Setzt Barclays auf einen größeren Ausbruch bei Micron und SanDisk?
KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
Diese Bewertung wird durch eine KI-gestützte Analyse des Artikelinhalts erzeugt.
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Kaufen MU. Barclays' sukzessive Zielanhebungen auf $1.175 sowie mehrjährige Strategic Customer Agreements deuten auf nachhaltige Preissetzungsmacht in einem zyklischen Geschäft hin. Die von KI getriebene „Memflation“ (DRAM +125 % in 2026; NAND +234 %) und Wafer‑Engpässe (HBM bindet Kapazität) stützen anhaltende Margen und sprechen gegen einen rein kurzfristigen Spike. MU zeigt zudem die klarste Gewinntrendwende mit aggressiver Prognose.
Kernrisiko: Die KI‑Nachfrage schwächt sich ab oder Kundenverpflichtungen werden nach unten neu verhandelt, wodurch die mehrjährige Sichtbarkeit wegfällt und es zu einem schnellen Preis‑/Marge‑Umkehr kommen kann.
Kaufen WD (Western Digital). Barclays hat auf Overweight hochgestuft und das Kursziel auf $2.300 angehoben, mit Verweis auf bessere Umsatztransparenz durch ein aggressiveres Vertragsmodell. Da NAND‑Preise voraussichtlich bis 2026 weiter steigen und Entspannung erst Ende 2027 erwartet wird, sollte WD sowohl von höheren Stückerlösen als auch von geringeren Nachfrage‑/Preisschwankungen gegenüber Wettbewerbern profitieren.
Kernrisiko: Das NAND‑Angebot wird schneller hochgefahren als erwartet (oder die Preisentspannung kommt früher), wodurch die angenommenen Preisstabilitätsniveaus vor Ende 2027 zerstört werden.
- Barclays erhöht das Micron‑Ziel auf $1.175 wegen stärkerer KI‑Nachfragetrends.
- SanDisk erhält ein Kursziel von $2.300, da Nachfrage nach Speicher und Storage zunimmt.
- Gartner sieht stark steigende DRAM‑ und NAND‑Preise im Zuge KI‑getriebener „Memflation“.
Barclays hat erneut eine große Einschätzung zum Memory‑Chip‑Trade getroffen und seine Kursziele für sowohl Micron Technology als auch SanDisk erhöht, da künstliche Intelligenz die Nachfrage nach DRAM‑ und NAND‑Chips weiter verändert.
Der Schritt folgt kurz nachdem Micron am Dienstag die Marke von $1 Billion Marktwert überschritten hat — ein Meilenstein, der zeigt, wie schnell sich der Memory‑Zyklus zu einem der größten KI‑Wetten an der Wall Street entwickelt hat.
Die jüngste Barclays‑Einschätzung ist bei Micron besonders auffällig. Analyst Tom O’Malley hat das Kursziel von $275 im Dezember auf $450 im Januar, $675 im März und nun auf $1.175 erhöht.
Das ist keine routinemäßige Modellanpassung. Es ist eine Wette darauf, dass der Memory‑Boom nachhaltiger wird, als Investoren zuvor angenommen hatten.
Zahlen, die immer größer werden
Barclays hob Microns Ziel im Dezember auf $275, dann im Januar auf $450 und nach den Ergebnissen des zweiten Quartals des Geschäftsjahres auf $675 an.
Am Mittwoch erhöhte die Bank das Ziel erneut auf $1.175 und beließ die Einstufung auf Overweight.
Das Unternehmen verwies auf Microns fünfjähriges Strategic Customer Agreement und argumentierte, dass die Verlagerung von traditionellen kürzeren Verträgen hin zu mehrjährigen Volumenverpflichtungen die Transparenz in einem historisch zyklischen Geschäft verbessert.
Microns Ergebnisse lieferten Barclays reichlich Ansatzpunkte.
Das Unternehmen meldete Einnahmen im zweiten Fiskalquartal von 23,9 Milliarden USD (ca. 20,8 Milliarden €) und Non‑GAAP‑Gewinn je Aktie von $12,20, verglichen mit Einnahmen von 8,1 Milliarden USD (ca. 7 Milliarden €) und einem EPS von $1,56 ein Jahr zuvor.
Micron gab zudem eine Prognose für das dritte Fiskalquartal mit Erlösen von rund 33,5 Milliarden USD (ca. 29,2 Milliarden €) und einem Non‑GAAP‑EPS von $19,15 ab.
SanDisk hat einen ähnlichen Weg eingeschlagen, wenn auch mit noch stärkeren Kursgewinnen.
Barclays erhöhte sein Ziel erstmals im Februar von $385 auf $750 und beließ die Einstufung bei Equal Weight.
Jetzt wurde die Aktie auf Overweight hochgestuft und das Ziel von $1.200 auf $2.300 angehoben; Barclays verweist auf SanDisks aggressiveres Vertragsmodell und bessere Umsatztransparenz.
KI verschlingt Speicher — und das Angebot kann nicht mithalten
Der einfache Grund für die Aufwertungen ist, dass KI‑Rechenzentren weitaus mehr Speicher benötigen als ältere Computersysteme.
Grafikprozessoren erhalten zwar die meiste Aufmerksamkeit, können aber nicht mit voller Leistung arbeiten, ohne schnellen Arbeitsspeicher und Storage‑Systeme in ihrer Umgebung.
Gartner erwartet nun, dass DRAM‑Preise 2026 um 125 % steigen und NAND‑Flash‑Preise um 234 %, wobei eine spürbare Preissenkung vor Ende 2027 unwahrscheinlich ist.
Analysten erwarten außerdem, dass die weltweiten Halbleitererlöse dieses Jahr 1,3 Billionen USD (ca. 1,1 Billionen €) übersteigen werden, begünstigt durch das, was sie als „Memflation“ bezeichnen.
TrendForce ist ähnlich zuversichtlich und erwartet, dass der globale Memory‑Markt 2026 551,6 Milliarden USD (ca. 481,2 Milliarden €) und 2027 842,7 Milliarden USD (ca. 735,1 Milliarden €) erreichen wird, da KI‑Systeme mehr hochbandbreitiges DRAM und schnellere NAND‑Speicher benötigen.
Überzeugung oder Vorsicht?
Micron notiert nun nahe $895 nach einer Ein‑Jahres‑Rallye von 832 %; laut Marktdaten erscheint die Aktie im Vergleich zum fairen Wert überbewertet.
SanDisk notiert nahe $1.590 nach einem Ein‑Jahres‑Gewinn von mehr als 4.000 %, weshalb auch bullische Hochstufungen mit Vorsicht zu lesen sind.
Barclays ist jedoch nicht allein. UBS hob sein Micron‑Ziel diese Woche von $535 auf $1.625 an — der höchste Wert unter 46 Brokerhäusern, die die Aktie abdecken — und nennt KI‑Nachfrage sowie langfristige Lieferverträge als Begründung.
Auch die Angebotsseite stützt das Bull‑Argument.
SK‑Group‑Vorsitzender Chey Tae‑won warnte, dass Wafer‑Engpässe bis 2030 andauern könnten, weil die HBM‑Produktion große Mengen an Wafer‑Kapazität bindet und neue Kapazitäten Jahre brauchen, um hochzufahren.
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