Wichtige DAX‑Themen diese Woche: Quartalszahlen, EZB, US‑Iran‑Krieg
KI-Sentiment: 68/100 Bullisch
Diese Bewertung wird durch eine KI-gestützte Analyse des Artikelinhalts erzeugt.
Unterstützt von
Kaufen: Deutsche Bank (DBK). Das Handelsgeschäft profitierte als Folge des Iran‑Kriegs als Rückenwind; der Artikel sieht gute Chancen für „starke Zahlen“ aus dem Trading‑Bereich. Bestätigen die Ergebnisse die Robustheit, während Branchenkollegen (Auto/Einzelhandel) schwächeln, kann die Aktie innerhalb des DAX neu bewertet werden, wenn Investoren in Finanzwerte rotieren. Passend zum DAX‑Rebound‑Setup in Richtung €25.000.
Kernrisiko: Die Handelserlöse fallen schnell, falls das Iran‑Risiko deeskaliert oder Volumina/Kreditausfälle stark ansteigen, sodass die „starken Zahlen“ als Einmaleffekt entpuppen.
Kaufen: DAX‑40‑Exposure (z. B. iShares Core DAX UCITS ETF, Ticker: EXS1/IDEX je nach Listing). Der Index liegt über der 50‑Tage‑EMA, zeigt eine inverse Kopf‑Schulter‑Formation und notiert nahe einem bullischen Pivot‑Level; kurzfriste Katalysatoren (Quartalszahlen + EZB‑Pause) sind unterstützend. Aufwärtsziel ist eine Rückkehr in Richtung €25.000.
Kernrisiko: Die EZB überrascht mit einer restriktiven Zinserhöhung oder einer strafferen Guidance, die die Finanzierungsbedingungen so anzieht, dass die technische Unterstützung bricht und die Erholung scheitert.
- Der DAX hat sich in den letzten Tagen zurückgezogen.
- Top‑deutsche Unternehmen werden diese Woche ihre Quartalszahlen veröffentlichen.
- Zu den wichtigsten zu beobachtenden Unternehmen gehören Mercedes‑Benz und Deutsche Bank.
Der DAX hat sich in den letzten Tagen zurückgezogen und ist vom Monatshoch von €24.800 auf aktuell €24.128 gefallen. Er liegt damit weiterhin deutlich über dem Monatstief von €21.850. In diesem Artikel werden die drei wichtigsten Katalysatoren dieser Woche beleuchtet.
Top‑Unternehmen im DAX veröffentlichen ihre Quartalszahlen
Ein wichtiger Treiber für den DAX ist die bevorstehende deutsche Berichtssaison, die Aufschluss darüber geben wird, wie die Unternehmen im ersten Quartal abgeschnitten haben.
Bislang veröffentlichte Ergebnisse zeigen, dass die meisten Unternehmen gut ins Jahr gestartet sind. Laut FactSet liegen die durchschnittlichen Gewinne der bislang berichtenden 28% der S&P‑500‑Unternehmen bei 15%.
Viele wichtige DAX‑Unternehmen veröffentlichen in diesem Monat ihre Zahlen. Zu den auffälligsten gehören Deutsche Boerse, Deutsche Bank, Mercedes‑Benz, Adidas, Porsche, Deutsche Post, BASF, Volkswagen, Linde, Infineon.
Auf Basis der jüngsten Ergebnisse der größten US‑Banken ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Deutsche Bank starke Zahlen veröffentlichen wird, da ihr Handelsgeschäft vom anhaltenden Iran‑Konflikt profitiert hat.
Mercedes‑Benz hat bereits angedeutet, dass die Zahlen wegen des schwachen China‑ und US‑Geschäfts enttäuschen könnten. Gleiches gilt für andere Automobilhersteller wie Porsche und Volkswagen.
Der BASF‑Kurs ist in diesem Jahr deutlich gestiegen, da das Unternehmen von seiner Fertigungsdiversifikation nach China profitierte, was half, den teuren deutschen Markt auszugleichen. Adidas hat hingegen mit nachlassender Nachfrage zu kämpfen.
In diesem Zusammenhang wird der deutsche Aktienmarkt auch auf die Ergebnisse der großen US‑Technologiekonzerne reagieren, die Aufschluss über die KI‑Ausgaben geben. Diese Quartalszahlen sind wichtig, da die größten US‑Unternehmen, die diese Woche berichten, mehr wert sind als der deutsche Aktienmarkt.
EZB‑Zinsentscheidung
Der zweite wichtige Katalysator für den DAX ist die bevorstehende Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die an diesem Donnerstag veröffentlicht wird.
Von Reuters befragte Ökonomen erwarten, dass die EZB den Status quo beibehält und die Zinsen unverändert lässt. Die Entscheidung wird damit begründet, dass mehr Zeit benötigt werde, um die Auswirkungen des anhaltenden Iran‑Konflikts auf die Wirtschaft zu beobachten.
Der Anleihemarkt rechnet damit, dass die Zentralbank später in diesem Jahr letztlich die Zinsen anheben wird, da die Inflation über das 2%‑Ziel gestiegen ist. Dennoch werden die europäischen Zinssätze kurzfristig voraussichtlich niedriger bleiben als in den USA.
Die Federal Reserve, die Bank of Japan und die Bank of England werden ihre Entscheidungen später in dieser Woche veröffentlichen.
Entwicklung im US‑Iran‑Krieg
Unterdessen wird der Aktienmarkt auch auf die Entwicklung im US‑Iran‑Krieg reagieren, da der unbefristete Waffenstillstand andauert. Das Problem an diesem Waffenstillstand ist, dass zwischen den beiden Ländern keine Verhandlungen stattfinden, was bedeutet, dass der Krieg bald erneut ausbrechen könnte.
Dies erklärt, warum die Energiepreise in dieser Woche weiter steigen, wobei Brent und West Texas Intermediate auf über $100 gestiegen sind. Eine derartige Entwicklung würde deutschen Unternehmen schaden, da sie üblicherweise auf Energieimporte aus dem Nahen Osten angewiesen sind.
Anzeichen für wiederaufgenommene Verhandlungen wären positiv für den deutschen DAX, da sie kurzfristig zu niedrigeren Energiepreisen führen würden.
DAX‑40‑Index: Technische Analyse
DAX‑Index‑Chart | Quelle: TradingView
Der Tageschart zeigt, dass der DAX Anfang dieses Monats bei €24.757 seinen Höchststand erreichte und anschließend auf aktuell €24.128 zurückfiel. Er befindet sich am Stroke‑Pivot‑Reverse‑Level des Murrey‑Math‑Lines‑Tools.
Der Index liegt weiterhin über dem 50‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA). Zudem hat sich eine inverse Kopf‑Schulter‑Formation ausgebildet, die in der technischen Analyse ein typisches bullishes Umkehrsignal darstellt.
Daher ist das wahrscheinlichste Szenario eine Erholung, gegebenenfalls bis zum Widerstand bei €25.000.
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