Meta-Aktie stürzt nach enttäuschenden Quartalszahlen um 6 % ab
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Buy GOOGL. Sollte Metas Nutzerwachstum und Engagement durch regionale Störungen unter Druck geraten, verlagern Werbetreibende Budgets zu anderen großen Werbeplattformen. Googles Such- und YouTube-Werbeinventar ist weniger anfällig für WhatsApp-/DAP-spezifische Probleme und kann somit Marktanteile gewinnen, wenn Metas Targeting/Engagement nachlässt. Der sekundäre Effekt ist eine Rotation von Werbegeldern von Meta zu Google, während der Markt sich auf Metas Schwäche konzentriert.
Kernrisiko: Das gesamte Werbeausgabenvolumen schrumpft und überlagert jegliche Verschiebung von Marktanteilen zugunsten von Google.
Sell META. Die Aktie fiel um etwa 6 %, weil die beiden für den nächsten Kursabschnitt wichtigsten Faktoren — Nutzerwachstum und Ausgabendisziplin — die Erwartungen verfehlt haben. Die DAP lagen unter den Prognosen der Street und sind sogar im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen, bedingt durch Einschränkungen im Iran und bei WhatsApp. Auch die Capex lagen deutlich unter den Schätzungen, dennoch wurde die Guidance angehoben, was auf Kosten- und Ausführungsrisiken hindeutet, während die Ausgaben für KI und Rechenzentren hochgefahren werden.
Kernrisiko: Das Nutzerwachstum beschleunigt sich so stark, dass das DAP-Defizit wettgemacht wird und das Vertrauen in den KI-ROI wiederhergestellt wird.
- Meta-Aktien fallen, nachdem das Nutzerwachstum die Erwartungen verfehlte.
- Umsatz übertrifft Schätzungen, aber Capex-Prognose deutlich erhöht.
- Starker Anstieg der KI-Ausgaben und Infrastrukturkosten bleiben zentraler Fokus.
Die Aktien von Meta Platforms fielen am Mittwoch im nachbörslichen Handel deutlich, nachdem das Unternehmen gemischte Ergebnisse für das erste Quartal gemeldet hatte: Ein Rückschlag beim Nutzerwachstum und geringere als erwartete Investitionsausgaben überschatten einen Umsatzüberraschung nach oben.
Die Aktie fiel nach Handelsschluss um rund 6 %. Die Meta-Aktien hatten im bisherigen Jahresverlauf bis zum Handelsschluss am Mittwoch in New York 1,4 % zugelegt.
Umsatz übertrifft Erwartungen, Nutzerwachstum enttäuscht
Meta meldete einen Umsatz von $56.3 billion im ersten Quartal und übertraf damit die Analystenschätzungen von $55.45 billion, laut LSEG-Daten.
Das Nutzerwachstum blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen meldete täglich aktive Personen (DAP) von 3.56 billion, ein Anstieg von 4 % im Jahresvergleich, lag jedoch unter den von der Wall Street prognostizierten 3.62 billion.
Meta erklärte, es habe einen "leichten Rückgang der DAP im Vergleich zum Vorquartal" gegeben, bedingt durch "Internetausfälle im Iran sowie eine Einschränkung des Zugangs zu WhatsApp in Russland."
Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei $7.32, wobei die Zahl nicht direkt mit den Analystenschätzungen vergleichbar war.
Capex verfehlt, Jahresprognose nach oben revidiert
Die Investitionsausgaben für das Quartal beliefen sich auf $19.84 billion und lagen damit unter der durchschnittlichen Schätzung von $27.57 billion, so StreetAccount.
Trotz der geringeren Quartalsausgaben hob Meta seine Prognose für die jährlichen Investitionsausgaben auf eine Spanne von $125 billion bis $145 billion an, gegenüber zuvor $115 billion bis $135 billion.
Das Unternehmen erklärte, die Erhöhung spiegele Erwartungen an höhere Komponentenpreise und zusätzliche Investitionen in Rechenzentren zur Unterstützung künftiger Kapazitäten wider.
„Dies spiegelt unsere Erwartungen an höhere Komponentenpreise in diesem Jahr und, in geringerem Maße, zusätzliche Rechenzentrumskosten zur Unterstützung künftiger Kapazitäten wider“, sagte Meta in seiner Gewinnmitteilung.
KI-Ausgaben bleiben zentral
CEO Mark Zuckerberg hat zuvor angekündigt, dass Meta in den kommenden Jahren Hunderte von Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren wolle.
Das Unternehmen hat bereits bedeutende Vereinbarungen mit Chipherstellern wie Nvidia, Advanced Micro Devices und Broadcom getroffen, um Hardware für seine KI-Initiativen zu sichern.
Meta baut zudem mehrere großskalige Rechenzentren, um die wachsenden KI-Workloads zu unterstützen, auch wenn steigende Komponentenpreise und Lieferkettenprobleme die Kosten erhöhen.
Meta beließ seine Prognose für die Jahresausgaben bei $162 billion bis $169 billion, was auf anhaltende Kostenkontrolle trotz steigender Infrastrukturinvestitionen hindeutet.
Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz im zweiten Quartal zwischen $58 billion und $61 billion liegen wird, verglichen mit Analystenerwartungen von $59.5 billion.
Die Mitarbeiterzahl stieg im Jahresvergleich um 1 % auf 77,986 Beschäftigte zum 31. März.
Breiterer Marktkontext
Metas Ergebnisse kommen vor dem Hintergrund starker Dynamik bei Technologiewerten: Der Nasdaq Composite legte im Monatsverlauf bis zum Handelsschluss am Mittwoch um 14 % zu und verzeichnete damit die beste Performance seit April 2020.
Die Anlegernachfrage für den Sektor bleibt robust, trotz Befürchtungen, dass steigende Ölpreise und lieferkettenbedingte Störungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt die Kosten für KI-Infrastruktur und den Bau von Rechenzentren erhöhen könnten.
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