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FTSE 100 vor Wochenverlust, da Sorgen um Nahost-Waffenruhe zunehmen

FTSE 100 vor Wochenverlust, da Sorgen um Nahost-Waffenruhe zunehmen
Rivanshi Rakhrai
08. Mai 2026, 12:50 PM

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FTSE 100 vs FTSE 250

FTSE 250 kaufen (oder Long-Positionen in FTSE-250-Futures/ETF) und FTSE 100 verkaufen. Risiken durch den Golf/die Ölpreise und ein stärkeres Pfund treffen die global exponierten Ertragsquellen des FTSE 100, während der FTSE 250 stärker inländisch ausgerichtet ist und sich an dem Tag behauptete. Sollte der geopolitische Druck anhalten, spricht die relative Ergebnisempfindlichkeit für den FTSE 250.

Kernrisiko: Eine breite Wachstumsangst in Großbritannien trifft auch die Inlandsnachfrage und zieht die Gewinne des FTSE 250 ebenso wie des FTSE 100 nach unten.

IAG (Eigentümer von British Airways)

IAG verkaufen. Der Artikel weist darauf hin, dass die Kerosinkosten aufgrund des Golfkonflikts in 2026 gegenüber 2025 um ~€2bn steigen dürften, und die Aktie ist bereits nach einer Gewinnwarnung gefallen. Da Öl wieder über $100 notiert, ist mit anhaltender Treibstoffinflation zu rechnen, die Margen belastet und das Risiko für Prognosen erhöht hält.

Kernrisiko: Öl fällt schnell und die Treibstoffkosten normalisieren sich, wodurch sich der Margenausblick für IAG 2026 stabilisieren könnte.

  • FTSE 100 rutscht ab, da Spannungen im Golf weltweite Sorgen um die Ölpreise schüren.
  • Labour erleidet erhebliche Verluste bei Kommunalwahlen vor dem Hintergrund politischer Unsicherheit in Großbritannien.
  • IAG fällt nach Warnung vor höheren Treibstoffkosten durch den Nahost-Konflikt.

Der britische Leitindex FTSE 100 gab am Freitag leicht nach, da erneute Spannungen im Golf die globalen Märkte verunsicherten, während Anleger zudem frühe Ergebnisse der Kommunalwahlen bewerteten, die schwere Verluste für Premierminister Keir Starmers Labour-Partei zeigten.

Der FTSE 100 der Schwergewichte sank um 0,1 % auf 10.261,38 Punkte bis 09:47 GMT und steuerte auf den dritten wöchentlichen Rückgang in Folge zu.

Der stärker auf das Inland ausgerichtete FTSE 250 legte unterdessen um 0,2 % zu und setzte damit seine Gewinne im dritten Handelstag in Folge fort.

Spannungen im Golf belasten Marktstimmung

Die Anlegerstimmung blieb fragil, nachdem sich die USA und Iran im Nahen Osten gegenseitig beschossen hatten, was Befürchtungen über die Stabilität einer einmonatigen Waffenruhe zwischen den beiden Ländern aufkommen ließ.

Obwohl US-Präsident Donald Trump versuchte, die Feindseligkeiten herunterzuspielen, reagierten die Märkte vorsichtig, da die Ölpreise wieder über $100 pro Barrel stiegen.

Der Anstieg der Rohölpreise belastete die breit angelegte Marktstimmung und erhöhte die Sorgen über höhere Betriebskosten für Unternehmen, die von Treibstoff- und Energieimporten abhängig sind.

IAG, Eigentümer von British Airways, fiel um 2,1 %, nachdem das Unternehmen gewarnt hatte, dass das Jahresergebnis unter den Prognosen ausfallen werde.

Die Fluggesellschaftengruppe erklärte zudem, die Kerosinkosten würden 2026 aufgrund des anhaltenden Konflikts um etwa 2 Milliarden Euro höher ausfallen als 2025.

Das stärkere britische Pfund übte ebenfalls Druck auf den FTSE 100 aus, da viele im Index gelistete Unternehmen einen beträchtlichen Teil ihrer Erlöse im Ausland erzielen.

Verluste der Labour-Partei verstärken politische Unsicherheit

Anleger verfolgten außerdem die Entwicklungen in der britischen Politik, nachdem die ersten Ergebnisse der Kommunalwahlen zeigten, dass Reform UK unter Führung des Brexit-Aktivisten Nigel Farage in England mehr als 350 Ratsmandate gewann.

Die Ergebnisse unterstrichen die zunehmende Fragmentierung im traditionellen Zwei-Parteien-System Großbritanniens; Analysten wiesen auf eine breitere Verschiebung hin zu einer Mehrparteienlandschaft.

Trotz der Verluste erklärte Starmer, er werde nicht zurücktreten.

Strategen bei Bank of America schrieben in einer Mitteilung: „Risiken für eine Führungsherausforderung können nach den Kommunalwahlen im Mai steigen, auch wenn das nicht zwangsläufig ist.“

Die Bank fügte hinzu: „Sollte es zu einer Führungsherausforderung kommen und ein linksorientierter Labour-Vorsitzender hervorgehen, würden die Risiken für höhere Kreditaufnahmen zunehmen.“

Die politischen Entwicklungen fügten für Anleger, die bereits mit geopolitischen Risiken und wirtschaftlichen Sorgen navigierten, eine weitere Unsicherheitsebene hinzu.

Die Aktien des Prüf- und Inspektionsunternehmens Intertek gaben um 3 % nach, nachdem das Unternehmen ein drittes überarbeitetes Übernahmeangebot der schwedischen Private-Equity-Firma EQT AB abgelehnt hatte.

Das Angebot wurde auf 8,93 Milliarden Pfund taxiert, was etwa $12,12 Milliarden entspricht.

Britische Wohnungsmarktdaten schwächer

Auch inländische Konjunkturdaten standen im Fokus, nachdem Zahlen zeigten, dass die britischen Hauspreise im April zum zweiten Mal in Folge gesunken sind.

Der Rückgang spiegelte Befürchtungen wider, dass der Konflikt mit Iran die Käufernachfrage schwächen und das Verbrauchervertrauen weiter beeinträchtigen könnte.

Anleger warten nun auf den US-Arbeitsmarktbericht später am Tag, der den globalen Märkten zusätzliche Orientierung geben und die Erwartungen an den breiteren Wirtschaftsausblick beeinflussen könnte.