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Dow steigt um 190 Punkte, Ölpreise fallen trotz Spannungen im Nahen Osten

Dow steigt um 190 Punkte, Ölpreise fallen trotz Spannungen im Nahen Osten
Ananthu C U
05. Mai 2026, 15:41 PM

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XLE (Energy Select Sector)

Kaufen XLE. Öl fiel um ~2 % (Brent >110 $, WTI knapp über 103 $), was gewöhnlich Inflationsängste dämpft und das Rezessionsrisiko verringert, während das Marktumfeld durch ein Schifffahrtsrisiko im Nahen Osten einen Boden für Rohöl bildet. XLE dürfte von der „geringeren Panik“ profitieren, ohne das geopolitische Kaufinteresse vollständig zu verlieren.

Kernrisiko: Ein erneuter Ölpreisschub infolge einer tatsächlichen Störungs der Schifffahrt, der die Inflation wieder hochschnellen lässt und Aktienmultiplikatoren stark belastet.

PINS (Pinterest)

Kaufen PINS. Die Aktie sprang um ~8,6 %, nachdem das Unternehmen einen für das zweite Quartal über den Schätzungen liegenden Umsatz prognostiziert hatte, was zeigt, dass Anleger Wachstum belohnen, das Erwartungen übertrifft, selbst wenn die Geopolitik die Stimmung schwanken lässt. Bleibt der Ölpreis unter Kontrolle, dürfte die Rotation hin zu Ergebnis- und Wachstumsüberraschungen anhalten.

Kernrisiko: Eine enttäuschende Umsatz-/Gewinnprognose im nächsten Quartal oder eine breit angelegte Risikoaversion, die aktienspezifische Momentum-Effekte überlagert.

  • Aktien erholen sich, da Ölpreise trotz Spannungen im Nahen Osten fallen.
  • Uneinheitliche Quartalszahlen: PayPal fällt, Pinterest und Intel steigen deutlich.
  • Handelsdefizit im Jahresvergleich gesunken, Anleger warten auf wichtige Arbeitsmarktdaten.

Die wichtigsten Indizes an der Wall Street erholten sich am Dienstag, da fallende Ölpreise den Aktienmärkten Erleichterung verschafften, obwohl erneute Spannungen im Nahen Osten den globalen Ausblick weiter eintrüben.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 198 Punkte bzw. 0,41 %, während der S&P 500 um 0,63 % zulegte und der Nasdaq Composite um 0,87 % kletterte.

Die Erholung folgte auf einen volatilen Wochenbeginn, als eskalierende geopolitische Risiken die Anlegerstimmung belasteten und die Aktienkurse drückten.

Die jüngsten Bewegungen verdeutlichen die gegensätzlichen Kräfte, die derzeit die Märkte prägen: auf der einen Seite geopolitische Unsicherheit, auf der anderen Seite robuste Unternehmensgewinne und Wirtschaftsdaten.

Ölpreise ziehen sich zurück und entlasten die Aktien

Ein wesentlicher Treiber der Erholung am Dienstag war der Rückgang der Rohölpreise.

Brent-Rohöl-Futures fielen um mehr als 2 %, blieben jedoch über 110 $ pro Barrel, während US- West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls um rund 2 % nachgab und knapp über 103 $ gehandelt wurde.

Der Ölpreisrückgang milderte unmittelbare Sorgen über inflationsfördernden Druck und energiebedingte wirtschaftliche Störungen und gab den Aktien-Futures Auftrieb.

Das breitere geopolitische Umfeld bleibt jedoch fragil.

Trotz des fragilen Waffenstillstands signalisierten US-Beamte Fortschritte bei der Aufrechterhaltung der Schifffahrtsaktivitäten.

Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, dass „zwei US-Handelsschiffe zusammen mit amerikanischen Zerstörern die Meerenge bereits sicher passiert haben, was zeigt, dass die Route frei ist.“

Dies folgte auf frühere Äußerungen von Präsident Donald Trump, wonach die USA gestrandeten Schiffen in der Region beim „Leiten“ helfen würden.

Geopolitische Risiken prallen auf solide Gewinnlage

Die Anlegerstimmung bleibt geteilt, da die Märkte geopolitische Risiken gegen einen Hintergrund solider Unternehmensgewinne abwägen.

Während einige Marktteilnehmer warnen, dass Worst-Case-Szenarien möglicherweise noch nicht vollständig eingepreist sind, argumentieren andere, dass die Fundamentaldaten die Aktienbewertungen weiterhin stützen.

Jüngste Gewinnmeldungen haben den Märkten teilweise Unterstützung geliefert.

PayPal fiel um mehr als 10 %, nachdem das Unternehmen trotz der den Erwartungen entsprechenden Quartalszahlen einen enttäuschenden Ausblick für das zweite Quartal gestellt hatte.

DuPont gewann 5,7 %, nachdem das Unternehmen seine Jahresgewinnprognose angehoben hatte.

Unter Technologie- und Wachstumswerten sprang Pinterest NYSE:PINS um 8,63 %, nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal einen Umsatz über Analystenschätzungen prognostiziert hatte.

Auch Intel-Aktien zogen um 8,3 % an, nachdem berichtet worden war, dass Apple explorative Gespräche über die Fertigung von Prozessoren mit Intel und Samsung Electronics geführt habe.

Gleichzeitig verliefen nicht alle Reaktionen auf Gewinnmeldungen positiv.

Palantir Technologies gab um etwa 2,49 % nach, obwohl das Unternehmen die Erwartungen übertraf und seine Jahresprognose anhob, was die selektive Natur der Anlegerreaktionen unterstreicht.

Wirtschaftsdaten und geldpolitische Signale im Fokus

Neben Gewinnen und Geopolitik beobachten Anleger auch Wirtschaftsindikatoren und politische Entwicklungen, um weitere Impulse zu erhalten.

Der vom US-Arbeitsministerium veröffentlichte Job Openings and Labor Turnover Survey (JOLTS)-Bericht, der später am Tag erwartet wird, dürfte erneut Einblicke in die Lage auf dem Arbeitsmarkt geben.

Zusätzlich veröffentlichte Daten am Dienstag zeigten, dass das US-Handelsdefizit im März auf Monatsbasis leicht auf 60,3 Mrd. $ ausgeweitet wurde, obwohl es im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückging.

Das jährliche Defizit sank um 211,2 Mrd. $, was einen Exportanstieg von 12 % und einen Importrückgang von 9,1 % widerspiegelt.