Rolls‑Royce‑Aktie steckt in einer Korrektur: fällt sie weiter oder erholt sie sich?
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Kaufen Sie Rolls‑Royce Holdings (RR.L). Das Unternehmen bestätigte trotz der Störungen die Prognosen für das Jahresergebnis und den Free Cashflow, und die Aktie notiert auf Basis erwarteter Multiples unter wichtigen Wettbewerbern (Forward P/E ~18 vs GE ~34,8). Technisch liegt sie über dem 50‑Wochen‑EMA und bildet einen kleinen Doppelboden bei rund 1.100p aus, was eine Erholung in Richtung 1.420p ermöglichen würde, sofern 1.100p hält.
Kernrisiko: Ein anhaltender Einbruch der Nachfrage in der Zivilluftfahrt durch den US‑Iran‑Krieg, der RR zu Prognosekürzungen zwingt und die Aktie unter 1.100p (dann 1.000p) drückt.
Verkaufen Sie GE Aerospace (GE). Der Artikel weist auf denselben, durch den Iran‑Krieg verursachten Einbruch in der Luftfahrtbranche hin, und GE liegt bereits rund 15 % seit seinem Jahreshoch im Minus – ein Hinweis darauf, dass der Markt das Risiko noch umpreist. Da RR auf Basis der erwarteten Bewertungskennzahlen günstiger erscheint, spricht das relative Value‑Verhältnis eher für RR gegenüber GE; GEs höheres Forward‑KGV (~34,8) lässt weniger Spielraum für eine saubere Erholung, falls der Krieg andauert.
Kernrisiko: GE erweist sich als widerstandsfähiger als RR (besserer Auftragsbestand/Cash‑Generierung) und der Markt bewertet den gesamten Sektor nach oben um, sodass GE schneller steigt als RR.
- Die Rolls‑Royce‑Aktie steckt in einer Korrektur, nachdem sie seit dem Jahreshoch (YTD) um 15 % gefallen ist.
- Das Geschäft des Unternehmens steht angesichts des anhaltenden US‑Iran‑Kriegs vor erheblichen Risiken.
- Das Wochendiagramm deutet darauf hin, dass die Aktie weiterhin in einem Aufwärtstrend liegt.
Der Aktienkurs von Rolls‑Royce bleibt in diesem Jahr angespannt, da Anleger weiterhin den anhaltenden US‑Iran‑Krieg beobachten, der die Zivilluftfahrtbranche stark negativ belastet. RR fiel heute auf 1.200p, deutlich unter dem Allzeithoch von 1.420p, das er im Februar dieses Jahres erreicht hatte. Ist es also sicher, den Rücksetzer zu kaufen, oder sollte man besser Abstand halten?
Rolls‑Royce‑Aktie steckt in einer Korrektur angesichts erhöhter Risiken
Der Kurs der RR‑Aktie ist in diesem Jahr deutlich zurückgegangen, ein Trend, der mit dem ähnlicher Unternehmen übereinstimmt. So ist die Aktie von GE Aerospace seit ihrem Jahreshoch von 348 USD um etwa 15 % gefallen, während Safran von seinem Höchststand in diesem Jahr um mehr als 20 % eingebrochen ist.
Die Aktien sind alle gefallen wegen des anhaltenden US‑Iran‑Kriegs, der die Zivilluftfahrtbranche negativ trifft; einige Fluggesellschaften haben bereits Flüge gestrichen. Es gibt zudem Warnungen, dass einige Airlines, insbesondere in Europa, bei anhaltendem Krieg einen Kerosinmangel erleben könnten.
Dennoch hat Rolls‑Royce Holdings versucht, den Markt zu beruhigen und erklärt, dass das Geschäft trotz der Herausforderungen weiterhin rund läuft. In einer Erklärung bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick und sagte, es arbeite daran, die finanziellen Auswirkungen der Störung vollständig abzufedern.
Folglich bestätigte das Management die Prognose und erklärte, dass es in diesem Jahr weiterhin ein operatives Ergebnis zwischen £4 Mrd. und £4,2 Mrd. sowie einen Free Cashflow von £3,6 Mrd. bis £3,8 Mrd. erreichen werde.
Analysten in der City sind optimistisch, dass sich das Geschäft von Rolls‑Royce langfristig weiterhin gut entwickeln wird. Zudem überstand das Unternehmen die Covid‑19‑Pandemie, als die globale Reisebranche zum Erliegen kam.
Der durchschnittliche Konsens geht davon aus, dass der Umsatz in diesem Jahr £22,7 Mrd. erreichen wird, wobei der zugrundeliegende Gewinn vor Steuern (PBT) auf £4,09 Mrd. steigt. Der Umsatz dürfte bis 2028 auf £27,54 Mrd. zulegen, gestützt durch eine robuste Zivilluftfahrtbranche und weitere Initiativen. Der Free Cashflow (FCF) wird in jenem Jahr voraussichtlich auf über £5,15 Mrd. ansteigen.
Bewertungsschätzungen für die RR‑Aktie
Die Rolls‑Royce‑Aktie ist im Vergleich zu GE Aerospace relativ unterbewertet. Sie weist ein erwartetes Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (Forward P/E) von 18 auf, deutlich niedriger als GEs 34,8.
Bei Verwendung der Forward‑Schätzungen ergibt sich ein erwartetes KGV von 34,7, niedriger als GEs 37. Das EV/EBITDA von 20,9 liegt ebenfalls unter GEs 27,5.
Eine DCF‑Berechnung zeigt jedoch, dass das Unternehmen relativ überbewertet ist. Sie ergibt einen fairen Kurs von etwa 928p, deutlich unter dem aktuellen Kurs von 1.200p. Auch die allgemeinen Bewertungskennzahlen zeigen, dass die Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt überbewertet ist.
Analyse des Rolls‑Royce‑Aktienkurses
RR‑Aktienchart | Quelle: TradingView
Das Wochendiagramm zeigt, dass der RR‑Kurs in den vergangenen Jahren stark zugelegt und Anfang dieses Jahres sein Allzeithoch von 1.420p erreicht hat. Anschließend setzte eine Korrektur ein, nachdem der Iran‑Krieg begonnen hatte.
Positiv ist, dass er weiterhin über dem 50‑Wochen‑EMA liegt, der starken dynamischen Halt bietet. Außerdem hat sich bei rund 1.100p ein kleiner Doppelboden ausgebildet.
Daher dürfte die Aktie in den kommenden Wochen wahrscheinlich wieder anziehen und möglicherweise ihr Allzeithoch von 1.420p testen. Ein Fall unter die Unterstützung bei 1.100p würde jedoch das bullische Szenario entkräften und auf einen Rückgang unter 1.000p hindeuten.
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