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Britische Aktien steigen, schwache Arbeitsmarktdaten dämpfen Zinsängste

Britische Aktien steigen, schwache Arbeitsmarktdaten dämpfen Zinsängste
Rivanshi Rakhrai
19. Mai 2026, 14:20 PM

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IG Group (IGG.L)

Kaufen: IG Group. Die Aktie sprang um rund 10 % nach Anhebung der Jahres‑ und mittelfristigen Umsatzprognosen, und das makroökonomische Umfeld verbessert sich: Schwächere Arbeitsmarktdaten reduzieren die Wahrscheinlichkeit einer sofortigen Straffung durch die BoE, was typischerweise Handelsaktivität und Risikobereitschaft bei Retail‑/CFD‑Brokern stützt. Dies ist ein klarer Katalysator plus ein unterstützendes Zinsumfeld.

Kernrisiko: Die BoE nimmt dennoch eine restriktivere Haltung ein (oder britische Daten beschleunigen wieder), wodurch Handelsvolumina und Stimmung einbrechen und die Prognoseaufwertung sich als zu optimistisch erweist.

Britische Banken (FTSE 100 banks)

Kaufen: ein Korb mit britischer Bankenexposure (z. B. iShares FTSE 100 UCITS ETF (ISF.L) oder ein bankenlastiger UK‑ETF). Das Abkühlen des Arbeitsmarkts senkt den Druck für Zinserhöhungen, was Bewertungsmultiplikatoren anheben und das kurzfristige Kredit‑/Risikosentiment verbessern kann; Banken führten die Bewegung ebenfalls an (Investmentbanking + Einzelhandel stark im Plus).

Kernrisiko: Kreditverluste schießen in die Höhe oder der Markt preist höhere Zinsen für längere Zeit ein, was die Bankgewinne und den Kapitalausblick belastet.

  • Britische Beschäftigtenzahlen fallen stark, während die Arbeitslosenquote leicht ansteigt.
  • Schwächere Arbeitsmarktdaten verringern die Befürchtungen einer sofortigen Straffung durch die Bank of England.
  • IG Group steigt nach Anhebung der Jahres‑ und mittelfristigen Umsatzprognosen.

Britische Aktien legten am Dienstag zu, nachdem schwächere Arbeitsmarktdaten die Befürchtungen einer sofortigen Zinserhöhung durch die Bank of England dämpften.

Der Blue‑Chip‑Index FTSE 100 stieg um 0,61 % (Stand 11:13 GMT), während der Mid‑Cap‑Index FTSE 250 um 0,81 % zulegte.

Neue Arbeitsmarktdaten des britischen Finanzamts zeigten, dass die Beschäftigtenzahl im April im Vergleich zum März um 100.000 sank.

Die Arbeitslosenquote stieg derweil im ersten Quartal auf 5,0 % gegenüber 4,9 % in den drei Monaten bis Februar.

Arbeitsmarktdaten dämpfen Sorgen über Zinserhöhungen

Die schwächeren Arbeitsmarktzahlen veranlassten Investoren, die Möglichkeit weiterer geldpolitischer Straffungen durch die Bank of England neu zu bewerten.

Sanjay Raja, Chefvolkswirt für das Vereinigte Königreich bei der Deutschen Bank, sagte, die jüngsten Daten könnten die nächste Entscheidung der Zentralbank beeinflussen.

„Der heutige Arbeitsmarktbericht ist nicht nur unangenehm zu lesen, er wird den MPC (Monetary Policy Committee der Bank of England) vermutlich ausbremsen“, sagte Raja.

Die Markterwartungen für eine Zinserhöhung im Juni blieben ebenfalls verhalten.

Laut von LSEG zusammengestellten Daten sehen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 29,1 % für eine Zinserhöhung bei der Junisitzung der Bank of England.

James Smith, ING‑Volkswirt für entwickelte Märkte im Vereinigten Königreich, sagte, der Ausblick für eine Erhöhung im Juni bleibe trotz seiner aktuellen Prognose unsicher.

„Wir prognostizieren weiterhin eine Zinserhöhung im Juni, aber das ist alles andere als garantiert“, sagte Smith in einem Reuters‑Bericht.

Aktien gewinnen etwas Luft angesichts politischer Unsicherheit

Der Anstieg der Aktien brachte Anlegern nach einer Phase erhöhter politischer Unsicherheit im Vereinigten Königreich etwas Erleichterung.

Am Montag bekräftigte Premierminister Keir Starmer, dass er im Amt bleiben werde.

Mehrere Abgeordnete seiner Labour‑Partei sollen ihn jedoch zum Rücktritt aufgefordert haben.

Die politische Unsicherheit hatte in den vergangenen Sitzungen die Anlegerstimmung belastet, doch die Rallye am Dienstag deutete darauf hin, dass Händler sich wieder stärker auf Wirtschaftsindikatoren und geldpolitische Erwartungen konzentrieren.

Banken‑ und Einzelhandelswerte führen die Gewinne an

Sektorübergreifend verzeichneten Investmentbank‑Aktien während der Sitzung starke Zuwächse.

Der Index für Investmentbanking legte um 2,58 % zu, während Einzelhandelswerte um 2,49 % stiegen.

Unter den Einzelwerten war IG Group der stärkste Wert im FTSE 100.

Die Aktien des Unternehmens sprangen um 10,22 %, nachdem es seine Jahres‑ und mittelfristigen Umsatzprognosen zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben hatte.

Die optimistische Prognose hob die Stimmung im Finanzsektor und stützte den breiteren britischen Markt zusätzlich.

Anleger konzentrieren sich nun auf bevorstehende Wirtschaftsdaten und Signale der Bank of England, während die Märkte weiterhin den Ausblick für Zinsen und Wirtschaftswachstum im Vereinigten Königreich bewerten.