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Japans Rohölimporte stürzen um 66 % wegen Lieferstörungen aus dem Nahen Osten

Japans Rohölimporte stürzen um 66 % wegen Lieferstörungen aus dem Nahen Osten
Rivanshi Rakhrai
29. Mai 2026, 09:40 AM

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Japanische Raffinerien (buy)

Kaufen: japanische Raffinerien, die von einer Erholung der Rohölverfügbarkeit und der Margen profitieren könnten – ENEOS Holdings (5020.T) und Idemitsu Kosan (5019.T). Die Meldung zeigt zusammenbrechende Rohölzuflüsse und reduzierte Durchsätze in Raffinerien, was üblicherweise das Angebot an Produkten verknappt und die Raffineriemargen anheben kann, sobald sich die Rohölversorgung stabilisiert. Da die Nachfrage in Japan zudem schwach ist, könnte der Markt eine spätere Margenerholung bei einer Entspannung der Lage in der Straße von Hormus übermäßig abwerten.

Kernrisiko: Die Rohölversorgung bleibt monatelang eingeschränkt und die Produktnachfrage fällt weiter, sodass die Margen nicht zurückkehren.

Schifffahrtsrisiko Naher Osten (sell)

Verkaufen: Schifffahrts- und Energie-Logistikwerten, die auf Durchsatz durch die Straße von Hormus angewiesen sind – Frontline (FRO) und Scorpio Tankers (STNG). Zwar verlassen Tanker den Golf, doch liegen die Durchflussmengen durch die Straße von Hormus weiterhin deutlich unter dem Niveau vor dem Konflikt. Das bedeutet weniger rentable Fahrten und höhere Volatilität bei Charterraten, was die Erträge belastet.

Kernrisiko: Die Schifffahrtsaktivität durch die Straße von Hormus normalisiert sich schnell und die Charterraten schießen nach oben, wodurch der Ertragsdruck wieder aufgehoben wird.

  • Japans Rohölimporte fielen im April um fast 66 %.
  • Störungen in der Versorgung aus dem Nahen Osten reduzierten die Energieanlieferungen deutlich.
  • Raffinerieproduktion und Kraftstoffverkäufe gingen angesichts von Lieferengpässen zurück.

Japans Rohölimporte sanken im April gegenüber dem Vorjahresmonat um fast 66 %, wie am Freitag vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) veröffentlichte Daten zeigen.

Der starke Rückgang fiel mit dem anhaltenden US‑Iran-Konflikt zusammen, der die Energieversorgung aus dem Nahen Osten weiter stört – jener Region, die nach wie vor Japans wichtigste Bezugsquelle für Rohöl ist.

Lieferströme aus dem Nahen Osten gehen zurück

METI-Daten zeigten, dass Japan, der weltweit fünftgrößte Ölimporteur, im April 850.000 Barrel pro Tag (bpd) bzw. 4,07 Millionen Kiloliter Rohöl importierte.

Die Importe aus dem Nahen Osten fielen im Jahresvergleich um 68 % und verdeutlichen die Auswirkungen der anhaltenden Störungen in der Region.

Dem Bericht zufolge hat der seit dem 28. Februar andauernde US‑israelische Krieg gegen den Iran die Schifffahrtsaktivitäten durch die Straße von Hormus deutlich reduziert.

Die Passage ist eine wichtige Transitroute für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und verflüssigten Erdgaslieferungen.

Der Rückgang der Importe zeigte sich besonders bei Japans größten Rohöllieferanten.

Die Daten zeigten, dass die Lieferungen aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Japans zwei größten Öllieferanten, um mehr als 60 % zurückgingen.

Die Straße von Hormus bleibt unter Druck

Obwohl in diesem Monat mehrere Rohöltanker den Golf verlassen haben, liegen die Energietransporte durch die Straße von Hormus weiterhin deutlich unter dem Niveau vor Ausbruch des Konflikts.

Die Verringerung der verfügbaren Liefermengen hat Raffinerien in der gesamten Region getroffen.

Raffinerien in Japan und anderen asiatischen Ländern haben im April und Mai ihre Durchsätze weiter reduziert, um auf die anhaltenden Rohölknappheiten zu reagieren.

Die geringere Verfügbarkeit von Rohöl trug zu einer schwächeren Raffinerieaktivität und zu niedrigeren Kraftstoffproduktionen in mehreren Märkten bei.

Inländische Kraftstoffnachfrage schwächt sich ab

Neben den geringeren Rohölimporten verzeichnete Japan im April auch rückläufige Inlandsverkäufe von Ölprodukten.

METI-Daten zeigten, dass die gesamten inländischen Verkäufe von Ölprodukten im Jahresvergleich um 11,3 % auf 2,04 Millionen bpd sanken.

Die Benzinverkäufe gingen um 2,6 % auf 693.875 bpd zurück, was auf eine schwächere Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr hindeutet.

Die Kerosinverkäufe verzeichneten einen stärkeren Rückgang und fielen um 13,3 % auf 120.524 bpd.

Unterdessen schwächte sich die Nachfrage nach Naphtha als petrochemischem Rohstoff deutlich ab.

Die Naphthaverkäufe fielen im Jahresvergleich um 35,6 % auf 406.231 bpd und gehören damit zu den stärksten Rückgängen unter den wichtigen Mineralölprodukten.

April-Daten im Überblick: Versorgungsengpässe

Die neuesten METI-Zahlen unterstreichen, in welchem Ausmaß Störungen in den Versorgungswegen aus dem Nahen Osten Japans Energieimporte beeinflusst haben.

Da die Importe aus wichtigen Lieferländern wie Saudi-Arabien und den VAE stark zurückgingen und die Schifffahrtsaktivität durch die Straße von Hormus unter dem normalen Niveau verbleibt, steht Japans Energiesektor weiterhin unter Versorgungsdruck.

Die Daten deuten zudem darauf hin, dass Lieferengpässe die Raffinerieaktivität und den inländischen Kraftstoffverbrauch beeinträchtigt haben und so zu Rückgängen in mehreren wichtigen Produktkategorien im April beigetragen haben.