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SpaceX überholt Amazon in Marktkapitalisierung nach dreitägiger Rallye

SpaceX überholt Amazon in Marktkapitalisierung nach dreitägiger Rallye
Ananthu C U
16. Juni 2026, 22:43 PM

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SPCX – Long‑Position

Kaufen Sie SpaceX (SPCX). Die Aktie befindet sich weiterhin in einer Momentum‑ und Narrativ‑Schleife: Rekord‑IPO‑Nachfrage, KI‑Upside (Cursor) und eine Bewertungsprämie, die der Markt derzeit belohnt. Der Cursor‑Deal ergänzt die Story um ein glaubwürdiges „KI‑Distribution + Produkt“-Argument, nicht nur Raketen, und lenkt Käufer auf künftige Ertragskraft. Hauptrisiko: Insider‑/Lockup‑Verkäufe im August oder ein glaubhaftes Zeichen, dass die Umsatzsteigerung aus KI/Raumfahrt enttäuscht, was eine schnelle Neubewertung der Aktie nach unten auslösen würde.

Kernrisiko: Insider‑Verkäufe im August oder eine deutliche Verlangsamung beim Umsatzanstieg aus KI/Raumfahrt, die eine scharfe Bewertungsanpassung erzwingt.

AMZN – Short‑Position

Verkaufen Sie Amazon (AMZN). Dass SpaceX Amazon in der Marktkapitalisierung überholt hat, ist ein Hinweis auf eine Kapitalrotation hin zu Wachstum in den Bereichen „KI + Infrastruktur + Raumfahrt“. Wenn Anleger weiterhin für künftige Plattformen hohe Prämien zahlen, wird AMZNs langsamere, stärker von aktuellen Gewinnen geprägte Bilanz im Vergleich zum High‑Growth‑Narrativ von SPCX weniger attraktiv erscheinen. Das Risiko besteht darin, dass AMZNs Gewinne und Aktienrückkäufe die Führungsrolle zurückerlangen und der Markt aufhört, dies als Nullsummenspiel zu betrachten.

Kernrisiko: AMZN liefert starke Gewinn‑ und Rückkaufdynamik, die seine Führung zurückerobert und Kapital von SPCX abzieht.

  • SpaceX überholt Amazon nach einem Anstieg von 50 % seit dem Rekord‑IPO.
  • SpaceX übernimmt das KI‑Coding‑Startup Cursor in einer Aktientransaktion im Wert von $60 Milliarden.
  • Investoren stützen SpaceX' KI‑ und Raumfahrtambitionen trotz Verlusten.

SpaceX SPCX hat Amazon überholt und ist damit das weltweit fünftwertvollste börsennotierte Unternehmen geworden. Damit krönt das Unternehmen eine bemerkenswerte Rallye, die auf den rekordverdächtigen Börsengang folgte.

Die Aktie von Elon Musks Raumfahrt‑ und KI‑Unternehmen stieg am Dienstag zum dritten Handelstag in Folge und hievte die Marktkapitalisierung auf rund $2,66 Billionen, womit sie knapp vor Amazons Marktwert von etwa $2,65 Billionen lag.

Zwischenzeitlich übertraf SpaceX während der Handelszeit auch kurzzeitig die Bewertung von Microsoft, gab jedoch einen Teil dieser Gewinne später am Tag wieder ab.

Die Aktie schloss den Dienstag bei $201,80, ein Plus von 4,8 %, nachdem sie intraday ein Hoch von $225,64 erreicht hatte.

Seit der Festlegung des Emissionspreises auf $135 pro Aktie ist die SpaceX‑Aktie um rund 50 % gestiegen und gehört damit zu den stärksten Post‑IPO‑Performances der jüngeren Marktgeschichte.

Rekord‑IPO befeuert historischen Anstieg der Marktkapitalisierung

Der Aufstieg von SpaceX wurde durch starke Anlegerbegeisterung für die Ambitionen des Unternehmens in Raumfahrttechnik, künstlicher Intelligenz und langfristigen Projekten wie der Kolonisierung des Mars angetrieben.

