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Silber erholt sich nahe 58 $ – Hormuz‑Ölschock hält Händler nervös

Silber erholt sich nahe 58 $ – Hormuz‑Ölschock hält Händler nervös
Devesh Kumar
09. Juli 2026, 08:19 AM

Unterstützt von

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XAG/USD buy

Kaufen Sie Spot‑Silber (XAG/USD) als Wette auf eine Erholung vom Unterstützungsbereich 57,50–58 $. Der Artikel weist auf Schnäppchenjagd nahe 58 $ und eine fragile, aber sich stabilisierende Basis hin; eine klare Rückeroberung der 60 $‑Marke sollte Short‑Covering und Momentum‑Käufer auslösen und Ziele bei 61,50 $ bzw. 63 $ anvisieren.

Kernrisiko: Wenn der Ölschock schnell abklingt und Dollar/Zinsen fest bleiben, könnte die 58 $‑Erholung zu einem erneuten Verkauf bei Rallye werden, insbesondere bei einem Bruch unter 57,50 $.

Short auf US‑Dollar (DXY)

Short oder Verkauf des US Dollar Index (DXY) als zweite Folge des Hormuz‑Risikos: Geopolitische Spannungen neigen dazu, die Nachfrage nach nicht‑dollar‑basierten sicheren Häfen zu erhöhen und können den Zinsanstieg begrenzen, wenn Wachstumsängste zunehmen. Sollte Silber die 60 $ zurückerobern, wäre das mit einer Dollarschwäche konsistent; nutzen Sie DXY‑Schwäche zur Unterstützung der Long‑Position in Silber.

Kernrisiko: Sollten die Wahrscheinlichkeiten für Fed‑Zinserhöhungen weiter steigen, weil Inflationsängste dominieren, könnte das den DXY treiben und Silbers Erholung zerschlagen.

  • Silber stabilisiert sich nahe 58 $, während Händler den Ölschock und Fed‑Zinsrisiken abwägen.
  • Hormuz‑Spannungen treiben Rohölpreise und rücken Inflationsängste in den Fokus.
  • Fed‑Protokolle zeigen, dass Zinserhöhungsrisiken weiterhin auf den Edelmetallen lasten.

Silber versucht sich nach drei Verlusttagen zu stabilisieren, doch das Umfeld hat sich verschärft.

Das Metall stieg am Donnerstag leicht auf etwa 58 $ je Unze, da Schnäppchenjäger zurückkehrten; erneute US‑Iran‑Spannungen halten Händler jedoch vorsichtig.

Die Sorge gilt nicht nur dem Risiko eines weiteren Schocks im Nahen Osten. Vielmehr könnte ein Anstieg der Ölpreise die Inflation anheizen, den Dollar unterstützen und die Federal Reserve davon abhalten, ihre Politik zu lockern.

Für Silber ist das ein schwieriger Mix: Nachfrage als sicherer Hafen könnte auftreten, doch der Zinskanal bleibt weiterhin entscheidender.

Hormuz‑Spannungen halten das Ölrisiko lebendig

Spot‑Silber notierte in den asiatischen Handelsstunden bei rund 58,30 $ je Unze und erholte sich nach einem scharfen Rücksetzer leicht.

Der Anstieg folgte auf erneute Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus, nachdem Tanker getroffen wurden und US‑Streitkräfte neue Angriffe gegen Iran gestartet hatten.

Trump sagte, das Zwischenabkommen mit Iran sei „vorbei“ und warnte vor weiteren Maßnahmen, was die Märkte befürchten lässt, dass der Konflikt erneut Energieflüsse gefährden könnte.

Die Entwicklung erfolgte, nachdem die USA eine Lizenz widerriefen, die Iran den Ölverkauf erlaubte, nachdem drei Tanker in der Straße von Projektilen getroffen worden waren.

Die Ölpreise stiegen, da Händler eine neue geopolitische Risikoprämie einpreisten.

Technische Indikatoren halten Silber unter Druck

Das Chartbild von Silber wirkt trotz der kleinen Erholung weiterhin fragil. XAG/USD notiert unter seinen kurzfristigen gleitenden Durchschnitten, was darauf hindeutet, dass Verkäufer nach dem jüngsten dreitägigen Rückgang das Kommando behalten.

Das erste große Hindernis liegt nahe der 60 $‑Marke. Eine anhaltende Bewegung über diese Zone würde etwas Druck abbauen und den Weg für eine Erholung in Richtung 61,50 $ und dann 63 $ öffnen.

Bis Käufer diese Niveaus jedoch zurückerobern, könnten Aufschwünge weiterhin Verkaufsdruck anziehen.

Auf der Unterseite bildet der Bereich 57,50–58 $ die unmittelbare Unterstützungszone. Ein deutlicher Bruch darunter würde den Erholungsversuch schwächen und die jüngsten Tiefs nahe 55,60 $ offenlegen.

Momentum‑Indikatoren sind nicht mehr stark überverkauft, was bedeutet, dass Silber noch Raum zum Fallen haben könnte, falls Dollarstärke oder Zinsängste anhalten.

Uneinigkeit bei der Fed hält Händler vorsichtig

Die Fed‑Protokolle vom Juni zeigten, dass die Entscheidungsträger gespalten, aber aufmerksamer gegenüber Inflationsrisiken sind.

Einige Mitglieder sahen Argumente für Zinserhöhungen, obwohl das Komitee letztlich die Zielspanne für den Federal‑Funds‑Satz bei 3,50 %–3,75 % beließ.

CME‑FedWatch‑Preise zeigten ebenfalls, dass Händler die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Zinserhöhung nach der jüngsten Eskalation erhöhten.

CME erklärt, dass sein FedWatch‑Tool die von 30‑Tage‑Fed‑Funds‑Futures implizierten Zinswahrscheinlichkeiten verfolgt.

Das macht Silber verwundbar. Sofern sich das Öl nicht abkühlt oder der Dollar nicht schwächer wird, könnten Erholungen flach bleiben. Für den Moment ist 58 $ ein Stabilisierungspunkt, kein bestätigter Boden.