Dow steigt um 250 Punkte – Chiphersteller erholen sich, Nahost-Ängste lassen nach

Dow steigt um 250 Punkte – Chiphersteller erholen sich, Nahost-Ängste lassen nach
Ananthu C U
08. Juni 2026, 15:44 PM

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Invezz
NVDA & SOXX erholen sich

Kaufen Sie Nvidia (NVDA) und den iShares Semiconductor ETF (SOXX). Der Artikel beschreibt einen starken, stimmungsgetriebenen Ausverkauf bei Chips (rund 1 Billion US-Dollar vernichtet), gefolgt von einer schnellen Erholung angeführt von NVDA/Broadcom und einem deutlichen Rebound bei Micron – ein klassisches "überverkauft, dann Rückkehr zum Mittelwert"-Setup. Wenn die nachlassenden Nahost-Ängste und die verbesserte Risikobereitschaft anhalten, sollten sich die Halbleiter gegenüber dem breiteren Markt weiter aufholen.

Kernrisiko: Die Fed bleibt nach den Inflationsdaten länger straff, womit hoch bewertete KI-/Halbleiterwerte unter Druck geraten und die Erholung in eine neue Abwärtsbewegung umschlägt.

Momentum bei Micron

Kaufen Sie Micron (MU). Die Aktie sprang um mehr als 8%, nachdem sie in der vorherigen Sitzung um 13% gefallen war, was darauf hindeutet, dass Zwangsverkäufe zurückgedreht werden. MU ist ein hochbetaiges Vehikel, um "KI-Speichernachfrage + zyklische Erholung" auszudrücken, während sich der Markt bereits wieder in Richtung Chips dreht.

Kernrisiko: Enttäuschende Prognosen oder eine erneute Abschwächung der KI-/Halbleiternachfrage, die den Anstieg zu einer Scheinrallye macht.

  • Chiphersteller erholen sich, Wall Street eröffnet am Montag fester.
  • Nachlassende Spannungen zwischen Iran und Israel stärken die Anlegerstimmung.
  • Märkte erwarten Inflationsdaten und beobachten genau den Börsengang von SpaceX.

Die US-Aktien eröffneten am Montag fester, da Halbleiteraktien sich vom heftigen Ausverkauf der Vorwoche erholten, während Anleger zugleich Erleichterung angesichts Anzeichen einer möglichen Entspannung im Nahen Osten empfanden.

Der Dow Jones Industrial Average eröffnete 252 Punkte höher. Der S&P 500 legte rund 0,94% zu, während der Nasdaq Composite etwa 1,34% gewann.

Die Erholung folgte auf ein schwieriges Ende der Vorwoche, als der technologie­lastige Nasdaq Composite um 4,2% einbrach, sein größter Tagesverlust seit April 2025, im Zuge eines breiten Rückzugs bei KI-nahen Aktien.

Chiphersteller erholen sich nach heftigem Ausverkauf

Halbleiterunternehmen führten die Erholung am Montag an, nachdem ein Sektor-weites Debakel am Freitag rund 1 Billion US-Dollar an Marktwert bei in den USA gelisteten Chipherstellern ausgelöscht hatte.

Die Aktien von Nvidia und Broadcom stiegen im Handel um zwischen 1,5% und 2,8%, während Micron nach einem Rückgang um 13% in der vorherigen Sitzung mehr als 8% zulegte.

Der iShares Semiconductor ETF erholte sich ebenfalls und stieg um rund 4%, nachdem er am Freitag seinen schlimmsten Tagesverlust seit mehr als sechs Jahren verzeichnet hatte.

Die Schwäche der Vorwoche wurde durch eine Kombination von Faktoren ausgelöst. Broadcoms jüngster Ergebnisbericht hob die Aussichten für KI-Halbleiter nicht an und enttäuschte damit Anleger, die eine stärkere Wachstumsprognose erwartet hatten.

Gleichzeitig sorgten unerwartet starke US-Arbeitsmarktdaten für Befürchtungen, dass die Federal Reserve eine straffere Geldpolitik länger aufrechterhalten könnte.

Der Ausverkauf griff auch auf ausländische Märkte über. Südkoreas Kospi-Index fiel am Montag um mehr als 8%, während Japans Nikkei 225 um 3,85% nachgab, als Anleger auf den Rückgang an der Wall Street am Freitag reagierten.

Entwicklungen im Nahen Osten verbessern die Stimmung

Die Marktstimmung wurde zudem von Anzeichen gestützt, dass die Feindseligkeiten zwischen Iran und Israel nachlassen könnten.

Das iranische Militär kündigte an, die erste Angriffswelle auf Israel seit einer Waffenruhe im April sei beendet.

Berichten zufolge hatte Israel zudem auf Bitte des US-Präsidenten Donald Trump Angriffe auf Iran eingestellt.

Die Unsicherheit blieb jedoch bestehen, nachdem Iran am Sonntag Angriffe gestartet und gewarnt hatte, die Militäraktionen könnten wiederaufgenommen werden, falls Israel die Angriffe im Libanon fortsetze.

Die Ölpreise, die im Verlauf der Sitzung angesichts geopolitischer Sorgen um mehr als 5% gestiegen waren, gaben jedoch wieder nach, als sich die Entwicklungen abspielten.

West Texas Intermediate notierte zuletzt etwas mehr als 1% im Plus, nahe 91 $ je Barrel.

Anleger warten auf Inflationsdaten und großen Börsengang

Das Augenmerk richtet sich nun auf die bevorstehenden US-Inflationsdaten, die neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve liefern könnten.

Der am Freitag veröffentlichte, stärker als erwartete Arbeitsmarktbericht zeigte, dass die Nonfarm Payrolls im Mai um 172.000 zulegten, damit deutlich über den Erwartungen.

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen die Märkte nun eine 42%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Dezember ein.

Anleger bereiten sich außerdem auf den erwarteten Börsengang von SpaceX später in dieser Woche vor, ein Angebot, das viele Marktteilnehmer als weiteren wichtigen Test für die Begeisterung rund um KI-nahe Investments sehen.