Der Börsengang brachte $85,7 Milliarden ein und ist damit die größte Aktienplatzierung aller Zeiten.

Die Rallye hat zudem Elon Musks Vermögen erheblich gesteigert; Berichten zufolge trug das Listing dazu bei, ihn zum weltweit ersten Billionär zu machen.

Die Nachfrage der Anleger blieb seit dem Debüt intensiv. Die Aktie legte am ersten Handelstag um 19 % zu und gewann am Montag weitere 19 %, bevor sie am Dienstag erneut zulegte.

Marktdaten zufolge fügte allein die Rallye am Montag der Marktkapitalisierung von SpaceX rund $433 Milliarden hinzu, was die zweitgrößte Tageswertsteigerung darstellt, die je bei einem US‑Unternehmen verzeichnet wurde – nur übertroffen von einem größeren Anstieg durch Nvidia im vergangenen Jahr.

Analysten haben allerdings bezweifelt, ob dieses Tempo der Wertsteigerung angesichts der Unsicherheit über das künftige Ergebnisprofil des Unternehmens nachhaltig ist.

Übernahme von Cursor stärkt KI‑Ambitionen

Die Anlegerbegeisterung erhielt weiteren Auftrieb, nachdem SpaceX bestätigte, dass es das KI‑Coding‑Startup Cursor in einer reinen Aktientransaktion im Wert von $60 Milliarden übernehmen würde.

Die Muttergesellschaft von Cursor, Anysphere, entwickelt KI‑gestützte Coding‑Tools, die Aufgaben der Softwareentwicklung automatisieren.

Die Unternehmen arbeiten seit April zusammen, als SpaceX sich das Recht sicherte, entweder Cursor für $60 Milliarden zu erwerben oder $10 Milliarden für die im Rahmen der Partnerschaft geleistete Arbeit zu zahlen.

Bei der Bekanntgabe der Partnerschaft erklärte SpaceX Anfang des Jahres: „Die Kombination aus Cursors führendem Produkt und Vertrieb an Expertinnen und Experten der Softwareentwicklung mit SpaceX’ Colossus‑Trainings‑Supercomputer im Äquivalent von einer Million H100 wird es uns ermöglichen, die nützlichsten Modelle der Welt zu bauen.“

Die Übernahme soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

Cursor verzeichnet ein rapides Wachstum.

Laut Forbes überstieg der annualisierte Umsatz im Juni $4 Milliarden, nach $3 Milliarden Ende April. Zu den Großkunden zählen Stripe, Adobe und Nvidia.

Jensen Huang, CEO von Nvidia, bezeichnete Cursor als seinen „Lieblings‑Enterprise‑KI‑Service“.

Bewertungsdebatte hält an

Trotz der hohen Bewertung von SpaceX bleiben die Finanzergebnisse des Unternehmens deutlich kleiner als die von Amazon.

Amazon erwirtschaftete im ersten Quartal 2026 einen Gewinn von $30,3 Milliarden und wies für 2025 einen Umsatz von $716,9 Milliarden aus.

Im Vergleich dazu meldete SpaceX einen Verlust von $4,3 Milliarden und erzielte einen Umsatz von $18,67 Milliarden.

Die Diskrepanz macht deutlich, in welchem Maße Investoren SpaceX anhand künftiger Wachstumschancen statt aktueller Finanzergebnisse bewerten.

Befürworter verweisen auf die expandierenden Geschäftsbereiche des Unternehmens, darunter wiederverwendbare Raketenstarts, die Starlink‑Satelliten‑Internetdienste, KI‑Infrastruktur und aufkommende KI‑Initiativen über xAI.

Marktbeobachter weisen zudem darauf hin, dass der öffentlich verfügbare Streubesitz von SpaceX relativ gering bleibt.

Nur etwa 5 % der ausstehenden Aktien sind derzeit öffentlich handelbar, während weitere Insider‑Anteile ab August zum Verkauf freigegeben werden sollen.