Goldman erhöht Ausblick für europäische Aktien trotz Nahost-Konflikt
KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
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Kaufen Sie den iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (Ticker: IEUR). Goldman hat sein 12‑Monats‑Kursziel für den STOXX 600 auf 660 angehoben, gestützt durch resilientere Gewinne, KI‑bezogene Investitionsausgaben und margenstarke Beiträge aus dem Energiesektor. Der Index ist gegenüber den USA weiterhin günstiger (Forward‑KGV ~17,6 vs. S&P 500 ~27,9), und internationale Kapitalflüsse favorisieren weiterhin Europa. Das Aufwärtspotenzial bis zum neuen Ziel beträgt rund ~5 %, wobei auch die kurzfristigen Ziele angehoben wurden.
Kernrisiko: Eine Eskalation im Nahen Osten löst eine scharfe Risikoaversion aus, die Bewertungsmultiples einbrechen lässt und die Widerstandsfähigkeit der Gewinne überlagert.
Kaufen Sie einen EU‑Energie‑ETF wie den iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF (Ticker: IE00B6R52036). Goldman nannte explizit positive Revisionen im Energiesektor und belastbare Margen als zentrale Treiber der Aufwertung. Halten sich die Energieerträge, kann die Marktführerschaft des Sektors anhalten, selbst wenn Verbrauchersektoren hinterherhinken.
Kernrisiko: Ein schneller Rückgang der Öl‑/Gaspreise kehrt die positiven Revisionen bei Energieerträgen um und zieht den gesamten Sektor wieder nach unten.
- Goldman erhöht STOXX‑600‑Ziel trotz Spannungen im Nahen Osten.
- Starke Gewinne und KI‑Optimismus stützen die Rallye europäischer Aktien.
- Höhere Zinsen und Inflation begrenzen weiterhin Bewertungen.
Goldman Sachs hat sein 12‑Monats-Kursziel für den STOXX 600 auf 660 angehoben und verweist dabei auf robustes Gewinnwachstum der Unternehmen sowie anhaltende Unterstützung durch KI‑bezogene Investitionen, trotz des andauernden Konflikts im Nahen Osten.
Der paneuropäische Leitindex notiert nahe Rekordhochs und legte im Mai um 2,5 % zu.
Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten haben jedoch die Anlegerstimmung belastet und weitere Gewinne begrenzt.
Das neue 12‑Monats-Kursziel impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 5,4 % gegenüber dem letzten Schlussstand des Index von 626.
Höhere kurzfristige Kursziele spiegeln Vertrauen wider
In einer am Freitag datierten Mitteilung erhöhte Goldman Sachs zudem seine Drei‑Monats‑ und Sechs‑Monats‑Ziele für den STOXX 600 auf 640 bzw. 645.
Zur früheren Zielsetzung der Bank gab es keine unmittelbare Klarstellung.
Zur Begründung der Aufwärtsrevision erklärte Goldman Sachs: "Solides nominales Wachstum, positive Revisionen im Energiesektor und belastbare Margen im übrigen Markt haben die Bewegung (Rallye) gestützt."
Die Bank fügte hinzu, dass die Zuversicht rund um KI‑bezogene Investitionen ebenfalls zum Aufwärtstrend beigetragen habe.
Inflation und Zinsen bleiben eine Bremse
Trotz des positiven Ausblicks warnte Goldman Sachs, dass inflationäre Druckfaktoren und die Erwartung, dass die Zinsen länger erhöht bleiben könnten, weiterhin als Bremse für Marktbewertungen wirken.
Die Bank merkte an, dass die Bewertungen sonst höher ausfallen könnten, wenn diese makroökonomischen Sorgen weniger ausgeprägt wären.
Während die europäischen Aktienmärkte nicht dieselbe Konzentration aufweisen wie die US‑Märkte, wurde die Rallye laut Goldman Sachs dennoch weitgehend von KI‑nahen Unternehmen und dem Energiesektor getragen.
Im Gegensatz dazu hinken verbraucherorientierte Sektoren der breiteren Marktentwicklung hinterher.
Bewertungsdifferenz zu US-Aktien bleibt bestehen
Goldman Sachs hob hervor, dass der STOXX 600 gemessen an den erwarteten Kurs‑Gewinn‑Verhältnissen weiterhin relativ günstiger ist als der US‑Leitmarkt.
Die Bank stellte fest, dass das 12‑Monats‑Forward‑KGV des STOXX 600 derzeit bei 17,55 liegt.
Zum Vergleich: Das Forward‑KGV des S&P 500 liegt bei 27,94.
Der Bewertungsunterschied stützt weiterhin die Argumentation für Anleger, die außerhalb der USA nach Chancen suchen.
Gewinnwachstum dürfte sich abschwächen
Mit Blick nach vorne prognostiziert Goldman Sachs für den STOXX 600 ein Gewinn‑je‑Aktie‑Wachstum (EPS) von 10 % für 2026.
Die Bank erwartet, dass sich das Gewinnwachstum 2027 auf 5 % verlangsamt, da höhere Energiekosten die Unternehmensmargen zu belasten beginnen.
Obwohl die Gewinne voraussichtlich positiv bleiben, wird mit einer moderateren Wachstumsdynamik im Zeitverlauf gerechnet.
Internationale Investoren allokieren weiter nach Europa
Zur Anlegerpositionierung sagte Goldman Sachs, internationale Investoren lenken weiterhin Kapital in europäische Aktien, angezogen von vergleichsweise attraktiven Bewertungen und Diversifikationsvorteilen.
Gleichzeitig bleiben inländische Anleger vorsichtiger.
Der Bank zufolge dämpfen Sorgen über schwaches Wirtschaftswachstum und allgemeine Unsicherheit die Zuversicht der lokalen Investoren.
Goldman Sachs argumentierte zudem, dass die Befürchtungen hinsichtlich des Angebots an Aktien übertrieben sein könnten.
"Gleichzeitig wirken die Sorgen um das Aktienangebot übertrieben, da der Markt offenbar in der Lage ist, mehr aufzunehmen", fügte Goldman hinzu.
Die revidierten Kursziele der Bank deuten darauf hin, dass sie trotz geopolitischer Risiken und makroökonomischer Gegenwinde erwartet, dass europäische Aktien weiterhin von der Widerstandsfähigkeit der Gewinne, von KI‑bezogenen Investmentthemen und anhaltendem internationalem Anlegerinteresse gestützt werden.
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