Warum Nvidia-Aktie heute rund 3 % verliert

Warum Nvidia-Aktie heute rund 3 % verliert
Utkarsh Roshan
03. Juni 2026, 16:33 PM

Unterstützt von

Invezz
NVDA buy

Nvidia (NVDA) kaufen. Die Aktie steht infolge der Rotation bei etwa ~3% im Minus, doch die Einschätzung von Morgan Stanley bleibt intakt: Nvidia hat Einsicht in ungefähr ~$20B an CPU‑bezogenen Umsatzchancen und kann die Wirtschaftlichkeit von KI‑Fabriken verbessern (Head‑Node‑Kosten machen etwa die Hälfte der Total Cost of Ownership aus). Diese Kombination stützt ein ‚bei Rücksetzern kaufen‘‑Setup, während Anleger auf Nachweise warten — die Computex war der erste Schritt, nicht die Ziellinie.

Kernrisiko: Nvidias Vorstoß in CPU/PC wandelt sich nicht in echte, schnell wachsende Umsätze und Investoren kommen zu dem Schluss, dass die GPU‑Geschichte das einzige verbliebene Geschäft ist.

AMD sell

AMD (AMD) verkaufen. Wenn Anleger innerhalb der KI‑Hardware umschichten, ist Nvidias Multi‑Produkt‑Expansion (CPU + Plattform + Kostenreduktions‑Narrativ) der klarere Pfad zu anhaltendem Sentiment. AMD ist stärker der Debatte ausgesetzt, dass ROI und Geschwindigkeit der Adoption erst noch nachgewiesen werden müssen, und die heutige Schwäche von NVDA wirkt eher wie Positionsumschichtungen als ein fundamentaler Bruch.

Kernrisiko: AMD gewinnt Marktanteile durch schnellere, günstigere KI‑Compute‑Lösungen, und der Markt beginnt, AMDs Roadmap gegenüber der von Nvidia zu belohnen.

  • Nvidia‑Aktien fielen trotz bedeutender Ankündigungen auf der Computex.
  • Anleger konzentrieren sich weiterhin auf CPUs, Speicherchips und Netzwerktechnologien.
  • Jensen Huang verteidigt KI‑Investitionen als hochprofitabel.

Die Aktien von Nvidia NVDA blieben am Mittwoch unter Druck und fielen um rund 3 % auf nahe $216, da Anleger weiterhin in andere Bereiche des KI‑Hardware‑Ökosystems rotierten.

Der Rückgang folgte auf eine volatile Sitzung am Dienstag, als die Nvidia‑Aktien kurzzeitig über $230 kletterten, bevor sie die Richtung wechselten und den Tag mit einem Minus von 0,7 % beendeten.

Während Nvidia weiterhin die dominierende Kraft bei KI‑Beschleunigern und Grafikprozessoren ist, hat sich die Anlegerbegeisterung jüngst auf andere Segmente des KI‑Infrastrukturmarkts verlagert, darunter Zentralprozessoren, Speicherchips und optische Netzwerktechnologien.

Diese Verschiebung hat Nvidia in eine ungewöhnliche Lage gebracht. Das Unternehmen kündigt weiter neue Produkte an und skizziert große Wachstumschancen, doch die Aktie tut sich schwer, das Momentum einiger anderer KI‑bezogener Titel zu erreichen.

Computex‑Ankündigungen stoßen nur auf begrenzte Begeisterung

Jenseits des traditionellen GPU‑Geschäfts versucht Nvidia zunehmend, Anleger zu überzeugen, dass das aufkommende CPU‑Geschäft ein bedeutender Wachstumstreiber werden könnte.

Auf der Computex stellte Nvidia diese Woche eine Reihe neuer Initiativen vor, darunter die RTX Spark‑Plattform für KI‑fokussierte PCs, die die Grafiktechnologie des Unternehmens mit einer neuen, auf Arm basierenden Prozessorarchitektur kombiniert.

