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Gold nahe $4.400 – echter Test ist, was die Fed als Nächstes sagt

Gold nahe $4.400 – echter Test ist, was die Fed als Nächstes sagt
Devesh Kumar
17. Aug. 2026, 07:02 AM

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Gold kaufen (XAU/USD)

XAU/USD (oder GLD) kaufen. Schwächere Inflationszahlen und schwächer ausgefallene US-Daten drängen den Markt in Richtung weniger Zinserhöhungen im September, was die Realrenditen senkt und zinsloses Gold stützt. Die Zone um $4.400 ist das kurzfristige Schlachtfeld; ein nachhaltiger Durchbruch sollte Momentum-Kapital zurückbringen, und Zuflüsse in ETFs bestätigen die physische Nachfrage.

Kernrisiko: Die Fed signalisiert, dass die Inflation weiterhin zu hoch ist, und lässt eine Zinserhöhung im September offen, was die Realrenditen ansteigen lassen und Gold unterhalb von $4.400–$4.500 deckeln würde.

US-Dollar (UUP) verkaufen

Invesco DB US Dollar Index Bullish Fund (UUP) verkaufen. Treiber des Artikels ist die Dollar-Schwäche infolge gesunkener Wachstum-/Inflationserwartungen. Wenn die Fed-Protokolle das 'Abwarten' bestärken, sollte der Dollar weiter fallen, was mechanisch Gold und andere dollarinverse Trades stützt.

Kernrisiko: Die Fed-Protokolle überraschen mit einem hawkischen Ton, und der Dollar erholt sich deutlich, wodurch der Rückenwind für Gold umgekehrt würde.

  • Gold nähert sich $4.400, da schwächere US-Daten die Wetten auf Zinserhöhungen der Fed im September reduzieren.
  • Schwacher Dollar und gesunkene Zinserwartungen stärken erneut die Nachfrage nach dem Edelmetall.
  • Die Fed-Protokolle könnten entscheiden, ob Gold einen Ausbruch über $4.500 halten kann.

Gold stieg am Montag und näherte sich wieder $4.400, da ein schwächerer Dollar und eine Serie schwächerer US-Wirtschaftsdaten das Argument stärkten, dass die Federal Reserve die Zinsen im September unverändert lassen könnte.

Spot-Gold stieg in Asien um 0,4% auf $4.391,07 je Unze, während die Dezember-Futures um 0,3% auf $4.448,10 zulegten.

Das Edelmetall erreichte letzte Woche ein Zweimonatshoch und verzeichnete damit bereits zwei Wochen in Folge Zugewinne.

Der Dollar-Index fiel um 0,1% und lieferte damit einen weiteren Rückenwind, da eine schwächere US-Währung Gold für Käufer in anderen Währungen preiswerter macht.

Schwächere US-Daten verbessern das Zinsumfeld für Gold

Der jüngste Goldanstieg spiegelt eine signifikante Veränderung in der Fed-Debatte der letzten zwei Wochen wider.

Die Verbraucherpreise im Juli stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,4%, nach 3,5% im Juni, während die Kerninflation auf 2,5% nachgab. Die Erzeugerpreise blieben im Juli unverändert und verlangsamten sich auf 4,7% jährlich.

Das Bild verschlechterte sich am Freitag, als die US-Einzelhandelsumsätze im Juli unerwartet um 0,6% zurückgingen — der stärkste Rückgang seit über einem Jahr.

Das Verbrauchervertrauen der University of Michigan sank ebenfalls von 55,2 auf 51.

Trader sehen mittlerweile etwa 30% Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September, nach 47% vor einem Monat. Niedriger erwartete Zinsen helfen Gold in der Regel, da das Edelmetall selbst keine Zinsen trägt.

Der Analyst von KCM Trade, Tim Waterer, sieht in schwächerer Inflation und Dollar-Schwäche Spielraum für Gold, erneut die Marke von $4.400 anzugreifen.

Seiner Ansicht nach würde ein überzeugender Durchbruch über $4.500 wahrscheinlich einen weiteren Schwächeanfall des Dollars oder eine Entspannung der Energiepreise erfordern.

Die $4.400-Marke wird zur unmittelbaren technischen Kampfzone

Die Rallye stößt weiterhin auf Widerstand, nachdem Gold seinen jüngsten Anstieg über $4.400 nicht halten konnte.

Gold-Futures schlossen die letzte Woche bei $4.380,40, ein Wochenplus von rund 0,9% und mehr als 8% über zwei Wochen.

Das deutet darauf hin, dass die breitere Erholung trotz wiederholter Gewinnmitnahmen in der Nähe der jüngsten Höchststände intakt bleibt.

Das $4.400–$4.500-Umfeld wird daher zu einem wichtigen Test.

Ein nachhaltiger Ausbruch könnte Momentum-Trader ermutigen, Positionen wieder aufzubauen, während eine erneute Abweisung das Edelmetall zurück in Richtung der Unterstützungszone bei $4.300 schicken könnte.

Die zugrunde liegende Investitionsnachfrage verbessert sich ebenfalls.

Global physisch hinterlegte Gold-ETFs zogen im Juli $3 Milliarden an, während die Bestände nach starken Abflüssen im Juni um 23 Tonnen auf 4.068 Tonnen zunahmen.

Die Fed-Protokolle könnten die positive Erzählung auf die Probe stellen

Der Fokus richtet sich nun auf das Protokoll der Fed-Sitzung vom 28.–29. Juli, das am Mittwoch um 14:00 Uhr ET veröffentlicht wird.

Die Veröffentlichung sollte weitere Details dazu liefern, wie die Entscheidungsträger Inflationsrisiken und das Argument für eine zusätzliche Straffung einschätzten.

Gold-Bullen werden nach Anzeichen suchen, dass die Verantwortlichen zunehmend dazu bereit sind, mit weiteren Zinsschritten abzuwarten.

Das Risiko besteht darin, dass die Entscheidungsträger wegen anhaltender Inflation, insbesondere angesichts hoher Energiepreise, besorgt bleiben.

Das könnte weitere Rückgänge der Renditen von US-Staatsanleihen begrenzen und verhindern, dass Gold entscheidend über $4.500 ausbricht.