Microsoft bietet Abfindungen für 7 % der US-Belegschaft wegen KI-Ausgaben

Microsoft bietet Abfindungen für 7 % der US-Belegschaft wegen KI-Ausgaben
Ananthu C U
23. Apr. 2026, 19:05 PM

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Invezz
Microsoft (MSFT) Aktienrückkäufe + Margenstütze

Kauf MSFT. Ein freiwilliges Abfindungsprogramm für 7 % der US-Belegschaft ist ein gezielter Kostenreset, während Microsoft weiterhin KI-Capex finanziert. Diese Mischung (geringere Fluktuation + weniger Gehälter für langjährig Beschäftigte) sollte die operative Marge schützen und Aktienrückkäufe stützen, selbst wenn die KI-Ausgaben steigen. Die Formulierung des Memos und die Beschränkung auf Senior-Director-Ebene deuten auf einen saubereren, weniger disruptiven Abbau als eine weitere Entlassungswelle hin.

Kernrisiko: Die KI-Capex steigen schneller als die Umsätze, sodass die Margen weiter unter Druck geraten und die Abfindungen die Kosten nicht ausgleichen.

Oracle (ORCL) Ausweitung der Kostendisziplin

Kauf ORCL. Wenn Microsoft Abfindungen nutzt, um den KI-bedingten Kostendruck zu bewältigen, wird der Markt jene Wettbewerber belohnen, die Kosten senken können, ohne das Cloud-Momentum zu beschädigen. ORCL hat eine ähnliche KI-/Cloud-Infrastrukturgeschichte und hat bereits Bereitschaft gezeigt, Personal zu reduzieren; der Sektor bewegt sich hin zu einer margenvorrangigen Umsetzung.

Kernrisiko: Das Cloud-Wachstum verlangsamt sich oder die Kosten für KI-Infrastruktur steigen stärker als erwartet, sodass Kostensenkungen möglicherweise nicht ausreichen, um das Gewinnwachstum wieder zu beschleunigen.

  • Microsoft bietet Abfindungen für 7 % der US-Belegschaft vor dem Hintergrund steigender KI-Ausgaben.
  • Erste großangelegte Abfindungen folgen auf Entlassungen zur Kostensteuerung.
  • Big Tech reduziert die Belegschaft, während KI-Investitionen stark zunehmen.

Microsoft bietet Tausenden von Mitarbeitenden in den USA freiwillige Abfindungsangebote für den Ruhestand an und startet damit das erste Programm dieses Umfangs in der Unternehmensgeschichte, während es die Kosten steuern will und zugleich die Investitionen in künstliche Intelligenz hochfährt.

Rund 7 % der US-Belegschaft von Microsoft werden laut Berichten von Bloomberg und CNBC für das Angebot in Frage kommen.

Basierend auf den 125,000 US-Mitarbeitenden des Unternehmens im Juni 2025 entspricht das etwa 8,750 Beschäftigten.

Das einmalige Programm wurde den Mitarbeitenden am Donnerstag in einem Memo mitgeteilt.

Es gilt für Mitarbeitende auf Senior-Director-Ebene und darunter, deren Alter und Dienstjahre zusammen 70 oder mehr ergeben. Bestimmte Gruppen, darunter Beschäftigte in Vertriebsanreizplänen und einige höhere Funktionen, sind ausgeschlossen.

Erstes großangelegtes Abfindungsprogramm

Die Initiative markiert eine Verschiebung in Microsofts Personalstrategie. Während das Unternehmen seit Anfang 2023 mehrere Entlassungsrunden durchgeführt hat, wurden bisher keine Abfindungsprogramme in diesem Umfang eingesetzt.

Berechtigte Mitarbeitende und ihre Vorgesetzten sollen am 7. Mai weitere Details erhalten.

Das Programm wird als freiwillige Option positioniert, damit langjährig Beschäftigte das Unternehmen mit Unterstützung verlassen können.

„Unsere Hoffnung ist, dass dieses Programm den Berechtigten die Möglichkeit gibt, diesen nächsten Schritt zu ihren Bedingungen zu gehen, mit großzügiger Unterstützung durch das Unternehmen“, schrieb Amy Coleman, Executive Vice President und Chief People Officer bei Microsoft, in einem Memo.

Parallel nimmt Microsoft Änderungen an seiner Vergütungsstruktur vor. Das Unternehmen wird Manager nicht länger verpflichten, Aktienzuteilungen direkt an Bargeldprämien zu koppeln, was eine größere Flexibilität bei der Anerkennung von Mitarbeiterleistung erlaubt.

Zudem vereinfacht es den Überprüfungsprozess, indem die Anzahl der für Manager verfügbaren Vergütungsoptionen reduziert wird.

Kosten­druck im Zuge des KI-Investitionsbooms

Die Maßnahme erfolgt, während große Technologieunternehmen zunehmendem Kosten­druck ausgesetzt sind, der mit hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur zusammenhängt.

Microsoft investiert massiv in Rechenzentren, um die Cloud-Nachfrage zu stützen, die durch generative KI-Modelle angetrieben wird.

Das Unternehmen kündigte kürzlich Pläne an, $18 billion in Cloud- und KI-Infrastruktur in Australien zu investieren, die größte Investition in diesem Land, nach einer früheren Zusage von $10 billion über vier Jahre in Japan.

Marktteilnehmer im Sektor ergreifen ähnliche Maßnahmen.

Oracle und Meta Platforms haben im vergangenen Jahr ebenfalls umfangreiche Stellenkürzungen vorgenommen, da Unternehmen steigende Investitionsausgaben mit dem Bedarf an operativer Kostendisziplin ausbalancieren.

Gleichzeitig steht der breitere Softwaresektor durch KI-gestützte Tools unter Druck, einschließlich Codierwerkzeugen, die von Firmen wie Anthropic entwickelt wurden.

Anpassungen der Belegschaft gehen weiter

Microsofts Belegschaft belief sich weltweit im Juni 2025 auf 228,000 Mitarbeitende, darunter 125,000 in den USA.

Das jüngste Abfindungsprogramm ergänzt laufende Bemühungen, die Belegschaft als Reaktion auf veränderte Branchendynamiken neu zu gestalten.

Personalabbau war ein gängiges Mittel für große Technologieunternehmen, um die Margen zu bewahren und gleichzeitig langfristige KI-Initiativen zu finanzieren. Microsoft kombiniert jetzt Entlassungen, freiwillige Abgänge und Anpassungen der Vergütungsstrukturen.

KPMG kündigte heute zudem eine Reduzierung der US-Audit-Partner um 10 % an, nachdem frühere Versuche, freiwillige Pensionierungen zu fördern, nicht erfolgreich waren.