Nvidia prägt die KI‑Erzählung – warum übertrifft AMD sie bei den Renditen?

Nvidia prägt die KI‑Erzählung – warum übertrifft AMD sie bei den Renditen?
Devesh Kumar
09. Mai 2026, 17:19 PM

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Invezz
Kaufen: AMD (NASDAQ: AMD)

AMD gewinnt die KI‑Phase der „Bereitstellung/Inferenz“: Rechenzentrumsumsatz +57% YoY auf $5.8B, und das Management bezeichnet das Rechenzentrum als den primären Wachstumstreiber. Der Markt bewertet AMD neu – weg vom „GPU‑Herausforderer“, hin zum „CPU‑Profiteur“ –, da die Nachfrage nach Server‑CPUs zusammen mit Beschleunigern steigt. Kaufen Sie AMD wegen der CPU‑getriebenen Neubewertung sowie des Aufwärtspotenzials aus dem Verkauf sowohl von CPUs als auch GPUs, wenn Kunden abgestimmte Inferenzsysteme bauen.

Kernrisiko: Das Wachstum von AMDs Rechenzentrums‑CPUs stagniert (oder die Margen sinken), weil Kunden weiterhin Nvidias GPUs kaufen und CPU‑intensive Inferenz‑Rollouts verzögern.

Verkaufen: NVDA (NASDAQ: NVDA)

NVDA führt nach wie vor das Training an, doch die Nachrichten deuten auf eine Rotation hin: Inferenz hebt die Nachfrage nach Server‑CPUs, und AMD zeigt das bereits in Ergebnissen und Prognosen. Das kurzfristige Aufwärtspotenzial von NVDA wirkt im Vergleich zu AMD begrenzter, weil der Markt weniger für eine reine Trainingsdominanz bezahlt und mehr für deployment‑bereite Compute‑Stacks.

Kernrisiko: Die Inferenznachfrage konzentriert sich weiterhin auf Nvidias GPU‑Ökosystem, wodurch NVIDAs Wachstum und Margen vorn bleiben, selbst wenn die Bedeutung von CPUs zunimmt.

  • Die AMD‑Aktie hat sich 2026 verdoppelt und liegt damit deutlich vor dem mäßigen Anstieg von Nvidia in diesem Jahr um 14 %.
  • Die KI‑Nachfrage verlagert sich vom Modelltraining hin zu realen Inferenz‑Anwendungen.
  • Diese Verschiebung erhöht die Nachfrage nach Server‑CPUs und stärkt damit AMDs Kernthese.

Anfang 2026 hätten die meisten Anleger Nvidia‑Aktien klar als wahrscheinlichsten Marktführer angesehen.

Jensen Huang beherrscht weiterhin die KI‑Bühne, Nvidia NASDAQ:NVDA bleibt der Standardname bei Rechenzentrumsinvestitionen, und das Unternehmen erweitert seine CPU‑Ambitionen mit Meta, während es eine $1 trillion große Chance für KI‑Chips bis 2027 anführt.

Der Markt hat sich jedoch leiser entschieden: AMD hat sich seit dem Schlusskurs am 2. Januar von $227.15 auf $455.19 verdoppelt, während Nvidia um etwa 14 % von $188.85 auf $215.20 gestiegen ist.

Das ist eine Lücke von ungefähr 86 Prozentpunkten.

Warum die KI‑Rotation still stattfindet

Die erste KI‑Phase drehte sich um das Training von Modellen, und Nvidia dominierte diesen Markt.

Die zweite Phase betrifft Inferenz, das Ausführen dieser Modelle in der realen Welt, und damit ändert sich auch die Hardware‑Mischung.

Die Unternehmen verlagern sich vom Training zur Bereitstellung, ein Wandel, der die Nachfrage nach Server‑CPUs ebenso steigen lässt wie nach GPUs.

AMDs eigene jüngste Ergebnisse bestätigen das: Lisa Su sagte, das Rechenzentrum sei jetzt der „primäre Treiber unseres Umsatz‑ und Ergebniswachstums“ und fügte hinzu, dass „Inferenz und agentenbasierte KI“ die Nachfrage nach Hochleistungs‑CPUs und Beschleunigern erhöhen.

AMDs Umsatz im ersten Quartal lag bei $10.3 billion, ein Anstieg von 38 % im Jahresvergleich, während der Rechenzentrumsumsatz um 57 % auf $5.8B sprang.

Das ist die zentrale Neubewertung: AMD wird nicht mehr nur als GPU‑Herausforderer bewertet, sondern als Profiteur im CPU‑Segment in einem Markt, der schneller wächst als von Investoren erwartet.

Auf der Q1‑Telefonkonferenz sagte AMD, dass der adressierbare Markt für Server‑CPUs jährlich um mehr als 35 % auf über $120 billion bis 2030 wachsen könne, verglichen mit einer früheren Einschätzung von 18 %.

Die Aktien des Unternehmens haben in diesem Jahr die von Nvidia übertroffen, aufgrund steigender CPU‑Nachfrage und neuer Verträge.

AMDs CPU‑GPU‑Kombination ist die Überraschung

Der Markt beginnt außerdem, einen strategischen Vorteil zu berücksichtigen, der simpel erscheint, aber viel bedeutet: AMD verkauft sowohl CPUs als auch GPUs.

Ben Bajarin, CEO und leitender Analyst bei Creative Strategies, sagte zu Reuters: „Wir schätzen den integrierten Ansatz, den AMD mit CPUs und GPUs bietet.“

Das ist wichtig, weil KI‑Systeme nicht mehr Ein‑Chip‑Maschinen sind.

Wenn ein Kunde ein abgestimmtes Inferenzsystem oder ein ausgewogeneres Trainings‑Setup wünscht, hat ein Anbieter, der beide Seiten der Arbeitslast entwerfen kann, mehr Spielraum zur Optimierung.

Matt Bryson von Wedbush brachte denselben Wandel in einem Satz auf den Punkt, der die Stimmung an der Street zusammenfasst: „Die CPU ist tot, lang lebe die CPU.“

Einfach gesagt: Der Chipmarkt entdeckt den Teil des Rechenzentrums wieder, den er früher als langweilig abgetan hat.

Das ist vorteilhaft für AMD, weil es dem Unternehmen einen zweiten Motor gibt, falls die AI‑GPU‑Nachfrage nachlässt oder in Wellen kommt.

Sollten Anleger von Nvidia zu AMD wechseln?

Nvidia besitzt weiterhin das Trainings‑Ökosystem und die qualitativ hochwertigste KI‑Franchise.

Das Unternehmen steigt zudem selbst in CPUs ein, da Huang CPUs zunehmend hervorhebt, während KI in die Bereitstellung übergeht, und Nvidia‑CPUs für agentenorientierte Workloads und Backend‑Aufgaben wie Datenbankarbeit positioniert werden.

Aber AMD hat derzeit die klarere kurzfristige Story, weil sich die CPU‑Rotation bereits in Umsatz, Margen und Aktienkurs niederschlägt.

Nvidias CPU‑Pläne gewinnen Aufmerksamkeit, doch AMD profitiert heute bereits vom CPU‑Boom.