deutlich mehr als die aktuellen $10,4 Billionen (Stand März 2025).

Die Prognose hebt die starke Zuflussdynamik und die zunehmende Präferenz der Anleger für kosteneffiziente Anlagevehikel hervor.

Die Aufwärtsrevision spiegelt die wachsende Anlegerpräferenz für ETFs als kostengünstiges und diversifiziertes Anlageinstrument auf globalen Märkten wider.

Stand März 2025 belief sich das verwaltete Vermögen in an US-Börsen gelisteten ETFs laut Citi auf rund $10,4 Billionen.

Das Brokerhaus hatte zuvor prognostiziert, dass das ETF-AUM bis 2030 $19 Billionen und bis 2035 $29 Billionen erreichen würde.

Inzwischen rechnet die aktualisierte Aussicht jedoch damit, dass die Branche bis 2035 ein Vermögen von mehr als $40 Billionen überschreiten wird.

Wachstum tritt in eine ausgeglichenere Phase ein

Trotz der optimistischeren Projektionen erklärte Citi, dass der ETF-Markt in den kommenden Jahren voraussichtlich in eine reifere Wachstumsphase eintreten werde.

Das Unternehmen erklärte: "Obwohl diese Projektionen optimistischer sind als unsere früheren Schätzungen, deuten sie weiterhin darauf hin, dass ETFs sich in einer reiferen Phase des AUM-Wachstums befinden werden, da Zuflüsse (organisch) und Performance (anorganisch) künftig ausgewogener sein werden als in den vergangenen zehn Jahren."

Dies deutet darauf hin, dass künftiges Wachstum nicht nur von neuen Kapitalzuflüssen, sondern auch von der Marktentwicklung getrieben wird – ein Wandel gegenüber dem früheren Jahrzehnt, in dem Zuflüsse die dominierende Rolle spielten.

Aktive ETFs dürften die Expansion anführen

Ein erheblicher Teil des erwarteten Wachstums dürfte von aktiven ETFs ausgehen, von denen Citi annimmt, dass sie passive Pendants beim Anziehen von Anlegerkapital übertreffen werden.

Diese Produkte haben sich zu einem der am schnellsten wachsenden Segmente innerhalb des ETF-Marktes entwickelt.

Aktive ETFs bieten flexible Anlagestrategien und vergleichsweise niedrigere Kosten und zielen oft darauf ab, Benchmarks zu übertreffen oder bestimmte Anlageziele zu erreichen.

Im Gegensatz dazu folgen passive ETFs typischerweise Indizes und bilden deren Performance nach.

Citi hob hervor: "In unserem Basisszenario erwarten wir, dass sich der Marktanteil aktiver Produkte am ETF-AUM innerhalb von zehn Jahren verdoppelt, da diese Produkte einen größeren Anteil der Branchenzuflüsse gewinnen."

Innovation und regulatorische Erleichterungen stützen die Branche

Citi verwies zudem auf mehrere strukturelle Faktoren, die die Expansion des ETF-Marktes weiter unterstützen könnten.

Dazu zählen fortgesetzte Produktinnovationen, vereinfachte regulatorische Verfahren für die Auflegung von ETFs und die Einführung anspruchsvollerer Anlagestrategien.

Zusätzlich dürfte die steigende Nachfrage nach flexiblen und steuerlich effizienten Anlagelösungen zu einem anhaltenden Wachstum in der Branche beitragen.

Starke Zuflüsse signalisieren anhaltendes Investoreninteresse

Aktuelle Zuflussdaten unterstreichen die starke Dynamik innerhalb der ETF-Branche.

Laut Daten von LSEG Lipper verzeichnen ETFs, die US-Aktien abbilden, bislang in diesem Jahr Zuflüsse von mehr als $75,8 Milliarden und bauen damit auf über $1,1 Billionen an Zuflüssen in den vergangenen zwei Jahren auf.

Unterdessen haben in den USA domizilierte ETFs im bisherigen Jahresverlauf Zuflüsse von mehr als $435 Milliarden angezogen, was die starke Anlegernachfrage nach dieser Anlageklasse widerspiegelt.

Insgesamt signalisieren die von Citi revidierten Projektionen weiterhin Vertrauen in die langfristige Wachstumsdynamik von ETFs, getrieben von sich wandelnden Anlegerpräferenzen und strukturellen Verschiebungen im Anlageumfeld.