Trade Desk-Aktie: Cramer nennt großes Warnsignal über Q1-Ergebnisse hinaus
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Kaufe Google (GOOGL) und/oder Meta (META). Die Nachrichten deuten darauf hin, dass Agenturen und Kunden in „walled gardens“ gedrängt werden und sich von unabhängigen Ad-Tech-Plattformen wie TTD abwenden. Wenn Kokai AI-Kosten TTDs Verhandlungsposition belasten, verlagert sich das Werbespend wahrscheinlich zu den Plattformen, die Targeting und Inventar kontrollieren. Diese Unternehmen sollten beim Zusammenlegen der Budgets mehr Werbegelder einfangen.
Kernrisiko: Regulatorische Eingriffe oder Plattformänderungen könnten zu offenerem Wettbewerb im Ad-Tech führen, den Anteil der Walled Gardens reduzieren und deren Vorteile bei Preisbildung und Targeting schmälern.
TTD verkaufen. Der Q1-Umsatz stieg um 12 % aber das EPS verfehlte die Erwartungen; die Aktie liegt rund 45 % unter dem YTD-Hoch und findet trotz eines $350M-Rückkaufprogramms keinen Boden. Cramers „großes Warnsignal“ ist, dass TTD im Burggraben-Wettbewerb gegenüber Google/Meta und Einzelhandelsgiganten (Walmart/Amazon) an Boden verliert. Das Wachstum rutscht von 20%+ auf einstellige Raten, und die Guidance ($750M) liegt unter dem Konsens ($772M), was weitere Schätzungskürzungen nach sich ziehen dürfte.
Kernrisiko: Die Werbenachfrage erholt sich und TTD beweist, dass es Marktanteile und Effizienz zurückgewinnen kann, wodurch Analysten Wachstum und Margen wieder in Richtung der früheren Erwartungen anheben müssten.
- Trade Desk meldet ein enttäuschendes Q1 und gibt verhaltene Prognosen ab.
- Jim Cramer erklärt, warum TTD-Aktien über das Quartalsergebnis hinaus ein „Sell“ sind.
- Die Trade Desk-Aktie liegt derzeit rund 45 % unter ihrem bisherigen Jahreshoch.
Der bekannte Investor Jim Cramer sagt, es gebe „Gewinner und Verlierer“ im Bereich digitale Werbung und Marketing-Automation – und Trade Desk TTD sei offenbar Letzteres.
Seine Kommentare folgten, nachdem The Trade Desk die Ergebnisse des ersten Quartals veröffentlicht hatte, die einen Umsatzanstieg von 12 % auf $689 million zeigten.
Der Umsatzanstieg wurde jedoch weitgehend von einem schwächer als erwarteten Ergebnis überlagert, wobei der Gewinn je Aktie bei $0.08 lag.
Eingerechnet des Kursrückgangs nach Veröffentlichung der Quartalszahlen liegt die Trade Desk-Aktie rund 45 % unter ihrem bisherigen Jahreshoch.
Ein großes Warnsignal bei der Trade Desk-Aktie
Mehr als die Q1-Zahlen mahnt Cramer bei TTD-Aktien zur Vorsicht, weil CEO Jeff Green kürzlich Aktien im Wert von $148 million aufgekauft habe „mit einem Stop zwischen $23.49 und $25.08“.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert die Aktie jedoch bei $22.22 (deutlich unter Greens Einstiegspunkt) – obwohl der Vorstand am Freitag außerdem ein Aktienrückkaufprogramm über $350 million genehmigt hat.
Die Tatsache, dass all dies nicht in der Lage war, der Trade Desk-Aktie einen Boden zu geben, sei ein „großes Warnsignal“ für disziplinierte Anleger, sagte er heute in einem Beitrag von CNBC.
Bemerkenswert ist, dass TTD nun deutlich unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs) liegt – mit einem RSI im niedrigen 40er-Bereich, der erheblichen Spielraum für weitere Rückgänge signalisiert, bevor die Aktie in „überverkaufte“ Bereiche gelangt.
TTD-Aktien stehen den Branchenschwergewichten gegenüber
Laut Jim Cramer, besteht das Problem der Trade Desk-Aktien darin, dass sie es mit den Giganten der Branche zu tun haben.
Im Einzelhandel konkurriert das in Ventura ansässige Unternehmen mit Giganten wie Walmart und Amazon – und im Ad-Tech-Bereich steht es Akteuren wie Google und Meta Platforms gegenüber.
Indem er diese „mächtigen Gegner“ nennt, deutete der Mad Money-Moderator im Grunde an, dass es TTD derzeit schwerfällt, seine Wettbewerbsstärke bzw. seinen Burggraben zu halten.
Alles in allem sei Trade Desk einst ein Highflyer gewesen, dessen beste Wachstumstage wahrscheinlich hinter ihm liegen, schloss er.
William Blair stuft Trade Desk Inc herab
Ralph Schackart, Senior-Analyst bei William Blair, äußerte ein ähnliches Urteil und stufte die TTD-Aktien in einer Research-Notiz heute Morgen auf „Market Perform“ herab.
Seinen Angaben zufolge zeigen aktuelle Umfragen, dass das Unternehmen gegenüber sogenannten „walled gardens“ wie Google und Amazon an Boden verliert.
Außerdem verursacht die neue Kokai AI-Plattform höhere als erwartete Kosten, die Verhandlungen mit Werbeagenturen und Kunden erschweren.
Deshalb verlangsamt sich das Wachstum laut ihm von historischen 20%+ auf einstellige Raten.
Anlagestrategie für TTD nach den Q1-Zahlen
Trade Desk Inc zahlt derzeit trotz dieser Herausforderungen keine Dividende, um Anleger zum Halten zu motivieren.
Vor der Veröffentlichung der Q1-Zahlen hatten Wall-Street-Analysten für TTD eine Konsensbewertung von „moderate buy“ – mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund $30.
Es ist jedoch vernünftig, Abwärtsrevisionen zu erwarten, da das Management eine Umsatzprognose von $750 million vorgelegt hat, die deutlich unter dem Konsens von $772 million liegt.
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