Warum Morgan Stanley bei Memory-Aktien im KI-Boom aufs Gaspedal tritt?

Warum Morgan Stanley bei Memory-Aktien im KI-Boom aufs Gaspedal tritt?
Devesh Kumar
21. Apr. 2026, 09:52 AM

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Invezz
Micron (MU)

Kaufempfehlung für MU. Agentische KI verlagert Workloads in Richtung anhaltender Inferenz und Orchestrierung, was den CPU‑Durchsatz und die Anforderungen an die Speicherbandbreite erhöht; Morgan Stanley sieht Speicher als dauerhaften Engpass mit eingeschränktem Angebot mindestens bis 2027. MU ist die klarste High‑Beta‑Ausprägung dieses Engpasses, da der Ausbau von Rechenzentren über Beschleuniger hinausgeht.

Kernrisiko: Microns Angebot steigt schneller als die Nachfrage (oder die Preise normalisieren sich) aufgrund schneller als erwarteter Kapazitätserweiterungen, wodurch die Preissetzungsmacht im Speicherbereich zunichtemacht würde.

SanDisk (SNDK)

Kaufempfehlung für SNDK. Dieselbe agentische‑KI‑Speichernachfrage‑These, jedoch mit direkterer Exponierung gegenüber NAND/Flash, das in den Storage‑Schichten von Rechenzentren verwendet wird und mit persistenter Inferenz und Orchestrierung wächst. Morgan Stanleys Präferenz für Memory‑Engpässe stützt ein weiterhin knappes Angebot und anhaltende Preisstärke.

Kernrisiko: Ein starker Nachfragerückgang oder eine rasche Ausweitung der NAND/SSD‑Kapazitäten würde die Knappheitsprämie eliminieren und die Margen drücken.

  • Morgan Stanley sieht agentische KI als Treiber für höhere Nachfrage nach CPUs und Speicher.
  • Der Ausbau von KI‑Infrastruktur könnte sich über GPUs hinaus in Richtung eines breiteren Infrastruktur‑Stacks verlagern.
  • Micron und SanDisk sind Top‑Picks, da Speicher als zentraler Engpass hervortritt.

Der KI-Handel an der Wall Street weitet sich erneut aus, und Morgan Stanley fordert Investoren auf, über die Chips hinauszublicken, die die erste Rallye-Phase dominiert haben.

In einer Mitteilung vom 20. April schrieb die Bank, dass eine zunehmend autonome, sogenannte agentische KI die Nachfrage nach CPUs und Speicher ankurbeln könnte.

Diese Entwicklung könnte den Ausbau von Rechenzentren neu gestalten und das investierbare Spektrum über Grafikprozessoren hinaus erweitern.

Morgan Stanley schätzte, dass agentische KI dem Markt für Rechenzentrums-CPUs bis 2030 zusätzlich $32.5 billion to $60 billion zu einem bereits über $100 billion liegenden Volumen hinzufügen könnte.

Die Verschiebung ist bedeutsam, weil sie darauf hindeutet, dass sich die KI-Geschichte von reinem Modelltraining hin zu persistenten Inferenz- und Orchestrierungs-Workloads bewegt.

KI-Flaschenhals verlagert sich

Die erste Phase des KI-Booms war einfach: Man kaufte die Unternehmen, die die »Gehirne« der Systeme lieferten, insbesondere Nvidia-ähnliche Beschleuniger.

Morgan Stanleys jüngste Einschätzung besagt, dass die nächste Phase vielschichtiger ist.

Agentische KI-Systeme, die Aufgaben planen und mit weniger menschlicher Anleitung handeln können, benötigen mehr Koordination und mehr allgemeine Rechenkapazität.

Die Bank sieht CPUs zunehmend als Steuerungsschicht für diese mehrstufigen Workloads.

Deshalb ist die Notiz über den Halbleitersektor hinaus bedeutsam.

Wenn KI-Rechenzentren mehr CPU-Durchsatz und höhere Speicherbandbreite benötigen, erweitert sich der Investitionszyklus von einer Single-Chip-Erzählung zu einem Full-Stack-Infrastruktur-Anlagethema.

Morgan Stanley schrieb, die Speichernachfrage werde stark ansteigen und Teile des Ökosystems, die weiterhin angebotsseitig eingeschränkt sind, mit Preissetzungsmacht ausstatten.

Warum Speicher wie der neue Engpass erscheint

Dies ist nicht das erste Mal, dass Morgan Stanley die Memory-These vorantreibt.

Am 26. März erklärte die Bank, dass Speicher zum wichtigsten Engpass für KI- und Next‑Generation‑CPU‑Aufbauten geworden sei.

Die gleiche Notiz argumentierte, dass die Stärke im Bereich Speicher langlebiger sei, als Investoren erwartet hatten.

Die Micron‑Aktie fiel, nachdem das Unternehmen die Investitionsausgaben für das Geschäftsjahr 2026 auf mehr als $25 billion angehoben und angekündigt hatte, die Ausgaben würden 2027 weiter steigen.

Diese Entwicklung unterstrich die Spannungen im Sektor: Die Nachfrage ist hoch, die Angebotsreaktion jedoch teuer und langsam.

Warum Micron und SanDisk die zu beobachtenden Werte sind

Morgan Stanleys bevorzugte Umsetzung des Themas ist klar.

Die Bank nannte Micron und SanDisk als ihre bevorzugte Möglichkeit, von der Stärke der CPUs zu profitieren und beließ beide auf Overweight.

Die Analysten sagten, ihre „Lieblingsmethode“, von der CPU‑Stärke zu profitieren, sei über Memory‑Aktien, und argumentierten, dass die restriktiven Angebotsbedingungen in Rechenzentren mindestens bis 2027 anhalten könnten.

Das macht die Empfehlung selektiver als eine allgemeine Halbleiter‑Empfehlung.

Morgan Stanley sieht weiterhin Potenzial bei KI‑nahen Compute‑Werten wie Nvidia, AMD, Intel und Arm, aber sein Trade mit der größten Überzeugung gilt dem Speicher.

Die Bank ist der Ansicht, dass das Chance‑Risiko‑Verhältnis besser aussieht, weil das Angebot eingeschränkt ist und die Nachfrage zunehmend struktureller statt rein zyklischer Natur ist.