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Nikkei über 71,000, asiatische Märkte blenden US-Iran-Deal-Risiken aus

Nikkei über 71,000, asiatische Märkte blenden US-Iran-Deal-Risiken aus
Devesh Kumar
18. Juni 2026, 07:30 AM

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Nikkei 225 (japanische Aktien)

Nikkei-225-Exposure kaufen (z. B. iShares Nikkei 225 ETF (EWJ)). Das Ölrisiko lässt nach, was Japans Wachstum und Risikoappetit stützt, während der Artikel den tatsächlichen Treiber hervorhebt: Nachfrage nach Halbleitern/KI, die den Nikkei über 71,000 hebt. Japan ist das herausragende Land in Asien, und diese Führungsrolle neigt dazu, anzuhalten, wenn der Auslöser ergebnisbezogen (Halbleiter) statt rein makroökonomisch ist.

Kernrisiko: Ein erneuter Öl-/politischer Schock, der den globalen Risikoappetit trifft und einen breit angelegten Ausverkauf in Zyklikern und Tech auslöst.

Japan 10‑jährige JGBs

Japan-10-jährige-Staatsanleihe-Exposure verkaufen (z. B. iShares 7-10 Year Treasury Bond ETF (IEF) als Proxy ist unvollkommen; besser wäre ein JGB-10Y-ETF, falls verfügbar). Selbst bei günstigerem Rohöl zeigt der Artikel, dass Japans 10Y-Rendite auf 2.62% nahe den jüngsten Höchstständen steigt – Anleger preisen weiterhin globales Zinsrisiko ein. Falls die restriktive Haltung der Fed die Treasury-Renditen stabil hält, bleiben JGBs wahrscheinlich unter Druck.

Kernrisiko: Ein klarer globaler Wachstumsschock oder eine dovishe Wende der Fed, die Renditen nach unten treibt und den JGB-Ausverkauf umkehrt.

  • Rückgang beim Öl stabilisiert asiatische Aktien, da der US-Iran-Deal das Energierisiko senkt.
  • Nikkei über 71,000, da Chip- und KI-Aktien die breite Zurückhaltung in Asien ausgleichen.
  • Furcht vor Fed-Zinserhöhungen treibt Renditen an und hält den Dollar nahe 160 Yen fest.

Die asiatischen Märkte lagen am Donnerstag überwiegend stabil, da Anleger das formelle Unterzeichnen eines vorläufigen US-Iran-Friedensabkommens ausblenden und sich stattdessen auf das Weitere bei Öl, Zinsen und Risikoappetit konzentrieren.

Das Abkommen verlängert einen im April vereinbarten Waffenstillstand um 60 Tage und zielt darauf ab, Raum für eine endgültige Waffenruhe zu schaffen, hat aber das politische Risiko bezüglich der Durchsetzung nicht beseitigt.

US-Präsident Donald Trump warnte, Angriffe könnten wiederaufgenommen werden, falls Teheran seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Das hielt die Stimmung vorsichtig, obwohl günstigeres Rohöl Volkswirtschaften mit Energieimporten entlastete und tiefere Verluste bei regionalen Aktien begrenzte.

Friedensabkommen senkt Ölrisiko, nicht das politische Risiko

Die erste Marktreaktion zeigte sich beim Rohöl.

Brent fiel 1.4% auf $78.41 je Barrel, während US-Rohöl um 1.25% auf $75.83 fiel, da Händler eine geringere Wahrscheinlichkeit für anhaltende Störungen durch die Straße von Hormus einpreisten.

Das von beiden Regierungen jetzt veröffentlichte Abkommen gibt Washington und Teheran weitere 60 Tage, um eine dauerhafte Einigung auszuhandeln.

Es hat einen der größten Inflationsschocks des Jahres gedämpft, doch Anleger sehen darin kein klares Ende des Konflikts.

Asien bleibt stabil, Japan sticht hervor

MSCI’s breitester Index für Asien-Pazifik-Aktien außerhalb Japans änderte sich kaum, was einen Markt widerspiegelt, der Bestätigung sucht, bevor er eine stärkere Einschätzung vornimmt.

Japan war die klare Ausnahme. Der Nikkei durchbrach erstmals die Marke von 71,000, angetrieben von Nachfrage nach Halbleiter- und KI-Aktien.

Südkoreas Kospi legte um 0,9% zu, unterstützt vom gleichen chipgetriebenen Optimismus.

Die US S&P 500-Futures stiegen ebenfalls um 0,81%, was nach dem nächtlichen Ausverkauf an der Wall Street auf Schnäppchenjagd hindeutet.

Der Anleihemarkt der Region blieb weniger entspannt. Die Rendite der japanischen 10-jährigen Staatsanleihe stieg um zwei Basispunkte auf 2.62%, nahe ihrem höchsten Schlussstand seit dem 16. Juni.

Diese Bewegung zeigte, dass Anleger die globalen Zinsrisiken weiterhin beobachten, obwohl sich das Öl beruhigt.

Fed-Botschaft stützt den Dollar

Der Rückgang an der Wall Street am Mittwoch spiegelte eine deutlichere Neupreisung der US-Geldpolitik wider.

Der Dow verlor 0.98%, der S&P 500 fiel um 1.21% und der Nasdaq gab um 1.34% nach, nachdem Fed-Chef Kevin Warsh die Notwendigkeit betont hatte, die Inflation zu kontrollieren.

Neue Projektionen zeigten, dass neun von 19 Entscheidungsträgern nun einen Zinsschritt später in diesem Jahr erwarten.

Die Verschiebung trieb die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben. Die 10-jährige Rendite lag nahe 4.47%, während die zweijährige Rendite, die stärker auf Fed-Erwartungen reagiert, 4.1759% erreichte.

Der Dollar blieb mit rund 160.65 Yen fest, nachdem er sein stärkstes Niveau seit Juli 2024 erreicht hatte.

Auch von der Bank of England wird erwartet, dass sie die Zinsen am Donnerstag unverändert lässt, wodurch der Schwerpunkt auf dem Tonfall der Entscheidungsträger und nicht auf der eigentlichen Entscheidung liegt. Spot-Gold notierte stabil bei etwa $4,309 pro Unze.