Spotify erwartet geringeren Q2-Gewinn – Aktie fällt nach schwacher Prognose

Spotify erwartet geringeren Q2-Gewinn – Aktie fällt nach schwacher Prognose
Rivanshi Rakhrai
28. Apr. 2026, 13:02 PM

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Apple (AAPL) kaufen

Apple (AAPL) kaufen. Sekundäre Schlussfolgerung: Spotifys verlangsamtes Premium-Wachstum und zunehmender Wettbewerbsdruck machen Apples gebündeltes Ökosystem (iPhone + Apple Music + Services) relativ attraktiver. Wenn Spotify Schwierigkeiten hat, in Europa und Nordamerika Premium-Abonnenten zu gewinnen, erschweren Apples vorinstallierte Präsenz auf iPhones und hohe Wechselkosten den Abgang von Nutzern zu Konkurrenzdiensten.

Kernrisiko: Apple Music verliert Marktanteile oder die Ertragskraft von Apples Services gerät derart unter Druck, dass Spotifys Schwäche ausgeglichen wird.

SPOT verkaufen

SPOT verkaufen. These: Der Markt honoriert zunehmend Profitabilität, und Spotify hat die Q2-Prognose für das Betriebsergebnis auf 630 Mio. Euro gesetzt gegenüber erwarteten 684 Mio., zudem verfehlen die Premium-Zuwächse (6 Mio. vs. Ziel 302 Mio.). Der Umsatz ist relativ flach, daher hängt das Kurspotenzial von Premium-Wachstum und der Nachhaltigkeit der Margen ab – beides schwächt sich ab.

Kernrisiko: Ein starker Wiedereinstieg beim Wachstum der Premium-Abonnenten oder ein deutlich besseres Margenergebnis, das die Prognose als zu konservativ erweist.

  • Spotify gibt für Q2 eine Gewinnprognose unter den Schätzungen; Aktie fällt im vorbörslichen Handel deutlich.
  • Prognose für Premium-Abonnenten verfehlt die Erwartungen trotz starker MAU-Zahlen.
  • KI-Funktionen werden ausgebaut, aber das Wachstum verlangsamt sich in Europa und Nordamerika.

Spotify prognostizierte für das zweite Quartal sowohl das Ergebnis als auch das Wachstum bei Premium-Abonnenten unterhalb der Erwartungen an der Wall Street und signalisiert damit eine Abschwächung in wichtigen Märkten.

Die Aktien des schwedischen Streaming-Riesen fielen nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel um fast 9 %.

Die Prognose des Unternehmens kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren die Profitabilität nach jüngsten Preiserhöhungen und Kostensenkungen genau beobachten.

Spotify investiert zudem in KI-Funktionen, um Nutzerengagement und Entdeckung zu steigern.

Gewinnprognose bleibt hinter den Erwartungen zurück

Spotify gab an, für das zweite Quartal ein Betriebsergebnis von 630 Millionen Euro (736,41 Mio. US-Dollar) zu erwarten, berichtete Reuters.

Damit liegt die Prognose unter dem von LSEG ermittelten durchschnittlichen Analystenansatz von 684 Millionen Euro.

Die Prognose steht in starkem Kontrast zur Entwicklung im ersten Quartal.

Spotify meldete im ersten Quartal ein Rekordbetriebsergebnis von 715 Millionen Euro und übertraf damit die Schätzungen von 681,6 Millionen Euro.

Die Ergebnisse des ersten Quartals wurden durch niedrigere Lohnnebenkosten gestützt.

Diese Abgaben, auch Sozialabgaben genannt, stehen in Verbindung mit dem Aktienkurs des Unternehmens.

Niedrigere Aktienkurse können solche Kosten senken.

Spotify-Aktien sind in diesem Jahr bisher um etwa 15 % gefallen.

Wettbewerbsdruck und Führungswechsel

Spotify agiert in einem wettbewerbsintensiven Streamingmarkt neben Unternehmen wie Apple und Amazon.

Das Unternehmen wird derzeit von den Co-CEOs Gustav Söderström und Alex Norström geführt.

Gründer Daniel Ek wechselte Anfang dieses Jahres in die Rolle des Executive Chairman.

KI-Funktionen bleiben strategischer Schwerpunkt

Spotify baut seine KI-Fähigkeiten aus, um die Plattform zu verbessern.

Das Unternehmen führte Sprachinteraktionsfunktionen in seinem AI-DJ-Tool ein und brachte die AI-Playlist-Funktion, mit der Nutzer Playlists per natürlichsprachlicher Eingabe erzeugen können.

Anfang dieses Monats erweiterte Spotify die Funktion "Prompted Playlist" um Podcasts.

Damit können Nutzer kuratierte Inhalte basierend auf Hörgewohnheiten für Musik und Podcasts erstellen.

Abonnentenwachstum bleibt hinter den Erwartungen zurück

Spotify prognostizierte für das zweite Quartal 778 Millionen monatlich aktive Nutzer (MAU) und übertraf damit die Analystenerwartungen von 773 Millionen.

Die Prognose für Premium-Abonnenten fiel jedoch enttäuschend aus.

Das Unternehmen erwartet einen Zuwachs von 6 Millionen Abonnenten und damit eine Gesamtzahl von 299 Millionen.

Das liegt unter den Erwartungen von 302 Millionen.

Die Daten deuten darauf hin, dass weniger neue Nutzer aus Europa und Nordamerika, den wichtigsten Märkten von Spotify, hinzukommen.

Im ersten Quartal stiegen die Premium-Abonnenten um 9 % auf 293 Millionen, etwas unter den Schätzungen von 294,5 Millionen.

Die monatlich aktiven Nutzer stiegen um 10 Millionen auf 761 Millionen und übertrafen damit die Erwartungen von 756,6 Millionen.

Umsatzprognose weitgehend in Übereinstimmung

Spotify meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 4,53 Milliarden Euro, ein Plus von 8 % und in Übereinstimmung mit den Analystenschätzungen.

Für das kommende Quartal prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro.

Das entspricht weitgehend den Schätzungen von 4,77 Milliarden Euro.

Trotz stabiler Umsatzprognosen unterstreichen die schwächere Abonnentenprognose und die geringere Gewinnerwartung die wachsenden Herausforderungen, die Dynamik in reifen Märkten aufrechtzuerhalten.