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Kospi-Index fällt: Samsung, SK Hynix stürzen – Barclays bleibt bullisch

Kospi-Index fällt: Samsung, SK Hynix stürzen – Barclays bleibt bullisch
Crispus Nyaga
20. Juli 2026, 06:37 AM

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Samsung Electronics (005930.KS)

Kaufen: Samsung. Der Artikel stellt fest, dass die Nachfrage nach Rechenleistung weiterhin das Angebot übersteigt und die meisten Produkte für das Jahr ausverkauft sind, sodass der Ausverkauf eher wie eine Reduzierung von Positionen wirkt und nicht wie ein Bruch der Fundamentaldaten. Samsung ist zudem ein großer Kospi‑Wert, sodass jede Stabilisierung im Halbleitersektor zu einer raschen Neubewertung führen sollte. Ein entscheidender Katalysator sind die bevorstehenden Zahlen der großen Tech‑Konzerne, die bestätigen, ob die Investitionsausgaben (CapEx) robust bleiben.

Kernrisiko: Die Quartalsberichte der Big Tech zeigen CapEx‑Kürzungen oder einen Nachfragerückgang, wodurch die Darstellung „für das Jahr ausverkauft“ widerlegt würde.

SK Hynix (000660.KS)

Kaufen: SK Hynix. Die Aktie liegt zusammen mit Memory‑Peers rund 40 % unter ihrem Jahreshöchst, doch die Einschätzung der Banken lautet, dass Kapazitätsengpässe nicht schnell nachlassen werden – das stützt Preise und Auslastung. Wenn die Nachfrage nach Rechenleistung das Angebot weiterhin übertrifft, sollte Hynix überdurchschnittlich performen, wenn Investoren wieder in die überzeugendsten Gewinner im Memory‑Segment rotieren.

Kernrisiko: Die Memory‑Preise drehen sich schnell um (z. B. durch Bestandsaufbau oder Stornierungen), was zeigen würde, dass die Nachfrage das Angebot nicht tatsächlich übertrifft.

  • Der Kospi-Index fiel am Montag um mehr als 4 %.
  • Die Aktien von Samsung und SK Hynix setzten ihren freien Fall fort.
  • Barclays und UBS sind der Ansicht, dass sich Halbleiteraktien erholen werden.

Der Kospi-Index gab heute, am 20. Juli, um mehr als 4 % nach, da Sorgen um den Technologiesektor mit dem andauernden US‑Iran‑Konflikt zusammenfielen. Er fiel auf 6.525 Punkte, deutlich unter dem bisherigen Jahreshoch von 9.387. Trotz dieser Schwäche sehen Analysten von Barclays und UBS bei führenden Halbleiterwerten noch Aufwärtspotenzial.

Barclays und UBS sind bei Halbleiteraktien bullisch

Der Hauptgrund für den Rückgang des Kospi-Index ist, dass seine beiden größten Komponenten negativ performen. Die Aktie von Samsung Electronics ist seit ihrem diesjährigen Höchststand um 34 % gefallen und notiert auf dem niedrigsten Stand seit dem 6. Mai dieses Jahres.

SK Hynix, das zweitgrößte südkoreanische Unternehmen, ist um 40 % gegenüber dem Jahreshöchst gefallen. Dieser Absturz fällt zeitlich mit Einbrüchen anderer Memory‑ und Halbleiterfirmen zusammen. In Japan befindet sich Kioxia in einem starken freien Fall, der Milliarden an Marktwert ausgelöscht hat.

Auch führende ETFs sind in diesem Zeitraum eingebrochen. Der Roundhill Memory ETF (DRAM) fiel von einem Rekordhoch von $81 auf $52, während andere populäre Fonds wie SMH und SOXX ihren Abwärtstrend fortsetzten. 

Trotz alledem sind Analysten bei Großbanken wie UBS und Barclays der Ansicht, dass Halbleiterfirmen noch Spielraum nach oben haben. Sie verweisen auf die starke Nachfrage in der Branche und darauf, dass die meisten Produkte für das Jahr bereits ausverkauft seien. In einer Mitteilung schrieb ein Analyst von Barclays:

“Die Nachfrage nach Rechenleistung übersteigt weiterhin das verfügbare Angebot, während Kapazitätsengpässe in der Lieferkette sich voraussichtlich nicht schnell entspannen werden.”

In einer separaten Mitteilung sagte ein Analyst von UBS:

“Der Verkauf ist eher passiv und nicht aggressiv; es wirkt mehr wie das Zurückfahren von Positionen als wie ein massiver Ausstieg von Investoren aus dem Sektor.”

Die Halbleiterunternehmen bereiten sich nun auf die kommenden Ergebnisberichte der großen Tech‑Konzerne vor, die mehr Aufschluss über Investitionsausgaben (CapEx) geben werden. Ein Signal, dass Big Tech weiterhin investitionsbereit ist, wäre bullish für Samsung und SK Hynix, die mehr als die Hälfte des Kospi‑Index ausmachen.

US‑Iran‑Konflikt erhöht die Volatilität

Der Kospi-Index reagiert außerdem auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, die sich am Wochenende verschärft haben. Infolgedessen stiegen die Rohölpreise am Montag deutlich an, wobei Brent erstmals seit mehr als einem Monat über $90 notierte.

Die USA setzten ihre Angriffe auf Iran in der Nacht fort, während Trump versucht, Iran zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Iran seinerseits hat in der Region umfangreiche Angriffe gestartet, bei denen US‑Truppen getötet und verletzt wurden.

Trump hat damit gedroht, diese Woche iranische Kraftwerke und Brücken anzugreifen. Iran hat seinerseits ebenfalls mit Treffern ähnlicher Infrastruktur in der Region gedroht.

Südkorea ist von diesen Entwicklungen betroffen, weil sie Einfluss auf den Energiemarkt haben. Steigende Ölpreise werden die Inflation im Land anheizen und die Zentralbank dazu drängen, die Zinsen erneut anzuheben.

Technische Analyse des Kospi‑Index

Kospi-Index

Kospi-Index-Chart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der Kospi-Index den starken Abwärtstrend am Montag fortgesetzt hat. Er ist nun unter das 38,2‑%‑Fibonacci‑Retracement‑Level gefallen.

Der Kospi liegt außerdem unter dem 50‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA), während der Average Directional Index (ADX) auf 24 gestiegen ist. Das deutet darauf hin, dass der Abwärtstrend an Dynamik gewinnt.

Daher wird der Index wahrscheinlich kurzfristig weiter fallen, möglicherweise bis zur psychologischen Marke von 50.000. Dieses Ziel fällt auch mit dem 61,8‑%‑Retracement‑Level zusammen.