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Gold steigt nach Iran-Waffenruhe: Können die Gewinne halten, wenn Öl abkühlt?

Gold steigt nach Iran-Waffenruhe: Können die Gewinne halten, wenn Öl abkühlt?
Devesh Kumar
22. Apr. 2026, 06:01 AM

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Gold (XAU/USD)

Buy XAU/USD (oder long Juni-COMEX-Gold-Futures). Die Verlängerung der Waffenruhe deeskaliert das Risiko im Nahen Osten, kühlt Öl ab und verringert die Dringlichkeit steigender Inflation — unterstützend für Gold durch geringeren Druck auf reale Renditen, während die Nachfrage nach sicheren Häfen bei anhaltender Unsicherheit besteht. Der Artikel weist auf Golds Sensitivität gegenüber Öl, dem Dollar und Anleiherenditen hin; das kurzfristige Setup lautet „Öl down, yields not ripping higher“, was konstruktiv für Barren ist.

Kernrisiko: Eine dauerhafte Waffenruhe scheitert — eine erneute Eskalation Iran/Naher Osten hebt Öl- und Risikoaufschläge, während US-Daten heiß genug bleiben, um Dollar und reale Renditen steigen zu lassen und damit die Goldnachfrage zu zerschlagen.

US Real Yields (TIPS)

Buy US TIPS (z. B. long iShares TIPS ETF—TIP oder long 5y/10y TIPS-Futures). Der Mechanismus ist direkt: Weicheres Öl reduziert den Inflationsdruck, und der Artikel stellt fest, dass die Dringlichkeit für Fed-Schärfungen nachlässt, wenn die Inflationserwartungen abkühlen. Wenn Renditen zurückgehen, schlagen TIPS nominale Staatsanleihen und Golds relativer Gegenwind schwächt sich.

Kernrisiko: Die Inflation beschleunigt sich trotz der Waffenruhe wieder (Öl zieht an oder Inflationsdaten überraschen auf der Oberseite), was reale Renditen nach oben zwingt und TIPS Verluste zufügt.

  • Spotgold +0.9% auf $4,755; Futures +1.1% auf $4,772.90.
  • Trump verlängert Iran-Jemen-Waffenruhe, um weitere Friedensgespräche zu ermöglichen.
  • Gold verzeichnet den größten Monatsverlust seit 30 Jahren, da Krisen nachlassen.

Gold kletterte am Mittwoch, nachdem Präsident Donald Trump die Iran-Waffenruhe verlängert hatte, wobei die Gewinne jedoch abgeschwächt wurden, da sinkende Ölpreise einige Inflationssorgen minderten, auch wenn der breitere geopolitische Ausblick unsicher blieb.

Spotgold erholte sich um 0.9% auf $4,755.11 je Unze bis 0225 GMT, nachdem es ein Tief vom 13. April erreicht hatte, während US-Gold-Futures für Juni um 1.1% auf $4,772.90 zulegten.

Analysten warnten, dass für später in dieser Woche erwartete Wirtschaftsdaten weiteres Aufwärtspotenzial begrenzen könnten, falls sie die Auffassung untermauern, dass die US-Wirtschaft widerstandsfähig bleibt.

Ceasefire extension tempers risk and oil

US-Präsident Donald Trump erklärte diese Woche, er werde die Iran-Waffenruhe verlängern, bis Teheran einen Vorschlag vorlegt und Verhandlungen abgeschlossen sind, wodurch der Diplomatie mehr Zeit eingeräumt wird, ohne jedoch eine klar bedingungslose unbegrenzte Waffenruhe zu verkünden.

Der Schritt wirkte weitgehend einseitig, und es blieb unklar, ob Iran die Bedingungen formell akzeptieren würde, sodass die Märkte vorsichtig blieben hinsichtlich der Frage, wie dauerhaft das jüngste Deeskalationssignal wirklich ist.

Die ursprüngliche zweiwöchige Waffenruhe wäre bald ausgelaufen, und die Verlängerung trug dazu bei, einige unmittelbare Befürchtungen einer erneuten Störung zu lindern.

Die Ölpreise gaben nach, da das Risiko einer unmittelbaren Eskalation zurückging, wodurch ein Teil der geopolitischen Prämie, die während der jüngsten Zuspitzung in den Rohölpreis eingepreist worden war, wieder abgeschmolzen ist.

Ein anhaltender Rückgang beim Rohöl würde den Inflationsdruck verringern und die Dringlichkeit für die Federal Reserve mindern, die Geldpolitik zu straffen — ein Effekt, der Gold stützen kann, auch wenn beruhigte Märkte die Nachfrage nach sicheren Häfen dämpfen könnten.

Gold remains sensitive to risk and yields

Gold bleibt sehr empfindlich gegenüber Veränderungen des geopolitischen Risikos, der Ölpreise, des Dollar-Kurses und der Anleiherenditen.

Jede erneute Eskalation im Nahen Osten könnte die Nachfrage nach Barren als defensive Anlage wiederbeleben, während ein stärkerer Dollar und höhere reale Renditen weitere Gewinne begrenzen würden.

Der jüngste Rückgang beim Öl hat dieses Gleichgewicht verkompliziert, indem er eine Quelle der Inflationsunterstützung für Gold reduziert hat, ohne den breiteren geopolitischen Hintergrund vollständig zu beseitigen.

Rates, inflation and the outlook for bullion

Ein starker Rückgang der Ölpreise würde auch dazu beitragen, einen Teil des Inflationsdrucks zu verringern, der die Rallye des Goldes zu Beginn des Konflikts gestützt hatte.

Während Gold über seine Rolle als Inflationsschutz hinaus attraktiv bleibt, mindern höhere Zinsen seine Attraktivität im Vergleich zu renditetragenden Anlagen.

Der Kandidat für den Vorsitz der Federal Reserve, Kevin Warsh, trat am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats auf und sagte, er habe Trump keine Zusagen zu Zinssenkungen gemacht, wobei er die Unabhängigkeit der Zentralbank und weitergehende strukturelle Reformen betonte.

Das bedeutet, dass die Dauerhaftigkeit der Waffenruhe und ihre Auswirkungen auf Öl, Inflationserwartungen und den Dollar weiterhin zentral für die kurzfristige Richtung des Goldes sein werden.

Vorerst hilft die Aussicht auf einen vorübergehenden Waffenstillstand, die Stimmung zu stabilisieren, doch ein klarerer geopolitischer Durchbruch oder stärker als erwartete US-Daten könnten Gold in den kommenden Wochen durch Unterstützung von Dollar und Renditen weiterhin unter Druck setzen.