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USD/CHF-Ausblick vor SNB-Zinsentscheidung heute (18. Juni)

USD/CHF-Ausblick vor SNB-Zinsentscheidung heute (18. Juni)
Crispus Nyaga
18. Juni 2026, 04:58 AM

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USD/CHF

USD/CHF kaufen (Spot oder Long auf USD/CHF-Futures). Begründung: Die Fed blieb tendenziell restriktiv, und der Markt konzentriert sich nun auf ein Verharren der SNB bei 0 % – daher sollte der CHF gestützt bleiben, während der USD moderat zulegen kann. Die technische Analyse stützt dies: der Kurs liegt über den 50-/100‑Tage‑GD, hält ein aufsteigendes Dreieck, und der RSI steigt in Richtung überkauft – klassisches Fortsetzungssetup. Aufwärtsziele: 0,8043 und dann 0,8167.

Kernrisiko: SNB überrascht mit einer Zinserhöhung oder einer klaren restriktiven Wende, die den CHF schwächt und die Annahme „SNB bleibt bei 0 %“ bricht.

CHF-Stärke über EUR/CHF

EUR/CHF verkaufen (Short EUR/CHF). Begründung: Wenn die SNB die Zinsen bei 0 % hält, während der USD Nachfrage verzeichnet, tendiert der CHF dazu, insgesamt stärker zu sein, nicht nur gegenüber dem USD. Das schafft einen zweiten Kanal: EUR/CHF dürfte fallen, da die Nachfrage nach CHF rund um die SNB-Entscheidung steigt. Dies ist zudem vorteilhaft, falls USD-Stärke in eine allgemein „risikoneutrale“ FX-Nachfrage nach CHF übergeht.

Kernrisiko: SNB signalisiert eine breitere Abschwächung des CHF (oder der EUR erhält einen separaten Katalysator), die die CHF-Stärke ausgleicht und EUR/CHF nach oben treibt.

  • Das USD/CHF-Paar hat ein aufsteigendes Dreiecksmuster gebildet.
  • Es wird erwartet, dass die Schweizerische Nationalbank die Zinsen unverändert lässt.
  • Die Federal Reserve traf eine tendenziell restriktive Zinsentscheidung.

Der USD/CHF-Wechselkurs stieg nach der am Mittwoch unveränderten Zinssatzentscheidung der Federal Reserve leicht an, wobei sich die Anleger nun auf die bevorstehende geldpolitische Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank richten. Er notierte bei 0,7988 und damit leicht über dem Wochentief von 0,7900.

US-Dollar steigt nach FOMC-Entscheidung

Das USD/CHF-Paar driftete nach oben, nachdem die Federal Reserve unter dem im März dieses Jahres zum Vorsitzenden ernannten Kevin Warsh ihre erste Zinssatzentscheidung getroffen hatte.

Wie weithin erwartet, beließ die Federal Reserve die Zinssätze unverändert zwischen 3,50 % und 3,75 %. Neun Mitglieder erklärten, sie würden eine Zinserhöhung später in diesem Jahr unterstützen, falls die Inflation hartnäckig hoch bliebe.

Die Entscheidung folgte wenige Tage nach der Veröffentlichung starker US-Verbraucher- und Produzentenpreisdaten. Laut Bureau of Labor Statistics (BLS) stieg der Gesamt-CPI um 4,2 %, während der PPI um 6,5 % zunahm.

Vertreter der Fed sind besorgt, dass die Inflation seit mehr als vier Jahren über dem Ziel von 2 % liegt. Dies sei auf Donald Trumps Zölle und seinen Krieg gegen den Iran zurückzuführen, die die Rohölpreise nach oben trieben.

Glücklicherweise gibt es Anzeichen, dass der Krieg kurz vor dem Ende steht, wobei erwartet wird, dass die USA und der Iran am Freitag ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnen. Das erklärt, warum die Rohölpreise diese Woche unter Druck blieben, wobei Brent und das WTI unter $100 fielen.

Händler rechnen nun damit, dass die Fed die Zinsen in der Sitzung im Oktober anheben wird. Sollte dies geschehen, würden die Sätze auf 3,75 % bis 4 % steigen – ein Schritt, der Trump erzürnen dürfte, der Warsh bei der Fed eingesetzt hatte, um die Zinsen zu senken. 

Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank

Da die Fed-Entscheidung nun getroffen ist, richten Analysten ihren Fokus auf die Schweizerische Nationalbank, die ihre Entscheidung später am Tag bekanntgeben wird. Ökonomen gehen davon aus, dass die SNB die Zinsen bei 0 % belassen wird. 

Die jüngsten Daten zeigten, dass die Schweizer Inflation im Mai bei 0,6 % lag und damit deutlich im Band der Bank von 0 % bis 2 % blieb. Dies sei darauf zurückzuführen, dass der stärkere Schweizer Franken dem Land half, die steigenden Ölpreise auszugleichen. In einer aktuellen Mitteilung schrieben Analysten der Bank of America :

"Da diese gegenläufigen Kräfte aus Wechselkursen und Energiepreisen wirken und die Schweiz von einem niedrigen Inflationsanfangsniveau ausgeht, glauben wir, dass der Inflationsdruck auf die SNB geringer ist als auf die meisten anderen Zentralbanken ... Unser Basisszenario bleibt, dass die Nullzins‑Politik bis Ende 2027 bestehen bleibt."

Technische Analyse USD/CHF

USD/CHF

USDCHF-Chart | Quelle: TradingView

Der USD/CHF-Wechselkurs hat sich in den letzten Wochen stabil gezeigt und sich von 0,7593 im Januar auf heute 0,7987 bewegt. Er liegt weiterhin über der aufsteigenden Trendlinie, die seit Januar die niedrigsten Wendepunkte verbindet. 

Das Paar hat ein aufsteigendes Dreieck gebildet, ein häufiges Fortsetzungsmuster. Es notiert zudem über den 50‑ und 100‑Tage‑Gleitenden Durchschnitten. Der Relative-Stärke-Index (RSI) steigt weiter und nähert sich dem überkauften Bereich.

Daher dürfte das Paar in den kommenden Tagen weiter steigen; das nächste wichtige Ziel ist die Oberseite des Dreiecks bei 0,8043. Ein Anstieg über diesen Preis würde weitere Gewinne in Richtung 0,8167 signalisieren.