Europas Unternehmen unter Druck, da Krieg im Nahen Osten Gewinnprognosen belastet
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Buy STOXX 600 Energy (or Xtrackers STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF). Der Artikel stellt Energie als Ertragsmotor heraus (Gewinne +24% im Jahresvergleich; Sektor treibt das ~4,2% Wachstum des Index). Wenn das Hormus‑Risiko Rohöl stützt, bleiben Cash‑Generierung und Gewinnrevisionen gegenüber dem Rest Europas positiv.
Kernrisiko: Der Ölpreis kehrt schnell zum Mittelwert zurück (oder ein Nachfrageeinbruch dominiert), wodurch die Gewinnrevisionen der Energiewerte massiv getroffen werden.
Sell LVMH and Hermes (or short STOXX 600 Luxury/Discretionary exposure). Der Luxussektor signalisiert bereits schwächere Verkäufe aufgrund geringerer Ausgaben im Nahen Osten; die Kombination aus breiterer Inflation und schwächerem Wachstum belastet die Konsumenten, und die Erholung des Sektors verzögert sich laut Artikel.
Kernrisiko: Die Konsumnachfrage in Europa hält sich (Lohn‑/Einkommensresilienz) und die Verkäufe im Nahen Osten normalisieren sich schneller als erwartet.
- Europäische Q1‑Ergebnisse werden trotz Spannungen im Nahen Osten als stabil eingeschätzt.
- Ertragssteigerungen im Energiesektor kompensieren Schwächen bei Konsum und Luxusgütern.
- Aussichten bleiben unsicher angesichts Inflation, Lieferkettenrisiken und verlangsamtem Wachstum.
Von den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten unbeschadet erwartete europäische Unternehmen trotz der Zuspitzung der Lage widerstandsfähige Ergebnisse für das erste Quartal, doch Anleger warnen, dass diese Zahlen wachsende Risiken durch höhere Energiepreise, Störungen in den Lieferketten und eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums verschleiern könnten.
Die Marktstimmung wurde durch den sich verschärfenden Konflikt mit Beteiligung der Vereinigten Staaten, Israels und Irans erschüttert.
Die Befürchtung wächst, dass eine anhaltende Krise die Ölpreise nach oben treiben, die Inflation anheizen und die Verbrauchernachfrage dämpfen könnte, was für den Rest des Jahres Gegenwind bedeuten würde.
Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung ist nach dem Zerbrechen der US‑Iran Verhandlungen und Washingtons Entscheidung, eine Blockade um die Straße von Hormus durchzusetzen, geschwunden.
Trotz der geopolitischen Spannungen, die nahezu ein Drittel des Quartals betroffen haben, erwarten Analysten stabile Ergebnisse europäischer Unternehmen.
Ciaran Callaghan, Leiter der europäischen Aktienanalyse bei Amundi, sagte, die Gewinne sollten „relativ solide“ bleiben, wie in einem Reuters-Bericht zitiert.
„Es dauert eine Weile, bis höhere Ölpreise auf die Wirtschaft durchschlagen, daher sollten die Aktivitätsniveaus nicht schlagartig eingebrochen sein“, sagte Callaghan.
Anleger schätzen, dass europäische Blue‑Chip‑Unternehmen nur eine begrenzte direkte Exponierung gegenüber dem Nahen Osten haben.
Breitere Risiken wie ein nachlassendes Wachstum, inflatorischer Druck und Lieferstörungen bleiben jedoch zentrale Sorgen.
Während Europäische Aktien zu Beginn des Konflikts zunächst fielen hat sich der Leitindex STOXX 600 inzwischen erholt, da sich die Stimmung verbessert hat.
Ben Ritchie, Leiter der Aktien für entwickelte Märkte bei Aberdeen, warnte, dass die kurzfristigen Gewinne zwar stabil bleiben könnten, die Perspektiven sich jedoch verschlechtern könnten.
Energiesektor treibt Wachstum
Sektorale Divergenz wird deutlicher. Unternehmen im STOXX 600 werden für das erste Quartal voraussichtlich ein Gewinnwachstum von 4,2% ausweisen, das weitgehend von Energieunternehmen getragen wird, so ein Bericht von LSEG.
Höhere Rohölpreise haben die Profitabilität gesteigert: Es wird erwartet, dass die europäischen Energiekonzerne einen Anstieg der Quartalsgewinne um 24% im Vergleich zum Vorjahr melden.
Auch Erneuerbare‑Energie‑Unternehmen könnten profitieren.
Hansjorg Pack, Senior‑Portfoliomanager für Aktien bei DWS, sagte, die Krise unterstreiche Europas Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten.
Steigende Inflation dürfte hingegen Druck auf verbrauchernahe Sektoren ausüben, insbesondere auf den Luxusgüterbereich.
Druck auf Verbraucher
Luxusunternehmen wie LVMH und Hermes, haben bereits schwächere Verkaufszahlen für das erste Quartal signalisiert, bedingt durch geringere Ausgaben im Nahen Osten, wodurch sich die Erholung des Sektors verzögert.
Gleichzeitig könnten Banken von einem höheren Zinsumfeld profitieren.
Callaghan wies darauf hin, dass Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank den Sektor stützen könnten.
Trotz einzelner Nutznießer bleibt die Gesamtaussicht unsicher.
Christoph Berger, Chief Investment Officer für europäische Aktien bei Allianz GI, erklärte, der Konflikt unterstütze kein Gewinnwachstum.
Er sagte, frühere Erwartungen eines hohen einstelligen bis zweistelligen Wachstums seien nach unten revidiert worden.
Berger prognostiziert nun ein „solides“, aber kein zweistelliges Gewinnwachstum.
Nach LSEG‑Daten werden die Umsätze ohne den Energiesektor voraussichtlich um 0,6% zurückgehen, was darauf hindeutet, dass Unternehmen auf Kostensenkungsmaßnahmen setzen, um die Profitabilität aufrechtzuerhalten.
Während einige Firmen ihre Dividendenvorschläge reduziert haben, sagen Anleger, dass dies noch kein breiter Trend sei.
Stattdessen erhöhen Unternehmen Aktienrückkäufe, um die Kurse zu stützen.
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