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Samsung und SK Hynix vor Neubewertung nach SanDisks überraschender 80%-Prognose

Samsung und SK Hynix vor Neubewertung nach SanDisks überraschender 80%-Prognose
Devesh Kumar
17. Aug. 2026, 05:30 AM

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Samsung Electronics (005930.KS)

Buy. SanDisks 80%-Margenrahmen deutet darauf hin, dass der NAND/Flash‑Zyklus länger angespannt bleibt und nicht nur ein kurzfristiger KI‑Schub ist. Das stützt die anhaltende Preissetzungsmacht von Samsungs Speichergeschäft und erhält die Ertragsdynamik, während der Markt den Zyklus neu bewertet. Kurzfristig: weitere Multiple‑Ausweitung nach der Bewegung am Freitag sowie anhaltende Analystenaufwertungen, die mit „struktureller“ Nachfrage aus der KI‑Inference verbunden sind.

Kernrisiko: Die Angebotsaufstockung erfolgt schneller als erwartet (neue NAND‑Kapazitäten gehen in Betrieb), wodurch Preise und Margen wieder auf historische Zyklusniveaus gedrückt werden.

SK Hynix (000660.KS)

Buy. Wenn KI‑Inference die DRAM/HBM‑Nachfrage erhöht und Kundenvereinbarungen die Volatilität reduzieren, sollte SK Hynix stabilere Preise und eine bessere Margenbeständigkeit sehen. Die Meldung stärkt direkt die Narrative eines „langen Engpasses“, die typischerweise sowohl die Gewinnerwartungen als auch die Stimmung für HBM-/KI‑Speicherführer anhebt.

Kernrisiko: KI‑Capex verlangsamt sich oder verlagert sich weg von speicherintensiven Workloads, wodurch die These jahrelanger Nachfrage bricht und die Preise für DRAM/HBM sinken.

  • Samsung und SK Hynix legten deutlich zu, als der Optimismus für KI‑Speicher stark zurückkehrte.
  • SanDisks 80%-Ziel für die Bruttomarge verändert die Debatte über Speicherzyklen.
  • Analysten sehen in KI‑Nachfrage und knappen Kapazitäten eine Verlängerung des Speicherbooms über Jahre.

Samsung Electronics und SK Hynix stehen am Montag im Fokus, nachdem sie am Freitag deutlich höher geschlossen hatten, da eine langfristige Margenprognose des US-Flash-Speicherherstellers SanDisk Anlegern Anlass gab, neu zu bewerten, wie lange der von KI getriebene Speicherboom anhalten könnte.

Die südkoreanischen Märkte sind am Montag wegen des Liberation Day-Feiertags geschlossen.

Am Freitag stieg Samsung um 2,43 % auf 274.500 Won und SK Hynix kletterte um 3,26 % auf 1,645 Millionen Won, wodurch der KOSPI 2,41 % höher bei 6.977,34 schloss.

Auslöser war SanDisks Investorentag, bei dem das Unternehmen ein Rahmenwerk vorstellte, das Annahmen über die Zyklenhaftigkeit des Speichermarkts in Frage stellte.

SanDisk erwartet für die Geschäftsjahre 2028 bis 2030 ein Umsatzwachstum im mittleren bis oberen Zehnerprozentbereich, bei bereinigten (Non-GAAP) Bruttomargen von rund 80 % und operativen Margen nahe 75 %.

SanDisks 80‑%‑Ziel verändert die Debatte um Speicher

Für Samsung und SK Hynix liegt die Bedeutung in dem, was diese Ziele für die Branche bedeuten.

Historisch folgte der Speichermarkt einem vertrauten Muster: starke Preise steigern die Gewinne, fördern Investitionen und führen schließlich zu so viel neuer Kapazität, dass die Margen zusammenbrechen.

SanDisk argumentiert, dass KI‑Nachfrage, knappe Kapazitäten und längerfristige Kundenvereinbarungen die Profitabilität der Branche über Jahre deutlich über den historischen Niveaus halten könnten.

Der JPMorgan-Analyst Harlan Sur sagte, SanDisk sei „einzigartig positioniert, um die anhaltende strukturelle Wendung der NAND‑Nachfrage“ zu erfassen, die durch KI‑Inference getrieben werde.

Er fügte hinzu, dass längere Kundenverträge das Margenprofil des Unternehmens verbessert und die boom‑und‑Bust‑Volatilität im Speichergeschäft verringert hätten.

Der Morgan‑Stanley-Analyst Joseph Moore lieferte eine weitere optimistische Einschätzung.

MarketWatch berichtete, Moore halte es für möglich, dass SanDisk „für mehrere Jahre auf oder über diesen Margenniveaus bleiben“ könne, solange Engpässe anhalten; allerdings äußerte er Zweifel, ob operative Margen von rund 75 % dauerhaft gehalten werden könnten.

Wall Street sieht einen Engpass, der sich über Jahre hinziehen könnte

Diese Aussage passt zu einer Verschiebung der Analystenerwartungen hinsichtlich des Speicherzyklus.

Analysten von Macquarie Capital erklärten, die Branche stehe vor der „schlimmsten Speicherknappheit der Geschichte“ und es sehe nicht so aus, als würden sich die Angebotsengpässe innerhalb der nächsten drei Jahre entspannen.

Die Firma beschrieb die durch KI‑Inference bedingte Speicher‑Nachfrage als „außergewöhnlich hoch“ und erwartet dass Samsung und SK Hynix die kurzfristige Erholung des koreanischen Marktes anführen werden.

KI‑Inference ist wichtig, weil der Betrieb von KI‑Modellen in großem Maßstab enorme Mengen an Speicher und Speicherkapazität erfordert, nicht nur Rechenleistung.

Mit zunehmender KI‑Nutzung benötigen Rechenzentren mehr HBM und DRAM, während die NAND‑Nachfrage steigen kann, weil Betreiber günstigere Möglichkeiten suchen, die von KI‑Workloads erzeugten großen Datenmengen zu speichern und abzurufen.

Der Bernstein-Analyst Mark Newman sagte MarketWatch, dass SanDisks geplantes Hochbandbreiten‑Flash zu einem „enormen neuen Wachstumstreiber für die NAND‑Nachfrage“ werden könnte.

Er fügte hinzu, dass die Technologie erheblich mehr Wafer‑Kapazität verbrauchen könnte, wodurch die Angebotslage potenziell länger angespannt bleiben würde.

Hohe Margen bergen weiterhin ein klassisches zyklisches Risiko

Die optimistische Einschätzung bedeutet nicht, dass der Speicherzyklus verschwunden ist.

Moores Vorsicht ist wichtig. Die aktuelle Profitabilität von SanDisk spiegelt einen außergewöhnlichen Engpass wider, und ein Rahmen von 80 % Bruttomarge lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen, falls das Angebot schneller als erwartet ausgeweitet wird.

Dasselbe Risiko gilt für Samsung und SK Hynix.

Beide würden profitieren, wenn Ausgaben für KI‑Infrastruktur weiterhin neue Kapazitäten absorbieren, aber hohe Preise geben den Herstellern auch einen starken Anreiz, zusätzlich in Produktionskapazitäten zu investieren.