Morgan Stanley verschiebt Fed-Zinssenkungsprognose auf 2027 wegen Inflation
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Kauf von US-Dollar-Exposure über den Invesco DB US Dollar Index Bullish Fund (UUP), da die Renditen stiegen und der Dollar sich durch das Festhalten der Fed an den Zinssätzen stärkte; verschobene Zinssenkungen verlängern das Zinsdifferential gegenüber anderen Ländern. Bleibt die Fed restriktiv, während das Wachstum robust bleibt, sollte der Dollar weiterhin Unterstützung behalten.
Kernrisiko: Ein deutlicher globaler Wachstumsabschwung oder ein rascher Rückgang der Inflation löst breite Risikoaversion und Zinssenkungen im Ausland aus, die den Dollervorteil verringern.
Verkauf von iShares 7-10 Year Treasury ETF (IEF) und/oder Kauf kurzfristiger Duration über einen inversen Treasury-ETF (z. B. SHY inverse), da Morgan Stanley die erste Zinssenkung auf 2027 verschiebt und dadurch die Renditen länger höher bleiben; die Fed sei „bereit abzuwarten“, während die Inflation weiterhin über 2 % liegt. Dies dürfte den kurzfristigen Bereich belastet halten, da die Märkte die anhaltende restriktive Geldpolitik neu bewerten.
Kernrisiko: Die Inflation fällt so schnell, dass die Fed früher als 2027 senken müsste und damit die Neubewertung zugunsten länger höherer Zinsen zunichtegemacht würde.
- Morgan Stanley verschiebt den Ausblick auf Fed-Zinssenkungen wegen anhaltender Inflation.
- Fed-Entscheidung stark gespalten; Renditen und Dollar steigen nach Bekanntgabe.
- Märkte preisen nun höhere Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhung bis 2027 ein.
Morgan Stanley hat am Mittwoch seinen Ausblick für die US-Geldpolitik revidiert und erklärt, dass es nun erwartet, dass die Federal Reserve erst im nächsten Jahr mit Zinssenkungen beginnt.
Das Brokerhaus strich seine frühere Prognose, wonach Lockerungen 2026 beginnen könnten, und nannte anhaltend hohe Inflation sowie die weiterhin starke Wirtschaft als Gründe.
Die revidierte Haltung folgt darauf, dass die Zentralbank die Leitzinsen in einer stark gespaltenen Entscheidung unverändert ließ.
Die Spaltung war die ausgeprägteste seit 1992 und signalisierte Unsicherheit unter den Entscheidungsträgern über den künftigen Zinsverlauf.
Fed-Entscheidung löst Marktreaktion aus
Die Entscheidung der Fed wirkte sich unmittelbar auf die Finanzmärkte aus.
Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit einem Monat, während sich der Dollar auf ein Zweiwochenhoch stärkte.
Die Marktreaktion spiegelte die Erwartung wider, dass die Zinsen länger erhöht bleiben könnten als zuvor angenommen.
Morgan Stanley wies darauf hin, dass die Inflation weiterhin über dem 2 % Ziel der Fed liegt.
Gleichzeitig deuten jüngste Konjunkturdaten auf Robustheit sowohl beim Wachstum als auch auf dem Arbeitsmarkt hin.
Diese Kombination hat die Dringlichkeit für die Entscheidungsträger verringert, mit geldpolitischen Lockerungen zu beginnen.
„Die Hürde für Zinssenkungen ist höher und die Fed scheint bereit abzuwarten“, sagte die Bank, zitiert in einem Reuters-Bericht.
Sie fügte hinzu, dass die Entscheidungsträger voraussichtlich vorsichtig vorgehen werden, während sie die verzögerten Auswirkungen früherer Zinserhöhungen bewerten und prüfen, ob sich jüngste Abschwächungstendenzen bei der Inflation fortsetzen.
Ausblick für Zinssenkungen bleibt verzögert
Trotz der zeitlichen Verschiebung erwartet Morgan Stanley weiterhin eine gewisse Lockerung in der Zukunft.
Das Brokerhaus prognostizierte, dass Zinssenkungen im Januar und März erfolgen könnten, sobald der Inflationsdruck deutlichere Anzeichen einer Abschwächung zeigt und das Wirtschaftswachstum sich in Richtung seines Trendniveaus moderiert.
Die Verschiebung der Erwartungen unterstreicht jedoch die wachsende Unsicherheit über das Timing von geldpolitischen Änderungen.
Die Fed scheint darauf bedacht zu sein, eine restriktive Haltung beizubehalten, bis sie größere Gewissheit hat, dass die Inflation nachhaltig auf ihr Ziel zusteuert.
Auseinanderlaufende Einschätzungen bei Großbanken
Auch andere Finanzinstitute verfolgen eine vorsichtige Einschätzung des geldpolitischen Kurses der Fed.
Anfang dieses Monats erklärte die Deutsche Bank, sie erwarte, dass die Zentralbank die Zinsen 2026 unverändert lässt.
Die Bank verwies auf weiterhin erhöhte Inflation und einen vorsichtigen Ansatz der Entscheidungsträger.
Die Divergenz in den Prognosen unterstreicht die Komplexität des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds.
Während einige eine schrittweise Lockerung erwarten, gehen andere davon aus, dass die Fed die Zinsen länger auf dem aktuellen Niveau halten könnte.
Marktpreisungen verschieben sich angesichts der Unsicherheit
Die Markterwartungen haben sich nach der jüngsten Entscheidung der Fed ebenfalls deutlich verschoben.
Händler rechnen nun mit einer etwa 44 %igen Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis April 2027.
Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber etwa 8 % vor der Bekanntgabe dar, basierend auf Daten von CME FedWatch.
Die Verschiebung deutet darauf hin, dass Investoren sich zunehmend auf ein Szenario vorbereiten, in dem eine Straffung der Geldpolitik anhalten oder sich je nach Inflationsentwicklung sogar verschärfen könnte.
Geopolitische Risiken verstärken Inflationssorgen
Mehrere Fed-Vertreter haben geopolitische Entwicklungen als zusätzliche Quelle der Unsicherheit hervorgehoben.
Sie erklärten Anfang dieses Monats, dass der Krieg im Nahen Osten bereits zu inflationsfördernden Druckfaktoren beigetragen habe.
Die erhöhte Unsicherheit im Zusammenhang mit globalen Ereignissen macht es der Zentralbank schwieriger, ihre nächsten Schritte klar zu kommunizieren.
Die Entscheidungsträger bleiben vorsichtig, während sie das Inflationsrisiko mit der Notwendigkeit abwägen, die wirtschaftliche Stabilität zu stützen.
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