ARM-Aktie steigt vor Zahlen um 9 %: Können KI-Wetten die Bewertung rechtfertigen?

ARM-Aktie steigt vor Zahlen um 9 %: Können KI-Wetten die Bewertung rechtfertigen?
Ananthu C U
06. Mai 2026, 16:45 PM

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Invezz
ARM (buy)

ARM Holdings kaufen. Die Aktie preist bereits langfristigen Tantiemen‑Auftrieb aus KI‑ und Rechenzentrumsnachfrage ein, und das Setup verbessert sich: Umsatz +19 % im Jahresvergleich auf ~$1.5B bei nur moderatem EPS‑Wachstum, während Investoren das nächste Wachstumssegment von ARM AGI erwarten (nicht finanziell relevant bis FY2028, aber der Markt handelt früh). Technische Indikatoren stützen die Dynamik (Golden Cross, starker MACD, RSI ~64).

Kernrisiko: ARM AGI schafft es nicht, eine nennenswerte Verbreitung zu erreichen, sodass der langfristige Bewertungsaufschlag vor FY2028 zusammenbricht.

AMD (sell)

AMD verkaufen. ARMs Vorstoß in die Entwicklung von Data‑Center‑CPUs (ARM AGI) setzt die Argumentation der "x86‑Performance + Ökosystem" unter Druck. Heben Cloud‑Anbieter weiterhin kundenspezifische ARM‑Server aus, gerät AMDs Wachstum im Rechenzentrum und seine Preissetzungsmacht unter Druck, gerade in dem Moment, in dem ARMs Lizenzmodell plus künftige AGI‑Umsätze zur bevorzugten Marktposition für KI‑Rechenleistung werden.

Kernrisiko: AMD gewinnt den nächsten AI‑Serverzyklus (große Cloud‑Aufträge und starke Margen) und kompensiert dadurch mögliche Marktanteilsgewinne von ARM.

  • Arm‑Aktie steigt vor Zahlen um 7 % dank KI‑ und Rechenzentrums‑Wetten.
  • Analysten erwarten ein stetiges Wachstum, während ARM seine Investitionsausgaben erhöht.
  • Die Bewertung von ARM steigt aufgrund langfristiger Wachstumserwartungen für KI und CPUs.

ARM Holdings wird am Mittwochnachmittag die Ergebnisse des vierten Quartals bekanntgeben. Die Anleger fokussieren sich auf den strategischen Schritt, eigene Data‑Center‑CPUs zu entwerfen, und auf die Folgen für die erhöhte Bewertung.

Die Aktien des Chipdesigners notierten am Mittwoch vor den Ergebnissen 9 % höher und spiegeln anhaltenden Optimismus hinsichtlich seiner Positionierung in den Märkten für künstliche Intelligenz und Rechenzentren wider.

Die Erwartungen an die kurzfristige finanzielle Entwicklung bleiben jedoch im Vergleich zu den langfristigen Ambitionen des Unternehmens relativ zurückhaltend.

Gewinnerwartungen bleiben stabil

Von FactSet befragte Analysten erwarten, dass ARM für das Quartal einen bereinigten Gewinn von etwa 58 Cent je Aktie melden wird, gegenüber 55 Cent im Vorjahr.

Der Umsatz wird voraussichtlich bei ungefähr $1.5 billion liegen, was einem Anstieg von 19 % im Jahresvergleich entspricht.

Das vergleichsweise begrenzte Gewinnwachstum spiegelt die Erwartung steigender Ausgaben wider, da das Unternehmen in seine nächste Expansionsphase investiert.

Die jüngste Quartalsbilanz von Februar übertraf die Erwartungen: ein Umsatz von $1.24 billion und ein bereinigter Gewinn von 43 Cent je Aktie, beides besser als von Analysten prognostiziert.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 26 %, getrieben von der Nachfrage in den Bereichen künstliche Intelligenz, Rechenzentren, Smartphones und Edge Computing.

Geschäftsführer Rene Haas sagte, die Nachfrage nach KI‑Berechnungen auf ARM‑Plattformen "beschleunige sich weiterhin."

Strategische Neuausrichtung auf Data‑Center‑CPUs

Kernkompetenz von ARM ist die Entwicklung einer Befehlssatzarchitektur, die als Schnittstelle zwischen Software und CPU‑Chips fungiert und eine wichtige Alternative zur x86‑Architektur von Intel und Advanced Micro Devices darstellt.

Das Unternehmen entwirft zudem Chipkomponenten und erzielt Einnahmen aus Lizenzen und Tantiemen von Großkunden wie Apple, Nvidia, Samsung und Qualcomm.

ARM‑basierte Chips dominierten historisch gesehen Geräte mit niedrigem Stromverbrauch, insbesondere im Mobilbereich, wo ihre Effizienz sie zur bevorzugten Wahl machte.

Im Laufe der Zeit hat sich das Ökosystem erheblich ausgeweitet, wodurch ARM zur weltweit am weitesten verbreiteten Befehlssatzarchitektur wurde.

Jüngst gewinnt die ARM‑Architektur in leistungsstärkeren Anwendungen an Bedeutung, einschließlich Personal Computern und Rechenzentren.

Große Cloud‑Anbieter wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud bieten inzwischen kundenspezifische ARM‑CPUs für ihre Kunden an.

Das Unternehmen geht nun einen bedeutenden Schritt und entwickelt eine eigene Data‑Center‑CPU mit dem Namen ARM AGI.

Der Chip soll in Servern neben dem kundenspezifischen KI‑Chip MTIA von Meta Platforms eingesetzt werden und damit integrierte Systeme nach dem Vorbild von Unternehmen wie Nvidia und Google widerspiegeln.

Dieser Schritt bringt ARM in direkte Konkurrenz zu einigen seiner eigenen Kunden und markiert eine bemerkenswerte Verschiebung im Geschäftsmodell.

Bewertung steigt aufgrund langfristiger KI‑Erwartungen

Trotz der strategischen Expansion hat ARM darauf hingewiesen, dass Umsätze aus der AGI‑CPU erst im Geschäftsjahr 2028 finanziell relevant werden.

Dennoch hat die Anlegerbegeisterung die Aktie auf ein erhöhtes Bewertungsniveau getrieben.

Das Unternehmen prognostiziert bis zum Geschäftsjahr 2031 jährliche AGI‑bezogene Verkäufe von bis zu $15 billion, verglichen mit $4.7 billion Umsatz in den letzten 12 Monaten.

Diese Aussicht hat zu einem erwarteten Kurs‑Gewinn‑Verhältnis von rund 93 geführt, deutlich über dem Vielfachen des S&P 500 von 21.

Technische Indikatoren deuten auf anhaltende Aufwärtsdynamik hin.

Die Aktie notiert nahe dem oberen Ende ihrer 52‑Wochen‑Spanne, mit einem positiven MACD‑Signal und einem Relative‑Strength‑Index (RSI) von 63.94, was auf starke, aber nicht überdehnte Dynamik hinweist.

Im April bildete sich ein "Golden Cross", bei dem der 50‑Tage‑Gleitende Durchschnitt über den 200‑Tage‑Durchschnitt stieg.

Analysten bleiben überwiegend positiv. Wells Fargo hat kürzlich sein Kursziel auf $220 angehoben und die Einstufung "Overweight" beibehalten.

Analyst Joe Quatrochi sagte, ARM sei gut positioniert, um von einer langfristigen KI‑Adoption zu profitieren; er verwies auf Tantiemen‑Auftrieb durch die Nachfrage aus Rechenzentren sowie zunehmende Bedeutung bei KI‑Workloads.