Pfund steigt leicht gegenüber Dollar wegen Hoffnungen auf Iran‑Deal und BoE‑Fokus
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Kaufen: GBP/USD. Der Dollar schwächt sich aufgrund von Hoffnungen auf ein Iran‑Abkommen ab (geringere Nachfrage nach sicheren Häfen), während das Umfeld der BoE relativ restriktiv bleibt: Die Inflation steigt (3,3% im März) und die Märkte rechnen ungefähr mit zwei Zinserhöhungen bis September, falls die BoE abweichende Stimmen zeigt. Diese Mischung stützt das Pfund trotz politischer Unruhe im Vereinigten Königreich.
Kernrisiko: Die BoE schlägt eindeutig einen dovishen Kurs ein (signalisiert keine Zinserhöhungen bzw. ein stärkeres Festhalten an den aktuellen Zinsen), wodurch das Pfund trotz etwaiger Iran‑Diplomatie fällt.
Verkaufen: EUR/GBP. Der Artikel stellt fest, dass das Pfund gegenüber dem Euro schwächer ist, doch der Kernfaktor ist relativ: Der Dollar gibt nach, während die Zinserwartungen für das Vereinigte Königreich im Vergleich zur Eurozone fester erscheinen, und die Auswirkungen des Energieschocks werden für das Vereinigte Königreich als geringer beschrieben als für die Eurozone. Das sollte den Euro gegenüber dem Pfund unter Druck halten.
Kernrisiko: Die Inflations‑/Zinserwartungen in der Eurozone werden schneller nach oben revidiert als im Vereinigten Königreich, wodurch der relative Zinsvorteil zugunsten des Euro kippt.
- Das Pfund steigt leicht, da der Dollar nachgibt und die Hoffnungen auf ein Iran‑Abkommen bestehen bleiben.
- Märkte warten auf die BoE‑Entscheidung; Fokus auf Zinserwartungen und Stimmenverteilung.
- Britische Inflation steigt und stützt die Erwartung weiterer Zinserhöhungen.
Das Pfund legte am Montag gegenüber dem US‑Dollar leicht zu, da Anleger geopolitische Entwicklungen verfolgten und auf die für diese Woche anstehende geldpolitische Sitzung der Bank of England warteten.
Das Pfund gewann 0,08% und wurde bei $1,3544 gegenüber dem Dollar gehandelt.
Gegenüber dem Euro schwächte es sich jedoch leicht ab und fiel um 0,1% auf 86,70 Pence.
Die Marktstimmung blieb vom Unsicherheitsfaktor rund um ein mögliches US‑Iran‑Abkommen beeinflusst, das die Straße von Hormus wieder öffnen könnte.
Dollar schwächt sich nach Zuflüssen in sichere Häfen ab
Der US‑Dollar hatte sich während des Iran‑Konflikts gestärkt, gestützt durch Zuflüsse in sichere Häfen.
Der Dollar profitierte von der Einschätzung, dass die USA im Vergleich zu Europa, einschließlich Großbritannien, wegen einer geringeren Importabhängigkeit weniger anfällig für steigende Ölpreise seien.
Am Montag gab der Dollar jedoch leicht nach, während die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung zwischen den USA und Iran weiterhin bestanden.
Diese Entwicklung bot dem Pfund leichte Unterstützung.
Politische Entwicklungen verstärken die Marktunsicherheit
Die Innenpolitik im Vereinigten Königreich stand ebenfalls weiter im Fokus.
Premierminister Keir Starmer sieht sich zunehmender Kritik ausgesetzt wegen seiner Entscheidung, den Labour‑Veteranen Peter Mandelson zum Botschafter in den USA zu ernennen.
Außerdem dürften die bevorstehenden Kommunal‑ und Regionalwahlen am 7. Mai die regierende Labour‑Partei belasten.
Die Partei könnte erhebliche Verluste an die populistische Reform UK unter der Führung von Nigel Farage erleiden.
Zinserwartungen stützen das Pfund
Das Pfund hat Unterstützung durch sich verändernde Erwartungen an die Geldpolitik gefunden.
Lee Hardman, leitender Währungsökonom bei MUFG, sagte: „Das Pfund wurde durch die restriktive Neubewertung der Zinserhöhungserwartungen der BoE gestützt, die durch weitere Hinweise auf stärkere Wachstumsdynamik im Vereinigten Königreich zu Jahresbeginn befeuert wurde, während der zugrunde liegende Inflationsdruck zu Beginn des Energiepreisschocks weiterhin unangenehm hoch blieb“, berichtete Reuters.
Die Anleger konzentrieren sich nun auf die geldpolitische Entscheidung der BoE später in dieser Woche.
Während allgemein erwartet wird, dass die Zentralbank die Zinsen unverändert lässt, wird die Aufmerksamkeit auf dem Abstimmungsverhältnis und der Forward Guidance liegen.
Analysten stellten fest, dass die Erwartungen von rund zwei Zinserhöhungen bis September wahrscheinlich davon abhängen würden, ob Entscheidungsträger abweichende Stimmen zugunsten eines Festhaltens an den Zinsen zeigen.
Inflationsdaten untermauern den geldpolitischen Ausblick
Jüngste Wirtschaftsdaten haben die Argumente für eine straffere Geldpolitik untermauert.
Die britische Inflation stieg im März auf 3,3% von 3,0% im Februar und spiegelte teilweise die anfänglichen Auswirkungen des US‑israelischen Kriegs gegen Iran wider.
„Das Pfund konnte bislang die Auswirkungen der jüngsten Wendung in der Mandelson‑Affäre verkraften, unterstützt von robusten nachfrageseitigen Datenveröffentlichungen und einer vergleichsweise geringeren Betroffenheit vom Energieschock gegenüber der Eurozone“, schrieb Barclays in einer Research‑Notiz, die in einem Reuters‑Bericht zitiert wurde.
Insgesamt bleibt der kurzfristige Kursverlauf des Pfunds an geopolitische Entwicklungen, inländische politische Risiken und die geldpolitischen Signale der Bank of England gebunden.
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