US-Senat bestätigt Kevin Warsh als Fed-Gouverneur
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Kaufen: Shorte die 2Y‑Rendite gegenüber der 10Y (10Y empfangen, 2Y zahlen) mittels eines 2s10s‑Steepeners. Warshs „Regimewechsel“ und ein aggressiverer Bilanzabbau deuten kurzfristig auf geringere Taubigkeit hin, während die begrenzte Stimmkraft der Fed und die durch Öl getriebene Inflationsunsicherheit die längerfristigen Wachstums‑/Inflationserwartungen verankern. Erwarte eine Neubewertung am kurzen Ende in Richtung eines „higher‑for‑longer“-Szenarios, während das lange Ende weniger bewegt wird.
Kernrisiko: Der Öl‑Schock ebbt ab und die Inflationserwartungen fallen schnell, wodurch das kurze Ende abgesenkt und die Kurve gegen die Position abgeflacht wird.
Verkaufen: Agency‑MBS (z. B. iShares MBS ETF MBB). Warshs Vorstoß, die Bilanz aggressiver zu verkleinern, impliziert eine geringere Fed‑Nachfrage nach MBS, weitet Hypotheken‑Spreads und übt Druck auf die Preise aus. Dies ist eine direkte Transmission der Bilanzpolitik auf Angebot/Nachfrage und Spread‑Niveaus bei MBS.
Kernrisiko: Die Fed gestaltet den Bilanzabbau langsamer als von Warsh signalisiert, und die MBS‑Spreads verengen sich statt sich zu weiten.
- Der Senat bestätigte Kevin Warsh für eine 14‑jährige Amtszeit bei der Federal Reserve.
- Warsh wird voraussichtlich Jerome Powell als Fed‑Vorsitzenden ablösen.
- Seine Ernennung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed und Inflationsrisiken.
Der US-Senat hat am Dienstag Kevin Warsh für eine 14-jährige Amtszeit als Gouverneur der Federal Reserve bestätigt.
Diese Abstimmung räumt ein wesentliches Hindernis für seine erwartete Ernennung zum nächsten Vorsitzenden der Zentralbank aus dem Weg.
Die Nominierung wurde mit 51 zu 45 Stimmen angenommen, wobei der demokratische Senator John Fetterman sich den Republikanern anschloss und die Bestätigung unterstützte.
Der Senat setzte auch Warshs separate Nominierung für eine vierjährige Amtszeit als Fed‑Vorsitzender in Gang und begann das verfahrenstechnische Prozedere, das bereits am Mittwoch zur endgültigen Zustimmung führen könnte.
Die Amtszeit des derzeitigen Fed‑Vorsitzenden Jerome Powell als Vorsitzender läuft voraussichtlich am Freitag aus.
Führungswechsel bei der Fed inmitten politischen Drucks
Warshs Aufstieg erfolgt in einem politisch sensiblen Moment für die Zentralbank, da die Spannungen zwischen der Fed und der Regierung von Donald Trump in Bezug auf die Zinspolitik zunehmen.
Trump hat wiederholt auf aggressive Zinssenkungen gedrängt und Powell scharf kritisiert wegen der Zurückhaltung der Fed, die Geldpolitik trotz anhaltender Inflationsdrucke zu lockern.
Die umfassendere Druckkampagne der Regierung hat unter Ökonomen und Entscheidungsträgern Besorgnis über die Unabhängigkeit der Zentralbank geweckt.
Diese Bedenken verstärkten sich, nachdem Versuche, Fed‑Gouverneurin Lisa Cook abzusetzen, in Rechtsstreitigkeiten mündeten, die nun vor dem Obersten Gerichtshof der USA verhandelt werden.
Das Justizministerium hatte Powell zuvor ebenfalls untersucht wegen der Verwaltung des Renovierungsprojekts des Fed‑Gebäudes, die Untersuchung wurde jedoch später eingestellt.
Powell hat angedeutet, er beabsichtige, nach seinem Rücktritt als Vorsitzender im Board der Fed zu verbleiben — ein ungewöhnlicher Schritt, der weithin als Versuch interpretiert wird, die institutionelle Unabhängigkeit angesichts dessen zu verteidigen, was er als zunehmenden rechtlichen und politischen Druck auf die Zentralbank beschrieben hat.
Warsh signalisiert weitreichende geldpolitische Änderungen
Warsh, ehemaliger Fed‑Gouverneur, Jurist und Finanzier, hat angekündigt, im Falle einer Bestätigung als Vorsitzender erhebliche Veränderungen in der Zentralbank verfolgen zu wollen.
Er hat ein von ihm als „Regimewechsel“ bezeichnetes Programm bei der Fed gefordert, einschließlich einer engeren Abstimmung mit dem Finanzministerium und der Regierung von Trump in Fragen der gesamtwirtschaftlichen Politik.
Warsh hat auch dafür plädiert, die Bilanz der Fed stärker zu verkleinern, und argumentiert, dass dies schließlich niedrigere Leitzinsen ermöglichen könnte.
Seine Ansichten stehen im Kontrast zur vorsichtigeren Haltung von Powell und einem Großteil des derzeitigen Federal Open Market Committee.
Die Fed hält derzeit ihr Leitzinsziel in einer Spanne von 3,50 % bis 3,75 %.
Inflation und Öl‑Schock erschweren die Aussichten
Warshs Amtsantritt fällt in eine Phase, in der die Fed mit einem komplexen Inflationsumfeld konfrontiert ist, das teilweise auf stark gestiegene Energiepreise infolge des Iran‑Konflikts zurückgeht.
Höhere Ölpreise haben die Inflationssorgen neu entfacht und die Markterwartungen für Zinssenkungen später in diesem Jahr abgeschwächt.
Die Finanzmärkte rechnen nun mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa einem Drittel für eine Zinserhöhung bis Dezember statt mit Zinssenkungen.
Das für den 16.–17. Juni angesetzte geldpolitische Treffen der Zentralbank dürfte das erste unter Warshs Leitung sein, sollte seine Führungsnominierung diese Woche genehmigt werden.
Obwohl der Fed‑Vorsitzende weithin als die einflussreichste Stimme in der US‑Geldpolitik betrachtet wird, verfügt die Position innerhalb des Federal Open Market Committee, das die Zinsen festlegt, über nur eine Stimme unter den zwölf stimmberechtigten Mitgliedern.
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