Dow und S&P 500 auf Rekordhoch, Nvidia-Rally kompensiert Öl-Anstieg
KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
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Kaufen: Nvidia (NVDA). Der neue KI-fähige PC-Prozessor ist ein direkter Katalysator für „KI auf den Desktop“ und hat bereits das gesamte PC-/Halbleiter-Universum (Dell, HP, Microsoft, Cadence) nach oben gezogen. Dies ist ein Plattformwechsel, nicht nur ein weiteres Rechenzentrums-Upgrade, sodass das Aufwärtspotenzial über die kurzfristigen Gewinne hinaus ausgeweitet werden kann.
Kernrisiko: Ein großer PC-OEM verzögert oder storniert die Einführung von AI‑PCs, wodurch der neue Chip zu einem Einmalprodukt mit geringem Volumen und schwacher Margenauswirkung wird.
Kaufen: Marathon Petroleum (MPC). Das Öl sprang wegen des Risikos in der Straße von Hormuz stark an, und Raffinerien profitieren tendenziell, wenn die Rohölstärke die Raffineriemargen nicht sofort erodiert. Die Bewegung von MPC deutet darauf hin, dass Investoren sich auf anhaltende Energievolatilität positionieren, während Tech-Aktien inflationsbezogene Indexrisiken abmildern.
Kernrisiko: Die Raffineriemargen brechen ein (Crack-Spreads fallen), weil Rohöl schneller steigt als Produktpreise, wodurch die Ölrallye für Raffinerien zu einem Gewinnrückschlag wird.
- S&P 500, Nasdaq und Dow erreichen neue Rekordstände.
- Nvidia steigt um 5 % und hebt Technologiewerte sowie die Marktstimmung.
- Ölpreise steigen stark, während Anleger die US‑Iran‑Spannungen beobachten.
US-Aktien legten am Montag zu, wobei der S&P 500 und der Nasdaq Composite neue Rekordstände erreichten, da Gewinne bei Technologiewerten Bedenken über steigende Ölpreise und die erneute Unsicherheit in den US‑Iran-Verhandlungen teilweise ausglichen.
Der S&P 500 stieg um 0,27 % und schloss bei 7.600,03, während der Nasdaq Composite um 0,43 % auf 27.087,37 zulegte.
Der Dow Jones Industrial Average legte um 44,70 Punkte bzw. 0,09 % zu und schloss bei 51.076,85.
Alle drei großen Indizes erreichten im Verlauf der Sitzung neue Intraday-Rekorde.
Anleger bewerteten die Entwicklungen im Nahen Osten neben der starken Performance von Technologiewerten, insbesondere Nvidia, dessen jüngste Ankündigung zu einem KI-bezogenen Produkt die Stimmung im Sektor befeuerte.
Nvidia treibt Technologiewerte an
Nvidia-Aktien stiegen um 5 %, nachdem das Unternehmen einen neuen Prozessor für Personal Computer vorgestellt hatte, der KI-Funktionen direkt auf PCs bringt.
Das Unternehmen erklärte, der Chip sei das Ergebnis einer dreijährigen Partnerschaft mit Microsoft, die darauf abzielt, den „PC“ für das KI‑Zeitalter neu zu erfinden, so Nvidia-CEO Jensen Huang.
Die Ankündigung beflügelte auch andere Unternehmen, die dem PC-Markt verbunden sind.
Dell Technologies legte um mehr als 10 % zu, während HP über 8 % gewann. Auch Microsoft zog an.
Die Reaktion bei Halbleiteraktien war gemischt.
Intel fiel um rund 5 %, während auch Qualcomm nachgab. Der breitere Philadelphia Semiconductor Index legte zu.
Softwarewerte erholten sich ebenfalls, nachdem sie zu Jahresbeginn unter Druck geraten waren angesichts der Sorge, dass KI traditionelle Software-Geschäftsmodelle stören könnte.
ServiceNow und IBM verzeichneten Gewinne, während Cadence Design Systems nach der Einführung eines von Nvidia unterstützten KI-Agenten für das Chipdesign sprunghaft zulegte.
Der bevorstehende Quartalsbericht von Broadcom am Mittwoch dürfte nach Anzeichen einer starken Nachfrage nach KI-bezogener Infrastruktur und Servern das Interesse der Investoren auf sich ziehen.
Ölpreise steigen wegen Spannungen mit Iran
Der Energiesektor war der einzige weitere S&P‑500-Sektor, der im Plus schloss.
Marathon Petroleum gewann 3 %, während Exxon Mobil und Chevron jeweils um 2 % bzw. 1 % zulegten, da die Rohölpreise anzogen.
Die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) stiegen um 5,93 % und schlossen bei 92,54 $ pro Barrel. Brent-Rohöl legte um 4,24 % zu und schloss bei 94,98 $ pro Barrel.
Die Gewinne folgten Berichten iranischer Staatsmedien, wonach Teheran die Kommunikation mit den Vereinigten Staaten aussetze und die Straße von Hormuz als Reaktion auf israelische Angriffe auf den Libanon schließen würde.
Präsident Donald Trump sendete gemischte Signale zum Stand der Verhandlungen.
„Es ist mir wirklich egal. Mir könnte es egaler nicht sein“, sagte Trump gegenüber CNBC, als er nach der Möglichkeit gefragt wurde, dass die Friedensgespräche mit Iran beendet seien.
Später schrieb Trump auf Truth Social, er habe „einen sehr produktiven Anruf“ mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu geführt und fügte hinzu, es werde „keine Truppen nach Beirut gehen, und alle Truppen, die auf dem Weg seien, seien bereits zurückgeschickt worden.“
In einem weiteren Beitrag schrieb Trump, die Gespräche mit Iran „gehen zügig weiter.“
Anleger konzentrieren sich auf den Wirtschaftsausblick
Die Märkte bewerteten außerdem weiterhin die weiterreichenden Folgen des Konflikts für Inflation und wirtschaftliches Wachstum.
Die US‑Industrieaktivität dehnte sich im Mai zum fünften Mal in Folge aus, trotz anhaltender Zölle und geopolitischer Herausforderungen.
Trotz der Unsicherheit wirkten Anleger zuversichtlich, dass der Konflikt nicht auf das früher im Jahr erreichte Ausmaß zurückkehren würde.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag und die anstehende Sitzung der Federal Reserve, die beide die nächste Marktbewegung nach einer weiteren rekordverdächtigen Sitzung an der Wall Street beeinflussen könnten.
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