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SoftBank steigt 13% auf Rekordhoch: Warum Analysten weiteres Potenzial sehen

SoftBank steigt 13% auf Rekordhoch: Warum Analysten weiteres Potenzial sehen
Devesh Kumar
26. Mai 2026, 08:12 AM

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SoftBank (9984.T)

Kaufempfehlung für SoftBank Group (9984.T). Die Aktie wird als Proxy für KI‑Hardware und KI‑Software neu bewertet: Arm (zu ~90 % im Besitz) verbindet das Unternehmen mit dem Boom bei KI‑Chip‑Architekturen, und die OpenAI‑Beteiligung ist mittlerweile groß genug, um die Gesamtbewertung des Konzerns zu verändern. Die Anhebung des SMBC‑Kursziels auf 8,500 Yen signalisiert institutionelle Überzeugung, und Nvidias jüngste Ergebnisse stützen die Erzählung, dass die „KI‑Nachfrage ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat“ – ein Treibstoff für weitere Ausweitungen der Bewertungsmultiples.

Kernrisiko: Der Wert von OpenAI fällt (oder SoftBank kann die Beteiligung nicht finanzieren/halten), was einen Liquiditäts‑/Verschuldungsschaden erzwingt und die KI‑Neubewertung zunichtemacht.

Arm‑Exponierung über SoftBank (9984.T)

Kaufempfehlung für SoftBank als gezieltes „Arm‑Beta“ auf KI‑Rechenleistung. Arms Designs stecken sowohl in Telefonen als auch in Servern; daher fließt KI‑Nachfrage über Arm, selbst wenn die Endnachfrage schwankt. Da SoftBanks Arm‑Beteiligung die Story dominiert, sollte jede weitere Verbesserung der Arm‑Stimmung SoftBank überproportional gegenüber einem typischen Konglomerate‑Discount nach oben ziehen.

Kernrisiko: Arms KI‑bezogene Lizenzzahlungen oder der Ausblick darauf enttäuschen oder die Nachfrage nach Arm schwächt sich ab, wodurch der zentrale Grund für ein SoftBank‑Premium entfällt.

  • SoftBank steigt um 13 % auf ein Rekordhoch, da der KI‑Optimismus Fahrt aufnimmt.
  • Arm‑Beteiligung befeuert Rallye, nachdem ein Broker das Kursziel auf ¥8,500 angehoben hat.
  • OpenAI‑Investition stärkt SoftBanks Attraktivität als KI‑Proxy.

Die Aktien von SoftBank Group stiegen am Dienstag um nahezu 13 % und erreichten ein intraday‑Rekordhoch von 8,000 Yen und waren damit der stärkste Wert im Nikkei 225.

Die Bewegung verlängerte die Siegesserie der Aktie auf die vierte Sitzung in Folge und verwandelte Masayoshi Sons Technologie‑Investmentgruppe in einen der klarsten Gewinner der jüngsten KI‑Begeisterungswelle.

Die Rallye wurde nicht von einem einzelnen, einfachen Katalysator angetrieben.

Stattdessen bewerten Investoren SoftBank neu in Bezug auf zwei Vermögenswerte, die inzwischen im Zentrum des globalen KI‑Handels stehen: Arm Holdings und OpenAI.

Wie ein Chiphersteller SoftBanks Aufschwung antreibt

Der erste Grund für die Rallye ist Arm.

SoftBank besitzt etwa neun Zehntel des britischen Chipherstellers, dessen Technologie zur Gestaltung der Architektur verwendet wird, die Smartphones, Server und eine wachsende Bandbreite an mit KI verbundenen Rechensystemen antreibt.

Damit ist Arm eine der wichtigsten Verbindungen SoftBanks zum Boom bei KI‑Hardware.

SMBC Nikko hat sein Kursziel für SoftBank von 5,200 Yen auf 8,500 Yen angehoben und verwies auf die verbesserte Arm‑Exponierung der Gruppe.

Ausgehend vom Intraday‑Hoch bei 8,000 Yen impliziert dieses Ziel rund 6,25 % weiteres Aufwärtspotenzial.

Auch das Timing spielt eine Rolle, denn Nvidias jüngste Quartalszahlen, die letzte Woche veröffentlicht wurden, stärkten die Überzeugung des Marktes, dass die Nachfrage nach KI‑Chips ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat.

Die OpenAI‑Unbekannte

SoftBanks Position beim ChatGPT‑Hersteller ist nun fast 80 Milliarden USD (ca. 69,8 Milliarden €) wert, und das Unternehmen hat bereits etwa 45 Milliarden USD (ca. 39,3 Milliarden €) an Gewinnen aus der Investition erzielt.

Das sind Zahlen, die die Wahrnehmung eines Unternehmens durch Investoren verändern.

SoftBank wird nicht mehr nur als breit aufgestellter Technologiekonzern mit einer gemischten Bilanz bei Startup‑Wetten bewertet.

Es wird zunehmend als ein hochkonzentriertes KI‑Investment betrachtet, wobei Son erneut auf jenen mutigen, fokussierten Investmentstil setzt, der seine Karriere geprägt hat.

Zur Vorsicht besteht Anlass, da SoftBanks Einsatz bei OpenAI Fragen nach Finanzierungsdruck aufgeworfen hat, während S&P Global Ratings im März seinen Ausblick für das Unternehmen auf negativ setzte und dabei die Konkurrenzsituation von OpenAI sowie die Auswirkungen der großen SoftBank‑Beteiligung auf die Portfolioliquidität anführte.

Dennoch deutet die Marktreaktion darauf hin, dass diese Bedenken die KI‑These nicht zerschlagen haben.

SoftBank hat erklärt, dass seine kumulative OpenAI‑Investition bis zu 64,6 Milliarden USD (ca. 56,4 Milliarden €) für eine 13%‑Beteiligung erreichen könnte, und die Investoren scheinen bereit, das Schuldenrisiko zu tolerieren, solange der Wert der OpenAI‑Beteiligung weiter steigt.

SoftBank‑Aktie: Hält diese Rallye an?

Die zentrale Frage ist nun, ob die Rallye von SoftBank ein kurzfristiger Momentum‑Trade oder eine tiefere Neubewertung ist.

Ein Momentum‑Trade liegt vor, wenn Investoren hauptsächlich deshalb kaufen, weil die Aktie bereits steigt, während eine Neubewertung dauerhafter ist und bedeutet, dass der Markt seine Bewertungsgrundlage für das Geschäft geändert hat.

Das deutet darauf hin, dass Analysten nicht lediglich auf einen starken Handelstag reagieren, sondern der KI‑Exponierung SoftBanks über Arm und OpenAI mehr Wert beimessen.

Die Risiken sind ebenfalls klar: Da die Aktie auf Rekordniveau notiert, bleibt weniger Spielraum für Enttäuschungen.