Dollarindex stabilisiert sich um 99, Hoffnungen auf Iran-Abkommen steigen
KI-Sentiment: 62/100 Bullisch
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EUR/USD kaufen und/oder DXY verkaufen. Der Artikel weist auf eine nachlassende Nachfrage nach sicheren Häfen hin, da die Hoffnungen auf ein US‑Iran‑Abkommen zunehmen, zudem reduzieren niedrigere Ölpreise den Inflationsdruck und schwächen die These von länger hohen Zinsen des USD. Bei einem in der Nähe von 99 range‑bound notierenden DXY mit nur mild bullischer technischer Lage spricht das Chance‑Risiko dafür, auf eine Abschwächung des Dollars zu setzen.
Kernrisiko: Das US‑Iran‑Abkommen bricht zusammen oder scheitert an Trumps Zustimmung, wodurch Öl und Risikoaversion wieder ansteigen und die starke USD‑Nachfrage als sicherer Hafen zurückkehrt.
USO kaufen (oder ein ETF mit WTI‑Öl‑Engagement). Sekundäre Konstellation: Fällt Diplomatie vorläufig günstig aus, kann Öl zunächst sinken, doch der Markt würde anschließend den erwarteten Fed‑Pfad anhand der eingehenden US‑Daten (PMIs, NFP) neu einpreisen. Fallen die Daten deutlich stärker aus, drehen Händler zurück zu Inflationssorgen und höheren Renditen – was Öl stützt, selbst wenn die anfängliche geopolitische Schlagzeile "gut" war.
Kernrisiko: Das US‑Iran‑Abkommen wird genehmigt und der Ölpreis fällt unabhängig von den US‑Daten weiter, wodurch der Trade auf Inflation/Renditerebound zerstört würde.
- Dollar stabilisiert sich, da Hoffnungen auf ein US‑Iran‑Abkommen das Sentiment verbessern.
- Sinkende Ölpreise verringern die Stütze für den US-Dollar.
- Märkte warten auf PMI- und Beschäftigtendaten für neue Richtungshinweise.
Der US-Dollar wurde am Freitag vorsichtig gehandelt, da die Nachfrage nach sicheren Häfen nach erneuter Zuversicht hinsichtlich eines möglichen Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten und Iran nachließ.
Zum Zeitpunkt der Erstellung notierte der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, weitgehend unverändert in der Nähe des Niveaus von 99,00.
Der Index zog sich von seinem mehr als sieben Wochen hohen Stand von 99,10 am Donnerstag zurück, nachdem Berichte darauf hindeuteten, dass die USA und Iran ein 60-tägiges Memorandum of Understanding (MoU) erzielt hätten.
Den Berichten zufolge bedarf das vorgeschlagene Abkommen noch der Zustimmung des US-Präsidenten Donald Trump.
Verbessertes geopolitisches Sentiment belastet den Dollar
Der Dollarindex geriet unter Druck, da Hoffnungen auf ein US‑Iran‑Abkommen die Ölpreise belasteten.
Der Rückgang der Energiepreise reduzierte einen der wichtigsten Faktoren, die den US-Dollar zuletzt gestützt hatten.
Der US-Dollar hat sich seit Beginn des Nahost-Konflikts besser entwickelt als andere Währungen.
Höhere Ölpreise schürten Sorgen um Inflation in den Vereinigten Staaten und veranlassten Händler, ihre Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve neu zu bewerten.
Erhöhte Energiepreise hatten zu einer Verschiebung der Markterwartungen geführt, wobei Händler Wetten auf Zinssenkungen reduzierten.
Infolgedessen profitierte der Dollar von der Erwartung, dass die Zinsen länger höher bleiben könnten.
Die erneute Zuversicht auf einen möglichen diplomatischen Durchbruch zwischen den USA und Iran hat diese Erwartungen jedoch abgeschwächt und die Unterstützung für den Greenback verringert.
Märkte bewerten Fed-Ausblick neu
Nach dem CME FedWatch-Tool sehen die Märkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 52,9% dafür, dass die Federal Reserve die Zinssätze bis zum Jahresende unverändert lässt.
Die übrigen Marktteilnehmer favorisieren mindestens eine Zinserhöhung.
Dies stellt eine bedeutende Verschiebung der Erwartungen im Vergleich zur Zeit vor Beginn des Nahost-Konflikts dar.
Vor dem Krieg hatten Händler zwei Zinssenkungen bis zum Jahresende erwartet.
Die Änderung der Erwartungen unterstreicht, wie geopolitische Entwicklungen und Energiepreise weiterhin die Einschätzungen zu Inflation und Geldpolitik beeinflussen.
Fokus richtet sich auf nächste Woche erscheinende Wirtschaftsdaten
Investoren blicken nun auf eine Reihe wichtiger US-Wirtschaftsveröffentlichungen, die für die nächste Woche geplant sind.
Marktteilnehmer werden insbesondere die Einkaufsmanagerindizes (PMI) des Institute for Supply Management sowie den Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) für Mai genau beobachten.
Die Daten könnten weitere Hinweise auf die Stärke der US-Wirtschaft liefern und dazu beitragen, die Erwartungen für künftige Entscheidungen der Federal Reserve zu formen.
Dollarindex bleibt in einer Spanne
Aus technischer Sicht bewegte sich der Dollarindex weiterhin innerhalb einer engen Spanne um 99,00.
Der Index blieb in den letzten zwei Wochen zwischen 98,84 und 99,54, was auf eine Konsolidierungsphase nach den jüngsten Gewinnen hindeutet.
Trotz der Seitwärtsbewegung bleibt der kurzfristige Ausblick leicht positiv.
Der Index notiert weiterhin über seinem 20-Tage-EMA, der derzeit bei 98,91 liegt.
Er handelt außerdem komfortabel oberhalb des früheren Bruchs der Aufwärtstrendlinie um 98,15.
Momentum-Indikatoren deuten auf einen moderat konstruktiven Ton hin.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 52,71, leicht über dem neutralen Niveau von 50.
Dies weist auf leicht bullisches Momentum hin, signalisiert jedoch keinen starken Richtungstrend.
Auf der Unterseite befindet sich die unmittelbare Unterstützung beim 20-Tage-EMA nahe 98,91.
Weitere Unterstützung findet sich im Bereich der gebrochenen Trendlinie um 98,15.
Solange der Index über diesen Niveaus bleibt, dürften Rücksetzer als Korrekturen innerhalb der übergeordneten Erholungsstruktur betrachtet werden.
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