Invezz

Warum Großanleger diese 3 hochverzinslichen Pipeline-Aktien nicht verkaufen

Warum Großanleger diese 3 hochverzinslichen Pipeline-Aktien nicht verkaufen
Devesh Kumar
09. Apr. 2026, 09:48 AM
  • Hohe Renditen gestützt durch gebührenbasierte, stabile Cashflows.
  • Infrastrukturwerte sorgen für Stabilität über Konjunkturzyklen hinweg.
  • Starke Deckung der Ausschüttungen stärkt das Vertrauen in langfristige Erträge.

Es gibt einen Grund, warum Pipeline-Aktien in langfristigen Portfolios auftauchen, selbst wenn der Rest des Marktes dem nächsten großen Wachstumswert hinterherjagt.

Sie sind nicht so auffällig — diese Aktien liefern selten das Drama, das Technologie-Momentumwerte prägt, bieten aber etwas, das viele Anleger 2026 weiterhin nur schwer finden.

Pipeline-Aktien sind dafür bekannt, stabile Erträge, relativ vorhersehbare Cashflows und Geschäftsmodelle zu liefern, die darauf ausgelegt sind, Energie zu transportieren, statt zu spekulieren, wohin sich Öl- oder Gaspreise als Nächstes entwickeln.

Diese Kombination erklärt, warum Enbridge, Energy Transfer und Enterprise Products Partners schwer aufzugeben sind.

Ihre Ausschüttungen sind nach Large-Cap-Maßstäben weiterhin üppig, und jedes Unternehmen ging mit sichtbaren Wachstumsprojekten in die Pipeline in das Jahr 2026.

Basierend auf den US-Marktpreisen vom 8. April betrug die Rendite für Enbridge etwa 7.1%, für Energy Transfer etwa 7.0% und für Enterprise Products Partners etwa 5.7% bis 5.8%.

Enbridge: Ein Pipeline-Riese

Enbridge verkörpert den konservativsten Fall innerhalb der Gruppe.

Im Februar meldete das Unternehmen Rekordergebnisse für 2025, bestätigte seine Prognose für 2026 und teilte mit, dass sich sein gesicherter Wachstums-Backlog auf C$39 Milliarden erhöht habe.

Es verwies außerdem auf die 31. aufeinanderfolgende jährliche Dividendenerhöhung und hob die annualisierte Ausschüttung für 2026 auf C$3.88 je Aktie an.

Das ist die Art von Bilanz, an der einkommensorientierte Anleger tendenziell festhalten, insbesondere wenn das Management von neuen Projekten und stetigem Wachstum statt nur von bloßer Instandhaltung spricht.

Das übergeordnete Investmentargument ist, dass Enbridge nicht mehr wie nur ein Betreiber von Rohöl-Pipelines wirkt.

Sein Geschäftsfeld umfasst inzwischen Pipelines für Flüssigprodukte, Gastransporte, Gasversorgungsunternehmen und erneuerbare Energien.

Diese Diversifizierung ist wichtig. Sie verleiht dem Unternehmen ein eher versorgungsähnliches Profil, als der alte Stereotyp einer reinen fossilen Förderleitung vermuten lässt.

Enbridge teilte außerdem im März mit, dass es für 2026 ein EBITDA von C$20.2 Milliarden bis C$20.8 Milliarden erwartet, wobei neue Projekte und gebühren-/tarifbedingte Rückenwinde ein weiteres Jahr Wachstum stützen sollen.

Energy Transfer: Der Name mit der höchsten Rendite

Energy Transfer ist die aggressivere Geschichte. Der Reiz beginnt bei der Ausschüttung, die weiterhin zu den üppigsten im großen Midstream gehört.

Im Januar erhöhte die Partnerschaft ihre vierteljährliche Barausschüttung auf $0.335 je Einheit, bzw. $1.34 auf Jahresbasis.

Bei Kursen Mitte April ergab das immer noch rund 7% Rendite.

Energy Transfer gab in den Februartergebnissen an, dass die Volumina im vierten Quartal in den wichtigsten Geschäftsbereichen gestiegen seien, darunter NGL-Exporte, Terminals, Rohöltransporte und Erdgasnetze.

Es erwartet nun für 2026 ein bereinigtes EBITDA von $17.45 Milliarden bis $17.85 Milliarden und plant, $5.0 Milliarden bis $5.5 Milliarden in Wachstumskapital zu investieren, hauptsächlich zum Ausbau seines Erdgasnetzes.

Enterprise Products Partners: Die Qualitätsauswahl

Enterprise Products Partners ist seit langem die Favoritin von Anlegern, die weniger Überraschungen wünschen. Die jüngsten Ergebnisse zeigten, warum.

Die Partnerschaft sagte, dass 2025 ihr 27. aufeinanderfolgendes Jahr mit Ausschüttungswachstum markierte, wobei die Gesamtausschüttungen für das Jahr um 3.6% auf $2.175 je Einheit stiegen.

Wichtiger noch: Der operative ausschüttungsfähige Cashflow deckte diese Ausschüttungen um das 1.7‑fache und ließ Milliarden Dollar für Reinvestitionen einbehalten.

Dieser Deckungsgrad ist ein großer Teil des Vertrauensvorsprungs bei Enterprise: Die Ausschüttung ist nicht nur hoch, sie ist gut abgesichert.

Auch Enterprise steht nicht still.

Das Unternehmen sagte, dass 2026 weiterhin zusätzliche Kapazitäten zur Gasverarbeitung in Betrieb gehen sollen, was die Auffassung bestärkt, dass es weiter wachsen kann, ohne seine Finanzen zu überdehnen.

Das macht es zur beständigeren, und wohl qualitativ hochwertigeren Option im Trio.