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Saudi Aramco dürfte Juli-Rohölpreise senken, da Prämien in Asien nachlassen

Saudi Aramco dürfte Juli-Rohölpreise senken, da Prämien in Asien nachlassen
Devesh Kumar
29. Mai 2026, 07:13 AM

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US-Raffinerien kaufen (Margen)

Niedrigere Arab Light-Preise für Asien bedeuten günstigere Rohstoffkosten für Raffinerien; der Artikel stellt fest, dass asiatische Raffinerien wegen hoher Rohölpreise ihre Durchsätze gekürzt haben, was die Margen belastete. Fallen die OSPs, können sich die Margen zunächst bei Raffinerien stabilisieren, die über eine starke US-/Exportflexibilität verfügen. Trade: US-Raffinerien wie Valero (VLO) oder Phillips 66 (PSX) kaufen.

Kernrisiko: Die Nachfrage bleibt schwach und Produktpreise fallen genauso schnell wie das Rohöl, sodass sich die Raffineriemargen trotz günstigerer Rohstoffe nicht verbessern.

Brent verkaufen / WTI kaufen (Spread)

Saudi-Arabien senkt die OSPs für Asien und die Spot-Aufschläge in Dubai schwinden, was in der Regel die Rohöldifferentiale aus dem Mittleren Osten belastet und Abschläge für schwerere Rohölsorten begünstigt. Das spricht tendenziell für WTI-gebundene Fässer gegenüber Brent-gebundenen, da sich die globalen Flüsse zugunsten von US-Angebot und weg von mittelöstlichen Sorten umbalancieren. Trade: Brent-Rohöl-Futures verkaufen (oder WTI kaufen) über eine Brent–WTI-Spread-Position.

Kernrisiko: Ein erneuter Angebotsschock (z. B. eine Störung in der Straße von Hormus), der Brent gegenüber WTI anhebt und das OSP-/Prämiensignal außer Kraft setzt.

  • Saudi-Arabien dürfte die Rohölpreise für Asien im Juli erneut senken, da die Nachfrage nachlässt.
  • Der Arab Light-Aufschlag könnte angesichts eines schwächeren Spotmarkts um $3 bis $8 gegenüber Juni fallen.
  • Chinesische Raffinerien kürzen Durchsätze und Importe, da hohe Preise die Margen drücken.

Saudi-Arabien dürfte die offiziellen Verkaufspreise (OSPs) für sein Rohöl nach Asien im Juli zum zweiten Mal in Folge senken, da die schwächere Nachfrage und geringere Spotmarktprämien den Preisen des Königreichs Druck verleihen.

Der führende Arab Light-Grad könnte laut Umfrage mit einem Aufschlag von $7.50 bis $12.50 je Barrel gegenüber dem Durchschnitt der Dubai- und Oman-Quoten bepreist werden.

Das wäre eine Verringerung um $3 bis $8 gegenüber dem Juni-Niveau.

Die erwartete Kürzung spiegelt ein schwächeres Handelsumfeld in Asien wider, wo Raffinerien ihre Rohöldurchsätze und Importe reduziert haben, nachdem hohe Preise die Margen gedrückt hatten.

Umfrage deutet auf niedrigere Juli-Preise hin

Fünf Branchenquellen antworteten auf die Reuters-Umfrage; alle erwarteten, dass Saudi Aramco die offiziellen Verkaufspreise (OSPs) für Rohölsorten, die nach Asien verkauft werden, im Juli senkt.

Saudi Aramco veröffentlicht seine monatlichen OSPs in der Regel um den fünften Tag jedes Monats. Das Unternehmen kommentiert Preise grundsätzlich nicht.

Ein niedrigerer Arab Light-Preis würde signalisieren, dass der weltweit größte Ölexporteur sich an eine schwächere regionale Nachfrage und einen Rückgang der Spotprämien anpasst, nachdem diese Anfang des Jahres stark gestiegen waren.

Spotprämien ziehen sich zurück

Die erwarteten Kürzungen folgen auf einen schwächeren Spotmarkt im Mai. Der Cash-Aufschlag für Dubai gegenüber Swaps lag im Mai im Durchschnitt bei $8.90 pro Barrel, nach $13.92 im April.

Diese Benchmarks werden genau beobachtet, weil die Preisbildung für saudisches Rohöl nach Asien an den Durchschnitt der Dubai- und Oman-Quoten gekoppelt ist. Ein Rückgang der Spotprämien gibt Saudi Aramco typischerweise Spielraum, seine monatlichen Verkaufspreise zu senken.

Die Prämien waren im März nach dem US-israelischen Krieg mit Beteiligung Irans, der die Lieferungen durch die Straße von Hormus störte, auf ein Rekordniveau von über $60 pro Barrel gestiegen.

Später sanken sie, da die globalen Rohölprämien nachgaben und alternative Lieferströme zunahmen.

Chinas Nachfrage belastet den Markt

Chinesische Raffinerien haben ihre Durchsätze und Rohölimporte reduziert, zum Teil weil hohe Preise die Raffineriemargen belasteten.

Diese schwächere Nachfrage hat den Druck auf mittelöstliche Sorten, einschließlich saudischem Rohöl, erhöht.

Die USA haben zudem mehr Öl und Kraftstoffe verschifft, um Ausfälle aus dem Mittleren Osten auszugleichen, was die Sorgen um die Versorgung weiter dämpfte.

Brent-Rohöl ist auf rund $100 pro Barrel gefallen, den niedrigsten Stand in diesem Jahr, nachdem Gespräche zwischen den USA und Iran Hoffnungen auf eine mögliche Einigung zur Beendigung des Konflikts geweckt hatten.

Die Durchflussmengen durch die Straße von Hormus liegen jedoch weiterhin unter dem Vorkriegsniveau, sodass ein gewisses Versorgungsrisiko im Markt bleibt.

Transportwege bleiben im Fokus

Aufgrund von Beschränkungen für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nutzt Saudi Aramco den Hafen Yanbu am Roten Meer, um Arab Light zu exportieren.

Die Nutzung alternativer Routen hat geholfen, die Flüsse aufrechtzuerhalten, doch Händler beobachten Hormus weiterhin genau wegen seiner Bedeutung für die weltweite Energieversorgung.

Ausblick

Marktteilnehmer erwarten, dass die saudischen Preise über alle Sorten hinweg im Juli gleichzeitig fallen, was schwächere Spotprämien und gedämpfte Nachfrage in Asien widerspiegelt.

Die offiziellen Preise, die etwa am fünften Tag des Monats erwartet werden, werden beobachtet, um Hinweise darauf zu erhalten, wie Saudi Aramco Marktanteile, Raffineriemargen und geopolitische Risiken in seinem wichtigsten Exportmarkt gegeneinander abwägt.