US-Behörden prüfen heimlich Anthropics neues Modell trotz Trump-Verbots: Bericht

US-Behörden prüfen heimlich Anthropics neues Modell trotz Trump-Verbots: Bericht
Devesh Kumar
15. Apr. 2026, 09:47 AM

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Anthropic‑Exponierung durch KI‑Infrastruktur

Kaufen: Microsoft (MSFT) und Amazon (AMZN). Dass Mythos für Cyber‑Scanning und agentisches Programmieren getestet wird, deutet auf eine beschleunigte Nachfrage von Unternehmen und Behörden nach Kapazitäten und Tools für Frontier‑Modelle hin (Cloud‑Compute, Sicherheitsintegration, Modellhosting). Sekundäreffekte: Regierungsinterne 'stille Tests' erhöhen die Wahrscheinlichkeit umfassenderer Beschaffungsrahmen und schnellerer Wiederzulassungszyklen für Anbieter von Frontier‑Modellen, was die Auslastung und die Attach‑Raten von Sicherheitsdienstleistungen bei Hyperscalern steigert.

Kernrisiko: Eine tatsächliche politische Verschärfung, die die Regierungsnutzung von Anthropic-gebundenen Workloads blockiert und zu Beschaffungsverzögerungen sowie Auslastungsdefiziten führt.

Gewinner im Bereich Cybersicherheit

Kaufen: CrowdStrike (CRWD). Sollte Mythos für Schwachstellenerkennung/Penetrationstests evaluiert werden, würde das einen kurzfristigen Anstieg der Ausgaben für offensive/defensive Cyber‑Tools sowie für Red‑Team/Blue‑Team‑Automatisierung bestätigen. Sekundäreffekte: Agenturen werden eine engere Erkennung von KI‑assistierter Aufklärung und schnellere Patch‑Validierung fordern, was zu höherer Plattformnutzung und intensiveren Vertragsverlängerungen führt.

Kernrisiko: Cyber‑Budgets stocken oder Agenturen wenden sich von kommerziellen Plattformen hin zu Inhouse‑/geschlossenen Systemen, was das Wachstum von CRWD dämpft.

  • US-Behörden testen weiterhin Anthropics Mythos trotz föderaler Beschränkungen.
  • Ein Bereich im Handelsministerium bewertet die Cybersecurity- und Hacking-Fähigkeiten des Modells.
  • Fall verdeutlicht Spannungen zwischen KI-Regulierungsgrenzen und nationalen Sicherheitsinteressen.

US-Behörden und Kongressmitarbeiter befassen sich weiterhin im Stillen mit Anthropics neuem KI‑Modell Mythos, obwohl die Regierung von Präsident Donald Trump die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen untersagt hat.

Einem Politico-Bericht zufolge testet das Center for AI Standards and Innovation im Handelsministerium die Cybersecurity-Fähigkeiten von Mythos, während Mitarbeiter von mindestens drei Kongressausschüssen Briefings zu den Cyber-Scan-Funktionen des Modells abgehalten oder angefordert haben.

Die Entwicklung ist bedeutsam, weil sie zeigt, wie schnell ein leistungsfähiges KI‑Werkzeug strategisch zu relevant werden kann, um es zu ignorieren – insbesondere im Bereich Cybersecurity.

Mythos wurde von Anthropic am April 7 angekündigt; das Unternehmen bezeichnete es als sein bislang leistungsfähigstes Modell für Programmier‑ und agentische Aufgaben.

Diese Kombination macht es innerhalb der politischen Kreise zugleich attraktiv und kontrovers.

Ein verbotenes Modell, das Behörden nicht ignorieren wollen

Der Widerspruch ist schwer zu übersehen: Formal hat die Regierung nach dem Abbruch der Geschäftsbeziehungen des Pentagons zu Anthropic eine harte Linie gegenüber dem Unternehmen eingenommen.

Das Pentagon stuft Anthropic nach einer Meinungsverschiedenheit über Leitplanken zur Nutzung seiner KI-Systeme durch das Militär als Risiko in der Lieferkette ein.

Dennoch scheint ein Teil der US-Regierung Mythos weiterhin hinter den Kulissen zu prüfen.

Das muss nicht zwangsläufig als offene bürokratische Rebellion verstanden werden.

Es ist anzumerken, dass Art und Umfang der Regierungsbeteiligung an Anthropic unklar bleiben.

Trotz dieses Vorbehalts ist das Bild eindrücklich: Ein formelles Verbot hat Beamte nicht davon abgehalten, sich ein genaueres Bild von einem Modell zu machen, das für Cyberabwehr und die nationale Sicherheitsplanung relevant sein könnte.

Siehe auch – Konflikt Anthropic–Pentagon wirft zentrale Frage auf: Wer trägt die Verantwortung, wenn KI tötet?

Warum Mythos für die Cybersicherheit wichtig ist

Der Grund für das anhaltende Interesse Washingtons erscheint offensichtlich.

Mythos wird nicht als ein weiterer Consumer-Chatbot behandelt. Es wird auf Cyber-Fähigkeiten geprüft, die helfen könnten, Schwachstellen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Angreifer diese ausnutzen könnten.

Eine Einheit des Handelsministeriums testet die Hacking‑Fähigkeiten des Modells, während Mitarbeiter des Kongresses gezielt Briefings zu dessen Cyber‑Scan-Funktionen angefordert haben.

Anthropics eigene Aussagen erklären dieses Interesse.

In seinen April-7-Unterlagen zu Project Glasswing erklärte das Unternehmen, Mythos werde mit ausgewählten Partnern für Aufgaben wie lokale Schwachstellenerkennung, Binary‑Tests und Penetrationstests eingesetzt.

Anthropic gab außerdem an, in fortlaufenden Gesprächen mit US-Regierungsvertretern über die offensiven und defensiven Cyber‑Fähigkeiten des Modells zu stehen.

Was das über Washingtons KI‑Dilemma aussagt

Die übergeordnete Lehre ist, dass KI‑Politik leichter zu verkünden als sauber durchzusetzen ist.

Regierungen können Verbote, Schwarze Listen und Beschränkungen verhängen, doch diese Maßnahmen sind schwerer aufrechtzuerhalten, wenn die betreffende Technologie strategisch wichtig erscheint.

Washington versucht, zwei Impulse gleichzeitig auszubalancieren: mächtige KI‑Firmen zu begrenzen und zugleich sicherzustellen, dass die USA bei Werkzeugen, die für Verteidigung, Cyber‑Resilienz und kritische Infrastrukturen relevant sein könnten, nicht zurückfallen.