Dow fällt um 190 Punkte, Öl steigt – Inflationsdaten mildern Fed‑Sorgen
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WTI‑Rohöl‑Futures (oder USO) und Brent‑Futures (oder BNO) kaufen. Schwächerer PCE dämpft Fed‑Ängste, der dominierende Treiber ist jedoch die erneute Eskalation zwischen den USA und Iran: Das Risiko von Störungen in der Straße von Hormuz steigt, und Öl notiert bereits über 90 US‑Dollar (WTI) / 96 US‑Dollar (Brent). Die Inflationsdaten werden den energiegetriebenen Preisdruck nicht stoppen, daher sollte Rohöl weiterhin gefragt bleiben.
Kernrisiko: Eine schnelle De‑Eskalation zwischen USA und Iran oder ein Abkommen, das das Hormuz‑Störungsrisiko beseitigt und die Öl‑Risikoprämie zusammenbrechen lässt.
Nasdaq‑100‑Exponierung (QQQ) reduzieren und in kürzer laufende defensive Positionen rotieren. Das geopolitische, ölgetriebene Risiko treibt die Renditen nach oben; selbst mit Unterstützung durch KI‑Ergebnisse drücken höhere Zinsen die Multiples von langfristigen Growth‑Titeln. Die Indizes stehen in der Nähe von Hochs – hier treffen Zinsschocks am stärksten.
Kernrisiko: Die Inflation bleibt eingedämmt und die Renditen fallen wieder, sodass Wachstums‑Multiples trotz geopolitischer Meldungen erneut ausweiten können.
- Dow fällt, da Ölpreise wegen erneuter US‑Iran‑Spannungen anziehen.
- Schwächere US‑Inflationsdaten mildern Befürchtungen weiterer Zinserhöhungen.
- KI‑Aktien und Optimismus bei den Gewinnen stützen weiterhin die Märkte.
Die Wall Street zeigte sich am Donnerstag uneinheitlich, während Anleger schwächere als erwartete Monatsinflationsdaten gegen eskalierende geopolitische Spannungen zwischen den USA und Iran abwogen, die die Ölpreise deutlich nach oben trieben.
Der Dow Jones Industrial Average fiel um 194 Punkte bzw. 0,37 %, während sich der S&P 500 und der Nasdaq Composite während der Sitzung kaum veränderten.
Die Märkte fanden zunächst etwas Erleichterung, nachdem frische Inflationsdaten zeigten, dass sich der Preisdruck im April im Vergleich zu den Erwartungen der Ökonomen leicht abgekühlt hatte.
Der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), das von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaß, stieg im Monatsvergleich saisonbereinigt um 0,4 %.
Das lag unter den Prognosen der Ökonomen von einem Anstieg um 0,5 %.
Die jährliche Inflationsrate lag bei 3,8 %, entsprach damit den Erwartungen, blieb aber deutlich über dem langfristigen Ziel der Federal Reserve von 2 %.
Die Daten trugen dazu bei, die Befürchtungen zu dämpfen, dass sich der Inflationsdruck weiter beschleunigt; die Anleger blieben jedoch vorsichtig, da die Energiepreise angesichts erneuter Spannungen im Nahen Osten wieder zulegten.
Ölpreise schießen nach oben, als US‑Iran‑Spannungen eskalieren
Die Anlegerstimmung verschlechterte sich nach Berichten, wonach die iranische Revolutionsgarde eine US‑Luftbasis ins Visier genommen habe, nachdem die USA erneut Militärschläge gegen einen Standort im Iran durchgeführt hatten.
Die Entwicklungen minderten die Hoffnungen auf eine bevorstehende diplomatische Einigung zwischen Washington und Teheran.
Die Ölpreise stiegen während der Sitzung um mehr als 2 %, da die Sorge über mögliche Störungen in der Straße von Hormuz, einer der wichtigsten Ölverschiffungsrouten der Welt, zunahm.
Die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) kletterten über 90 US‑Dollar je Barrel, während Brent‑Futures über 96 US‑Dollar stiegen.
Das Weiße Haus wies zudem Berichte des iranischen Staatsfernsehens zurück, wonach Teheran im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA zugestimmt habe, den kommerziellen Verkehr durch die Straße von Hormuz innerhalb eines Monats wiederherzustellen.
Präsident Donald Trump bestritt außerdem Berichte, wonach Washington einem Kompromiss mit dem Iran nahe sei.
Parallel zum Ölpreisanstieg stiegen auch die Renditen von US-Staatsanleihen leicht an, was erneute Inflationssorgen im Zusammenhang mit den Energiemärkten und geopolitischer Unsicherheit widerspiegelt.
KI‑ und Gewinndynamik stützen weiterhin die Märkte
Trotz der geopolitischen Unsicherheit trug die Anlegerzuversicht rund um Künstliche Intelligenz (KI) und das Gewinnwachstum der Unternehmen weiterhin zur Unterstützung der breiteren Marktstimmung bei.
Die großen Indizes gingen am Donnerstag nahe Rekordhochs aus dem Handel, nachdem alle drei in der vorherigen Sitzung auf Allzeithochs geschlossen hatten.
Der S&P 500 blieb außerdem auf Kurs für den neunten Wochengewinn in Folge und verzeichnete damit die längste Gewinnserie seit Dezember 2023.
Mehrere Technologie‑ und KI‑nahe Unternehmen verzeichneten nach Quartalszahlen und aktualisierten Prognosen starke Gewinne.
Snowflake stieg um rund 33 % , nachdem das Cloud‑Datenunternehmen seine Prognose für das jährliche Produktumsatzwachstum angehoben und eine fünfjährige, 6‑Milliarden‑Dollar‑Vereinbarung zur KI‑Infrastruktur mit Amazon Web Services angekündigt hatte.
Marvell Technology legte nach Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal ebenfalls zu; die Aktie hat sich in diesem Jahr angesichts anhaltender KI‑getriebener Nachfrage mehr als verdoppelt.
Andere technologiebezogene Unternehmen, darunter Datadog und MongoDB, zogen während der Sitzung ebenfalls an.
Außerhalb des Technologiesektors zeigten Einzelhandelsaktien nach Ergebnisberichten starke Bewegungen.
Dollar Tree stieg nach der Anhebung seiner Jahresgewinnprognose, während Best Buy deutlich anzog, nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal Umsätze über den Erwartungen der Wall Street prognostiziert hatte.
Drohnennahe Unternehmen legten ebenfalls zu, nachdem das Wall Street Journal berichtete, die Trump‑Administration erwäge mögliche Förderungen für Drohnenfirmen.
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