Die Ankündigung zielte darauf ab, Nvidias Präsenz im Personal‑Computer‑Markt auszubauen, einem Bereich, der historisch von Intel, Advanced Micro Devices und Qualcomm dominiert wird.

Investoren wirkten jedoch zurückhaltend, der Gelegenheit einen hohen Wert beizumessen.

Obwohl die PC‑Initiative Nvidias adressierbaren Markt erweitert, konzentrieren sich viele Anleger weiterhin auf das Data‑Center‑Geschäft des Unternehmens, das der Haupttreiber des explosiven Wachstums während des KI‑Booms war.

Es bleiben zudem Fragen zur potenziellen Größe des Premium‑KI‑PC‑Markts und dazu, wie schnell eine Einführung im Vergleich zur deutlich größeren Nachfrage nach Data‑Center‑Infrastruktur erfolgen könnte.

Daher boten Nvidias Computex‑Ankündigungen nur begrenzte Unterstützung für die Aktie.

Huang verteidigt die Renditen von KI‑Investitionen

Nvidia‑CEO Jensen Huang verbrachte einen Großteil der Woche damit, das langfristige wirtschaftliche Potenzial der künstlichen Intelligenz zu beschreiben und Bedenken hinsichtlich der massiven Kapitalausgaben für KI‑Infrastruktur anzusprechen.

Huang argumentierte, dass Zweifel an der Profitabilität von KI zunehmend veraltet seien.

Berichten von Bloomberg zufolge sagte Huang bei einer privaten Veranstaltung in Taipeh, an der Investoren, Finanzinstitute und Family Offices teilnahmen, die Renditen von KI‑Investitionen hätten sich dramatisch verbessert.

„Erst in den letzten sechs Monaten hat sich die Rendite komplett neu justiert. Sie ist jetzt wahnsinnig profitabel“, sagte Huang.

Der Nvidia‑Mitgründer führte aus, dass die Technologie bereits Billionen von Dollar an Wert geschaffen habe, und hielt Skepsis gegenüber den Renditen von KI‑Investitionen für fehl am Platz.

Nur „verrückte“ Leute würden die durch KI erzeugten Renditen in Frage stellen, so Huang laut Bericht.

Die Äußerungen fallen zu einem Zeitpunkt, an dem Anleger weiter darüber debattieren, ob die jährlich von Technologieunternehmen für KI‑Infrastruktur ausgegebenen hunderte Milliarden Dollar letztlich ausreichende Renditen liefern werden.

Analysten sind stark bullisch

Morgan Stanley bekräftigte seine Overweight‑Einstufung für Nvidia mit einem Kursziel von $288 und hält die Aktie weiterhin für seinen Top‑Pick im Prozessorensektor.

Die Firma sagte, Nvidia gehöre weiterhin zu den attraktivsten Bewertungen in der Halbleiterbranche und verwies auf die wachsende Präsenz des Unternehmens in mehreren Produktkategorien.

Nach Management‑Präsentationen und Investoren­geprächen während der Computex hob Morgan Stanley Nvidias wachsende CPU‑Chance hervor.

Dem Unternehmen zufolge gaben Führungskräfte an, dass Nvidia nun Einsicht in ungefähr $20 billion an CPU‑bezogenen Umsatzchancen hat.

Morgan Stanley verwies auch auf Nvidias Bemühungen, die Ökonomie von KI‑Infrastruktur‑Rollouts zu verbessern, und stellte fest, dass etwa die Hälfte der Total Cost of Ownership für KI‑Fabriken mit Head‑Node‑Systemen verbunden ist.

Die Firma erklärte, Nvidias Fähigkeit, bei der Senkung dieser Kosten Führungsstärke zu demonstrieren, könnte im Laufe der Zeit ein wichtiger Katalysator für die Anlegerstimmung werden.

Für den Moment scheinen Anleger jedoch auf weitere Belege zu warten, dass Nvidias neuere Geschäftsbereiche neben dem dominanten GPU‑Franchise zu bedeutenden Umsatzträgern werden können.