EZB belässt Zinsen unverändert, warnt vor energiegetriebener Inflation

EZB belässt Zinsen unverändert, warnt vor energiegetriebener Inflation
Rivanshi Rakhrai
30. Apr. 2026, 15:07 PM

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Absicherung gegen energiegetriebene Inflation in Euro

Kaufen: iShares Global Clean Energy UCITS ETF (INRG) oder jeden in Euro gelisteten ETF, der von energiegetriebener Inflation profitiert. Die EZB hielt die Zinsen stabil, warnte aber ausdrücklich vor steigenden energiegetriebenen Inflationsrisiken bei gleichzeitig schwächerem Wachstum – ein klassisches Umfeld, in dem Energie- und energie-nahe Inflationprofiteure outperformance erzielen können, solange Preissetzungsmacht besteht und reale Renditen durch Wachstumsängste begrenzt bleiben.

Kernrisiko: Die Energiepreise kollabieren schnell (Entschärfung des Risikos in der Straße von Hormus), wodurch der Inflationsimpuls verschwindet und die Narrativ "Energie bleibt hoch" zusammenbricht.

Umpreisung von Euro-Zinserhöhungen

Verkaufen: iShares Core € Govt Bond UCITS ETF (IEGA) / Exposure zu europäischen Staatsanleihen im Euro-Aggregat. Die Märkte preisen drei Erhöhungen bis 2.75% ein, während die EZB ihre Optionen offenhält und Bereitschaft zum Handeln signalisiert; die kurzfristigen Inflationserwartungen sind gesprungen, was typischerweise die kurzfristigen Renditen anhebt und die Duration belastet.

Kernrisiko: Die Inflationserwartungen kühlen ab und die Wachstumsverschlechterung dominiert, zwingt die EZB, Erhöhungen zu verschieben, und drückt die Anleiherenditen wieder nach unten.

  • EZB belässt die Zinsen; Inflationsrisiken steigen durch den Iran-Konflikt.
  • Ansteigende Energiepreise könnten die Inflation in der Eurozone weiter erhöhen.
  • Wachstumsaussichten verschlechtern sich, da geopolitische Spannungen anhalten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ am Donnerstag ihre Leitzinsen unverändert und warnte zugleich, dass der Krieg mit Iran die Inflationsrisiken verschärft und das Wirtschaftswachstum in der Eurozone belastet.

Die Zentralbank, die die Geldpolitik für die 21 Länder festlegt, die den Euro verwenden, ließ ihren Einlagensatz bei 2% – im Einklang mit den Markterwartungen.

Die Entscheidungsträger, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, hatten zuvor eine Pause bei Zinsanpassungen signalisiert.

Inflationsrisiken steigen angesichts geopolitischer Spannungen

In seiner geldpolitischen Erklärung verschärfte die EZB ihre Warnung vor den wirtschaftlichen Folgen des andauernden Konflikts mit Iran.

Die Unterbrechung der Treibstoffströme, insbesondere durch die Straße von Hormus, hat die Energiepreise nach oben getrieben und erhöht den Inflationsdruck.

„Obwohl die eingehenden Informationen weitgehend mit der früheren Einschätzung des EZB-Rats zur Inflationsperspektive übereinstimmen, haben sich die Aufwärtsrisiken für die Inflation und die Abwärtsrisiken für das Wachstum verschärft“, sagte die EZB.

Die Zentralbank fügte hinzu: „Je länger der Krieg andauert und je länger die Energiepreise hoch bleiben, desto stärker wird voraussichtlich der Einfluss auf die breitere Inflation und die Wirtschaft sein.“

Die Inflation in der Eurozone liegt bereits über dem 2%-Ziel der EZB und wird voraussichtlich in den kommenden Monaten weiter steigen.

Gleichzeitig zeigt das Wirtschaftswachstum Anzeichen einer Abschwächung, was das geldpolitische Umfeld erschwert.

Kurzfristige Erwartungen steigen, langfristige Aussichten stabil

Die EZB stellte fest, dass die Inflationserwartungen über kürzere Zeiträume deutlich gestiegen sind, während die längerfristigen Erwartungen stabil bleiben.

„Die längerfristigen Inflationserwartungen bleiben gut verankert, obwohl die Inflationserwartungen über kürzere Horizonte deutlich gestiegen sind“, so die EZB.

Die Bank betonte, dass die letztendlichen Auswirkungen auf Inflation und Wachstum davon abhängen, wie lange die Energiepreise erhöht bleiben und in welchem Umfang indirekte Effekte auf die Gesamtwirtschaft auftreten.

Politik bleibt datenabhängig

Der EZB-Rat bekräftigte sein Bekenntnis zu einem flexiblen und datengesteuerten Ansatz in der Geldpolitik.

Er erklärte, Entscheidungen würden von Sitzung zu Sitzung getroffen, abhängig von den eingehenden wirtschaftlichen und finanziellen Daten.

Die EZB betonte außerdem, dass sie sich nicht auf einen konkreten Zinsverlauf festlege und sich in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit alle Optionen offenhalte.

Trotz der Zinspause erwarten Investoren weitere Straffungen.

Die Märkte rechnen mit drei Zinserhöhungen in den nächsten 12 Monaten, die den Einlagensatz auf 2.75% bringen könnten.

Leitzinsen unverändert, Bilanz schrumpft weiter

Die EZB bestätigte, dass alle drei ihrer Leitzinsen unverändert bleiben.

Die Einlagefazilität liegt bei 2.00%, der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte beträgt 2.15% und die Spitzenrefinanzierungsfazilität liegt bei 2.40%.

Die Zentralbank kündigte außerdem an, dass ihre Portfolios aus dem Asset Purchase Programme (APP) und dem Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) weiterhin in einem kontrollierten Tempo schrumpfen, da sie die Erlöse fälliger Wertpapiere nicht mehr wiederanlegt.

EZB signalisiert Bereitschaft zum Eingreifen

Der EZB-Rat erklärte, er sei bereit, seine geldpolitischen Instrumente bei Bedarf anzupassen, um sicherzustellen, dass die Inflation mittelfristig zum 2%-Ziel zurückkehrt.

Er hob auch die Verfügbarkeit des Transmission Protection Instrument hervor, das dazu dient, ungeordnete Marktbedingungen zu bekämpfen, die die geldpolitische Transmission in den Euro-Ländern stören könnten.

Die Investoren richten ihren Fokus nun auf Lagardes kommende Pressekonferenz, um weitere Signale zur geldpolitischen Einschätzung und zu den sich entwickelnden wirtschaftlichen Risiken zu erhalten.