Darum könnte der Nikkei 225 trotz restriktiverer BoJ deutlich steigen

Darum könnte der Nikkei 225 trotz restriktiverer BoJ deutlich steigen
Crispus Nyaga
28. Apr. 2026, 06:19 AM

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Invezz
Nikkei 225 (buy)

Kaufen Sie Nikkei‑225‑Exposure über den iShares Nikkei 225 ETF (EWJ) oder Nikkei‑225‑Futures. Setup: Die BoJ beließ die Zinsen bei 0,75 % behielt aber eine restriktive Ausrichtung; Yen‑Stärke stellt kurzfristig Gegenwind dar, dennoch weist der Artikel bullische technische Signale auf (Unterstützung ~¥59.297, Ziel ~¥61.000) sowie einen Katalysator in Form einer Reihe wichtiger japanischer Ergebnisberichte. Warum das funktioniert: Bestätigen die Zahlen die Stärke in AI‑ und Lieferkettenbereichen, kann der Markt Yen‑Bewegungen ausblenden und Zykliker sowie Exporteure neu bewerten. Key risk: energy-driven inflation forces BoJ to hike more aggressively than markets expect, crushing earnings via higher funding costs and a stronger yen.

Kernrisiko: Die BoJ wird restriktiver als eingepreist und erhöht bald erneut die Zinsen, was den Yen stärkt und die Ergebnisse belastet.

Japanische Handelshäuser (buy)

Kaufen Sie Mitsubishi (8058), Mitsui (8031), Marubeni (8002), Itochu (8005) oder Sumitomo (8053). Setup: Der Artikel hebt die Ergebnisse der Handelshäuser als entscheidenden Treiber hervor, wobei die Buffett‑beteiligungen sie in den Fokus rücken. Warum das funktioniert: Diese Unternehmen profitieren von stabilen/robusten Rohstoff‑ und Handelsströmen; bleibt die KI‑getriebene Nachfrage in den Lieferketten bestehen, sollte sich die Prognose verbessern und Anleger werden für Cash‑Generierung mehr bezahlen. Key risk: a sharp drop in commodity/trade margins (or a risk-off shock from the US-Iran situation) wipes out earnings momentum.

Kernrisiko: Ein starker Einbruch der Rohstoff‑/Handelsmargen oder ein Risiko‑Off‑Schock durch die US‑Iran‑Situation würde die Ergebnisdynamik auslöschen.

  • Der Nikkei 225 zog sich nach der vergleichsweise restriktiven Entscheidung der Bank of Japan zurück.
  • Drei Mitglieder stimmten für eine Zinserhöhung, im Vergleich zu zwei bei der vorherigen Sitzung.
  • Der Index hat eine Cup‑and‑Handle‑Formation ausgebildet, was auf weitere Gewinne in diesem Jahr hindeutet.

Der Nikkei 225 gab nach der Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ) im Zuge des andauernden US‑Iran‑Kriegs leicht nach. Er fiel am Donnerstag auf ¥59.920, etwas unter dem bisherigen Jahreshoch von ¥60.592.

Zinsentscheidung der Bank of Japan 

Die japanischen Aktien gaben nach, da Marktteilnehmer die jüngste Zinsentscheidung der BoJ reflektierten: Die Notenbank entschied – wie von den meisten Analysten erwartet – die Zinsen unverändert zu lassen. Sie beließ den Leitzins auf dem Dreißigjahreshoch von 0,75 %.

Der Hauptgrund für den Rückgang des Nikkei 225 und die Stärke des japanischen Yen ist, dass in diesem Treffen mehr Mitglieder für Zinserhöhungen stimmten. Drei Mitglieder votierten für eine Anhebung um 0,25 %, statt wie zuvor zwei.

Infolgedessen besteht die Befürchtung, dass die Bank später in diesem Jahr tatsächlich die Zinsen anheben wird, falls die Inflation weiter steigt.

Das größte Risiko für die japanische Wirtschaft besteht darin, dass die Energiepreise in den vergangenen Monaten stark gestiegen sind: Brent und das West Texas Intermediate (WTI) kletterten auf je $109 bzw. $97. 

Diese Rally setzte sich in dieser Woche fort, da die umstrittene Feuerpause zwischen den beiden Seiten andauerte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte Trump nicht auf Irans Angebot reagiert, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

Die BoJ war in den vergangenen Jahren vergleichsweise restriktiv, da sie aus negativen Zinsen ausstieg und die Zinsen auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten anhob. Sie beendete zudem die Yield‑Curve‑Control, was erklärt, warum die Renditen zuletzt stark gestiegen sind.

Mit Blick nach vorn wird die Federal Reserve am Mittwoch ihre Zinsentscheidung bekanntgeben; die meisten Analysten rechnen damit, dass sie die Sätze unverändert zwischen 3,50 % und 3,75 % belässt.

Wichtigste Unternehmen mit bevorstehenden Ergebnisberichten 

Ein weiterer wichtiger Katalysator für den Nikkei 225 sind die bevorstehenden Zahlen einiger der größten Unternehmen Japans. Hitachi, Advantest und Astellas Pharma haben ihre Zahlen bereits in dieser Woche vorgelegt.

Die heute zu beobachtenden Unternehmen sind Mitsubishi Electric, Shin‑etsu Chemical, Fujitsu, Denso und Komatsu. 

Anschließend berichten die größten japanischen Handelshäuser wie Mitsubishi, Mitsui, Marubeni, Sumitomo und Itochu. Diese Ergebnisse werden besonders aufmerksam verfolgt, da Warren Buffett große Investitionen in einigen von ihnen getätigt hat.

Der japanische Aktienmarkt wird auch auf die Quartalszahlen einiger der größten US‑Konzerne reagieren, darunter bekannte Namen wie Apple, Microsoft, Google und Amazon. Diese Zahlen sind wegen ihrer Größe und der Nutzung japanischer Lieferketten in ihren KI‑Geschäften von Bedeutung.

Technische Analyse des Nikkei 225 Index 

Nikkei 225

Nikkei‑Index‑Chart | Quelle: TradingView 

Der Tageschart zeigt, dass der Nikkei 225 sich in den vergangenen Tagen bewegt hat und leicht über der wichtigen Unterstützung bei ¥59.297 notiert. Diese Unterstützung ist bedeutend, da sie die obere Begrenzung der Cup‑and‑Handle‑Formation darstellt.

Der Index liegt weiterhin deutlich über den 50‑ und 100‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA), während der Average Directional Index (ADX) seinen Aufwärtstrend fortsetzt. Daher ist die wahrscheinlichste Prognose für den Nikkei bullisch, da Anleger das nächste Schlüsselwiderstandsniveau bei ¥61.000 anvisieren.