Kospi steigt, US‑Iran‑Verhandlungen dämpfen Öl‑Panik in Asien
KI-Sentiment: 68/100 Bullisch
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Kaufen Sie iShares MSCI South Korea ETF (EWY). Der Artikel zeigt ein klares Risk‑On in Korea (+2,6 % Kospi), angeführt von einem weiteren Ansturm auf Halbleiter‑/KI‑Infrastrukturwerte, da die Öl‑Panik durch die US‑Iran‑Diplomatie abkühlte. Koreanische Halbleiter sollten weiterhin von einem „geringeren unmittelbaren Energieschock + KI‑Capex‑Nachlauf“ profitieren, während die Fed‑Bremse größtenteils noch eine US‑Geschichte ist.
Kernrisiko: Ein Scheitern der Gespräche und ein wieder ansteigender Hormus‑Risikozuschlag, der Ölpreise und die globale Risikobereitschaft deutlich belastet.
Verkaufen Sie Invesco QQQ Trust (QQQ). Die Erholungsrally ist begrenzt: S&P‑/Nasdaq‑Futures liegen leicht im Minus, und die Fed‑Neubewertung ist der größere Bremsfaktor (Zweijahresrenditen nahe 4,23 % und Risiko steigender Kerninflation). Bleiben die Renditen gefragt, geraten die Gewinnerwartungen hochdurationärer Nasdaq‑Titel unter Druck, selbst wenn asiatische Halbleiter Nachfrage erhalten.
Kernrisiko: Kerninflationsdaten fallen kühler als erwartet aus und Renditen sinken schnell, wodurch QQQ wieder höher bewertet werden könnte.
- Asiatische Aktien steigen, da US‑Iran‑Gespräche Ängste um Hormus und Ölrouten lindern.
- Nikkei und Kospi setzen Gewinne fort, angetrieben von Nachfrage nach Chips und KI‑Führern.
- Fed‑Hike‑Wetten treiben US‑Renditen, halten den Dollar stark und die Goldnachfrage stabil.
Die asiatischen Märkte starteten die Woche mit einer seltenen Ruhephase.
Anleger, die Tage damit verbracht hatten, die Straße von Hormus, Öl‑Charts und Zentralbank‑Signale zu beobachten, fanden in der neuen US‑Iran‑Diplomatie genügend Anlass, wieder Risiko zu kaufen, auch wenn die Erleichterung fragil wirkte.
Iranische Verhandlungsführer sagten, die erste Gesprächsrunde habe Fortschritte gebracht, während Vermittler aus Katar und Pakistan auf einen 60‑tägigen Weg zu einer endgültigen Einigung verwiesen.
Das milderte die Befürchtung, der letzte Woche begonnene vorläufige Friedensprozess könnte auseinanderfallen, nachdem Washington neue Drohungen ausgesprochen hatte und Teheran den Schiffsverkehr durch Hormus erneut einschränkte.
Diplomatie dämpft Öl-Ängste
Die Reaktion zeigte sich am deutlichsten beim Rohöl. Brent gab anfängliche Stärke ab und notierte bei rund 80 US-Dollar je Fass, deutlich unter dem Mai‑Anstieg über 126 US-Dollar, während US‑Rohöl stabiler um 77,50 US-Dollar gehandelt wurde.
Die Schiffsbewegungen durch Hormus blieben dünner als üblich, sodass Händler vorsichtig blieben, doch die Aussicht auf fortgesetzte Gespräche reduzierte den unmittelbaren Risikoaufschlag.
Aktien reagierten schnell. Japans Nikkei stieg um 1,9%, setzte damit einen kräftigen Lauf fort und hatte den Leitindex bereits in Rekordterritorium gehoben.
Der südkoreanische Kospi legte 2,6% zu, unterstützt von einem weiteren Ansturm auf Halbleiterwerte, da Anleger Unternehmen im Zusammenhang mit der KI‑Infrastrukturnachfrage nachjagten.
Der MSCI Asia‑Pacific Index außerhalb Japans gewann etwa 1%, während chinesische Blue‑Chips keine klare Richtung fanden.
Die US‑Futures zeigten sich weniger euphorisch. S&P‑500‑Futures fielen um 0,2% und Nasdaq‑Futures verloren 0,3%, was darauf hindeutet, dass Anleger den geopolitischen Risikoabbau noch nicht für beendet halten.
Auch die europäischen Futures waren gemischt, der Euro Stoxx 50 marginal leichter, der FTSE mit einem kleinen Plus.
Fed‑Neubewertung dämpft Erholungsrally
Der stärkere Dämpfer für die Stimmung kam von der Federal Reserve.
Die geldpolitische Sitzung der letzten Woche ließ die Märkte eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis September einpreisen, wobei die Futures bis zum Jahresende grob 38 Basispunkte Straffung andeuten.
Zweijährige Treasury‑Renditen stiegen kurzfristig auf 4,2276 %, ihren höchsten Stand seit Anfang 2025, als Anleger sich auf eine restriktivere Fed‑Botschaft einstellten.
Das von der Zentralbank bevorzugte Kerninflationsmaß, das diese Woche veröffentlicht wird, dürfte sich für Mai leicht erhöhen und damit die Vorstellung stützen, dass den Entscheidungsträgern wenig Spielraum zur Entspannung bleibt.
JPMorgan‑Strategen argumentieren, die Fed könne sich Geduld leisten, doch der Spielraum für weitere Inflationsüberraschungen verengt sich.
Sie sehen weiterhin Unterstützung für qualitatives Wachstum, Large‑Caps und Technologiewerte, bei denen die Gewinnsichtbarkeit stärker bleibt.
Dollar‑Stärke schafft eine weitere Spannungsquelle
Höhere US‑Renditen hielten den Dollar bei etwa 161,5 Yen, nahe Niveaus, die japanische Behörden beunruhigen könnten.
Der Euro pendelte nahe 1,146 US‑Dollar, nachdem er letzte Woche ein Dreimonatstief erreicht hatte.
Das Pfund gab ebenfalls nach, da politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich wieder auf das Markt‑Radar rückte.
NAB‑Analysten warnten, dass Fragen zur Position von Premierminister Keir Starmer die Gilts unter Druck halten könnten.
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