BlackRock übertrifft Erwartungen, AUM‑Rückgang sagt mehr aus

BlackRock übertrifft Erwartungen, AUM‑Rückgang sagt mehr aus
Devesh Kumar
14. Apr. 2026, 13:15 PM

Unterstützt von

Invezz
BlackRock (BLK)

Kaufen BLK. Die Gewinnüberraschung ist real, aber entscheidend ist der Gebührenmix: Performance-Gebühren stiegen auf $272 Mio., und Zuflüsse in iShares/Active-ETFs sowie in Private Markets zeigen, dass margenstärkere Wachstumstreiber wirken, selbst wenn die AUM vom vorherigen Höchststand zurückgehen. Diese Kombination stützt anhaltende EPS‑Stärke in volatilen Märkten.

Kernrisiko: Risiko: AUM‑Rückgänge halten über mehrere Quartale an, weil die Märkte schneller fallen als Zuflüsse, wodurch der Puffer des Gebührenmixes überfordert wird und künftige Gebühreneinnahmen gedrückt werden.

Asset-Manager-Beta (AMG/IVZ)

AMGN verkaufen? Nein — IVZ (Invesco) verkaufen. Wenn BLKs Überraschung vom Gebührenmix sowie der Stärke bei ETFs und Performance‑Gebühren getrieben wird, werden schwächere Wettbewerber mit weniger resilienten Gebührenstrukturen bei AUM‑Druck hinterherhinken. IVZ ist stärker der AUM‑Dynamik auf Marktebene ausgesetzt und weniger vom Performance‑Gebühren‑Auftrieb à la BlackRock.

Kernrisiko: Risiko: Die AUM von IVZ stabilisieren sich und das Momentum bei Performance‑Gebühren/Active‑ETFs verbessert sich, wodurch die Lücke zu BLK schrumpft und der Katalysator für relative Underperformance entfällt.

  • Gewinnüberraschung getrieben von höheren Gebühren, nicht vom Vermögenswachstum.
  • Starke Zuflüsse in ETFs zeigen anhaltende Kundennachfrage.
  • Gebührenmix hilft, doch AUM bleibt entscheidend für künftige Erlöse.

BlackRock meldete am Dienstag ein besser als erwartetes erstes Quartal, doch das aufschlussreichere Signal lag unter der Gewinnüberraschung.

Der weltweit größte Vermögensverwalter verzeichnete höheren Gewinn dank starker Zuflüsse in börsengehandelte Fonds (ETFs) und einem starken Anstieg der Performance-Gebühren.

Dennoch sanken die verwalteten Vermögen auf $13,89 Billionen gegenüber dem Rekordstand von $14,04 Billionen Ende 2025 – ein Hinweis darauf, dass selbst BlackRocks starke Gebührenmaschine weiterhin stark von Marktständen und dem Umfang der Vermögensbasis abhängt.

Das Quartal war solide, doch die tiefere Geschichte war komplexer.

Gebührenstärke trieb das Ergebnis

Auf den ersten Blick waren die Zahlen stark.

Der Nettogewinn im ersten Quartal stieg auf $2,21 Milliarden bzw. $14,06 je Aktie gegenüber $1,51 Milliarden bzw. $9,64 je Aktie ein Jahr zuvor.

Die gesamten Nettozuflüsse beliefen sich auf $130 Milliarden, wobei der Großteil in iShares-ETFs floss, während Private-Markets-Geschäfte weitere $9 Milliarden einbrachten.

Performance-Gebühren, eines der deutlichsten Anzeichen dafür, dass BlackRock mehr aus margenstärkeren Strategien verdient, stiegen auf $272 Millionen von $60 Millionen im Vorjahr.

Diese Zusammensetzung ist wichtig, weil sie zeigt, dass BlackRock sich nicht nur auf Marktzuwächse oder traditionelle Indexprodukte verlässt, um die Erträge zu steigern.

Zudem schöpft das Unternehmen mehr Wert aus Active-ETFs, Alternatives und anderen Geschäftsbereichen, die höhere Gebühren generieren.

Der AUM‑Rückgang ist bedeutsamer

Deshalb verdient der Rückgang der verwalteten Vermögen mehr Aufmerksamkeit als die Schlagzeile zum Gewinn.

BlackRocks AUM belief sich auf $13,89 Billionen, deutlich mehr als $11,58 Billionen ein Jahr zuvor, aber unter dem Rekord von $14,04 Billionen aus dem vierten Quartal 2025.

Der sequenzielle Rückgang wurde durch fallende Märkte getrieben, die den Wert der Kundenportfolios minderten, selbst als das Unternehmen weiterhin frische Zuflüsse anzog.

Einfach gesagt: Kunden investierten weiterhin bei BlackRock, aber die Märkte leisteten nicht mehr so viel Unterstützung.

Für einen Vermögensverwalter ist AUM nicht nur eine reine Prestigekennzahl. Es ist die Grundlage, auf der künftige Gebühren verdient werden.

Der Großteil von BlackRocks Umsatz steigt und fällt weiterhin mit dem Niveau der verwalteten Vermögen, sodass selbst ein starkes Zuflussquartal weniger wirkungsvoll erscheinen kann, wenn Marktverluste einen Teil dieses Fortschritts ausgleichen.

Das bedeutet nicht, dass sich BlackRocks Geschäft verschlechtert, aber das Quartal war weniger eindeutig, als die Gewinnüberraschung allein vermuten lässt.

Wie lange kann der Gebührenmix nachlassende Vermögensdynamik ausgleichen?

Das wirft für Anleger eine größere strategische Frage auf.

BlackRock hat in den vergangenen Quartalen Geschäftsbereiche ausgebaut, die pro verwaltetem Dollar höhere Gebühren generieren.

Das verschafft dem Unternehmen einen Puffer, wenn die allgemeinen Marktbedingungen weniger unterstützend sind.

Das ist einer der Gründe, warum das Unternehmen selbst in einem Quartal, in dem die AUM vom vorherigen Höchststand zurückgehen, stärkere Gewinne melden kann.

Es gibt jedoch Grenzen, wie weit der Gebührenmix die Entwicklung tragen kann, falls die Marktvolatilität anhält und die Vermögensbasis an Dynamik verliert.

Die BlackRock-Aktie liegt im Jahr 2026 bislang 4,4 % im Minus, etwas besser als der Rückgang des S&P 500 um 4,6 %, spiegelt aber weiterhin eine gewisse Vorsicht hinsichtlich des Ausblicks wider.