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Brent unter $79, Händler preisen Kriegsprämie nach US-Iran-Deal aus

Brent unter $79, Händler preisen Kriegsprämie nach US-Iran-Deal aus
Devesh Kumar
18. Juni 2026, 06:24 AM

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Brent-Rohöl (ICE Brent-Futures)

Bei Rücksetzern ICE Brent-Futures (oder Brent-CFDs) kaufen: Der Artikel zeigt, dass die Kriegsprämie nach dem vorläufigen US‑Iran‑Abkommen schnell abgeschmolzen wird, doch der Markt unterschätzt weiterhin die Wahrscheinlichkeit einer Wiederöffnung der Straße von Hormuz und der Rückkehr iranischer Barrel binnen Wochen. Das dürfte das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Erholung von unterhalb von sub-$79 ermöglichen, da Händler von „Konfliktrisiko“ zu „Normalisierung des Angebots“ umschichten.

Kernrisiko: Die Diplomatie gerät ins Stocken und die Wiederöffnung der Straße verzögert sich, wodurch die Kriegsprämie wieder in die Preise zurückkehrt.

US-Rohöl (WTI-Futures)

WTI-Futures verkaufen (oder WTI gegenüber Brent shorten via WTI/Brent-Spread): Der Beitrag hebt hervor, dass die schneller als erwartete Rückkehr iranischer Barrel aggressiv eingepreist wird, und verweist zudem auf die geldpolitische Strenge der Fed, die das Nachfragerisiko erhöht. Da WTI typischerweise empfindlicher auf die US‑Nachfrage und finanzielle Bedingungen reagiert, sollte die Kombination aus potenziellem Überangebot (die IEA verweist auf ein Überangebot 2027) und länger anhaltend höheren Zinsen WTI gegenüber Brent schwächer halten.

Kernrisiko: Die US‑Nachfrage bleibt robust und die Lagerbestände ziehen sich so stark zusammen, dass WTI Brent nicht unterperformt.

  • Ölpreise ziehen sich zurück, da Händler einen Teil der Kriegsrisikoprämie für Hormuz auspreisen.
  • Brent fällt unter $79, während WTI sich $76 nähert, da die Versorgungsrisiken für Händler abnehmen.
  • Das US‑Iran-Abkommen eröffnet ein 60-tägiges Fenster für Gespräche über Hormuz und die vollständigen Ölzuflüsse.

Die Ölpreise fielen am Donnerstag, da Händler schnell die Kriegsprämie auspreisten, nachdem die USA und der Iran ein vorläufiges Abkommen unterzeichneten, das die Straße von Hormuz wieder öffnen und iranische Rohölexporte wiederherstellen soll.

Brent-Rohöl fiel unter $79 je Barrel, während West Texas Intermediate auf rund $76 zurückging und damit den Rückgang des Marktes von den während des Konflikts erreichten Höchstständen ausweitete.

Das Abkommen sendet ein deutliches Entlastungssignal auf der Angebotsseite, beseitigt jedoch nicht alle Risiken.

Investoren wägen weiterhin ab, ob das Abkommen schwierige Verhandlungen über Irans Atomprogramm, die Finanzierung des Wiederaufbaus und das Tempo, in dem die Schifffahrt zur Normalität zurückkehren kann, überstehen wird.

Versorgungshoffnungen drücken Rohölpreise

Die Marktreaktion war unmittelbar, da das Abkommen die kurzfristige Angebotslage verändert.

Das 14-Punkte-Memorandum eröffnet ein 60-tägiges Verhandlungsfenster und sieht eine gebührenfreie Passage durch die Straße von Hormuz vor, einen der wichtigsten Energiekorridore der Welt.

Das Abkommen zielt außerdem darauf ab, den vollständigen Schiffsverkehr innerhalb von 30 Tagen wiederherzustellen.

Die Brent-Futures gaben um 89 Cent bzw. 1.12% auf $78.66 je Barrel um 0005 GMT nach, während US West Texas Intermediate um 98 Cent bzw. 1.28% auf $75.81 fiel.

Die Bewegung kehrte die Erholung vom Mittwoch um, die auf US-Präsident Donald Trumps Warnung folgte, militärische Maßnahmen könnten wieder aufgenommen werden, falls Teheran nicht nachkomme.

„Der Ausverkauf setzte sich fort, da die Energiemärkte weiterhin aggressiv eine schneller als erwartete Rückkehr iranischer Barrel nach dem jüngsten US-Iran-Memorandum einpreisten“, schrieb IG-Marktanalyst Tony Sycamore in einer Mitteilung.

Das Abkommen lässt weiterhin schwierige Fragen offen

Das Abkommen verringert die Wahrscheinlichkeit eines sofortigen Versorgungsschocks, aber die Umsetzung bleibt die entscheidende Prüfung.

Die strittigsten Punkte, einschließlich Irans Atomprogramm, wurden in die nächste Verhandlungsphase verschoben.

Das Abkommen verlangt zudem, dass die USA und ihre Partner einen Wiederaufbaufinanzierungsplan in Höhe von $300 Milliarden für Iran erarbeiten.

Das zwingt Öltrader, zwischen zwei Kräften abzuwägen: der Aussicht auf zurückkehrende Barrel und dem Risiko, dass die Diplomatie ins Stocken gerät.

Die Straße von Hormuz trägt einen großen Anteil des weltweiten Öl- und Gasverkehrs, sodass bereits eine teilweise Wiedereröffnung für Raffinerien, Frachtmärkte und Inflationserwartungen bedeutend wäre.

IEA-Warnung verlagert den Fokus auf 2027

Die Internationale Energieagentur warnte am Mittwoch, dass eine erfolgreiche Wiedereröffnung den diesjährigen Mangel bis zum nächsten Jahr in ein großes Überangebot verwandeln könnte.

Ihre neuesten Prognosen deuten darauf hin, dass das Angebot 2027 die Nachfrage um 5.05 Millionen Barrel pro Tag übersteigen könnte, sobald die Produktion aus dem Nahen Osten wieder auf den Markt kommt.

Die Geldpolitik erhöht den Druck zusätzlich. Die Federal Reserve beließ die Zinsen bei 3.50%-3.75%, doch neue Projektionen zeigten, dass nun neun von 18 Entscheidungsträgern eine Zinserhöhung in diesem Jahr erwarten.

Höhere Kreditkosten könnten die Aktivität dämpfen und die Treibstoffnachfrage einschränken, wodurch der Rohölmarkt empfindlicher auf jedes Anzeichen von Überangebot reagiert.

Vorerst ist die Richtung klar: Öl wird weniger aufgrund von Angst vor Störungen gehandelt und mehr aufgrund der Möglichkeit, dass das Angebot schneller zurückkehrt, als die Nachfrage es aufnehmen kann.