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Warum schießt die Getty Images‑Aktie heute um 120 % nach oben?

Warum schießt die Getty Images‑Aktie heute um 120 % nach oben?
Rivanshi Rakhrai
22. Juni 2026, 15:32 PM

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Getty Images (Aktie von Getty Images)

Kaufen GYPI. Das OpenAI‑Display‑Abkommen ist eine deutlich sichtbare Bestätigung dafür, dass lizenzierte visuelle Bibliotheken zum erforderlichen Input für KI‑Suche und -Discovery in ChatGPT werden. Das sollte die Aktie von einer „KI‑Bedrohung“ zu einem „KI‑Lieferanten“ umbewerten, kurzfristig zu einer Ausweitung der Bewertungsmultiples führen und die Verhandlungsposition für künftige Lizenzvereinbarungen verbessern. Das wichtigste Aufwärtspotenzial liegt in einer schnelleren Umsatzbeschleunigung, sobald Nutzungsbedingungen und Rollout‑Details feststehen.

Kernrisiko: OpenAI beschränkt das Abkommen nur auf die Anzeige (kein Training, keine umfassenden Rechte, keine Bildveränderung), wodurch die wirtschaftlichen Effekte gering wären und der 120%ige Kursanstieg der Aktie wieder abflauen könnte.

Gewinner der Medienlizenzierung (Shutterstock)

Kaufen SSTK. Wenn OpenAI bereit ist, Gettys Bibliothek für die visuelle Suche in ChatGPT zu lizenzieren, wird sich dasselbe Modell wahrscheinlich auf andere große Stock‑Image‑Anbieter ausbreiten. Shutterstock ist ein naheliegender nächster Nutznießer, da sich KI‑Suche und -Discovery ausweiten und Plattformen skalierbare, rechtegeklärte Inhalte benötigen. Dies ist der „Lizenzierungs‑Flywheel‑Effekt“ der Branche, der über den Schlagzeilendeal eines einzelnen Unternehmens hinausgeht.

Kernrisiko: AI‑Plattformen entscheiden sich, hauptsächlich auf einige wenige Mega‑Lizenzgeber zu setzen (oder auf nutzergenerierte/Partnerinhalte aufzubauen), wodurch Shutterstock von der nächsten Welle von Deals ausgeschlossen würde.

  • Getty unterzeichnet Display‑Abkommen mit OpenAI zur Nutzung von Visuals in ChatGPT
  • Die Aktie schießt kräftig nach oben, gibt nach der Ankündigung aber Teile der Gewinne wieder ab
  • Wesentliche Fragen bleiben hinsichtlich Trainingsdaten und Rechten zur Bildbearbeitung offen

Getty Images hat ein „Display‑Abkommen“ mit OpenAI geschlossen und damit einen wichtigen Schritt zur Integration lizenzierter visueller Inhalte in KI‑gestützte Sucherlebnisse gemacht.

In einer kurzen Mitteilung am Sonntag, teilte Getty mit, dass seine lizenzierten Bildbibliotheken in „OpenAI‑Such‑ und Entdeckungsfunktionen innerhalb von ChatGPT“ erscheinen werden.

Es wird erwartet, dass das Abkommen ChatGPT erlaubt, Getty‑Bilder bei der Erstellung visueller Antworten zu verwenden.

Die Unternehmen haben jedoch nicht klargestellt, ob dem KI‑System gestattet sein wird, diese Bilder in irgendeiner Weise zu verändern.

Getty machte die finanziellen Konditionen des Deals ebenfalls nicht bekannt.

Es bleibt unklar, ob OpenAI die Bildbibliotheken von Getty zum Training seiner generativen KI‑Modelle nutzen darf.

Umfang der Bildnutzung und Rechte von Beitragenden noch unklar

Mehrere entscheidende Details der Partnerschaft sind weiterhin ungeklärt.

In der Ankündigung wurde nicht angegeben, ob alle Inhalte, die bei Getty Images eingereicht wurden – einschließlich redaktioneller Inhalte und Stockfotografie – unter die Vereinbarung fallen.

Ebenso unklar ist, ob einzelne Fotografen und Inhaltslieferanten die Möglichkeit erhalten, ihre Werke von den in der Vereinbarung geregelten KI‑bezogenen Nutzungsfällen auszuschließen.

Getty Images‑CEO Craig Peters sagte: „Hochwertige, lizenzierte visuelle Inhalte machen KI‑gestützte Suche und Entdeckung nützlicher und vertrauenswürdiger. Diese Partnerschaft mit OpenAI spiegelt eine gemeinsame Erkenntnis darüber wider, und gemeinsam werden wir ChatGPT‑Nutzern reichere visuelle Erlebnisse bieten.“

Die Erklärung unterstreicht Gettys Positionierung lizenzierter Inhalte als Grundlage für verlässlichere KI‑generierte visuelle Ergebnisse, obwohl die operativen Details weiterhin begrenzt sind.

Aktie schießt nach Ankündigung kräftig nach oben

Die Marktreaktion auf die Ankündigung war unmittelbar und äußerst volatil.

Zu Beginn des Montags stiegen die Getty Images‑Aktien kurzzeitig um mehr als 200 %, bevor sie später in der Sitzung einen Teil dieser Gewinne wieder abgaben.

Die Aktie schloss schließlich bei $1,35 pro Aktie, was einem Anstieg um 123 % gegenüber dem Schlusskurs am Freitag entspricht.

Die Kursbewegung folgt auf eine längere Phase der Schwäche in Gettys Bewertung.

Die Aktie war Anfang des Jahres etwa 55 % zurückgegangen und schloss vor der Ankündigung am Freitag bei 61 Cent.

Von Rechtsstreitigkeiten zu Lizenzpartnerschaften im KI‑Zeitalter

Das Abkommen steht vor dem Hintergrund der sich wandelnden Beziehung von Getty Images zur Künstlichen Intelligenz, die sowohl rechtliche Auseinandersetzungen als auch Lizenzierungsbemühungen umfasst.

Im Januar 2023 kündigte Getty Images an, Stability AI, die Entwickler von Stable Diffusion, zu verklagen und warf ihnen Urheberrechtsverletzungen vor.

Damals erklärte Getty: „Nach Auffassung von Getty Images hat Stability AI rechtswidrig Millionen von urheberrechtlich geschützten Bildern kopiert und verarbeitet.“

Getty betonte zudem seine grundsätzliche Haltung zur KI und erklärte, die Technologie habe das „Potenzial, kreative Tätigkeiten zu stimulieren“, und hob gleichzeitig hervor, dass es „Lizenzen an führende Technologieinnovatoren für Zwecke im Zusammenhang mit dem Training künstlicher Intelligenzsysteme“ erteilt habe.

Das Unternehmen hatte sich zuvor gegen generative KI‑Bildwerkzeuge ausgesprochen und eigene KI‑Bildgenerierungsfähigkeiten untersucht.

Bedenken hinsichtlich der Replikation von Wasserzeichen in KI‑generierten Ergebnissen gehörten zu den Problemen, die zu der Klage gegen Stability AI beitrugen.

Wachsende Tendenz zu KI‑Lizenzierungen in der Medienbranche

Die Partnerschaft mit OpenAI spiegelt einen breiteren Wandel in der Medien‑ und Technologielandschaft wider, in der KI‑Entwickler zunehmend Lizenzvereinbarungen mit Verlagen und Content‑Plattformen eingehen.

OpenAI baut sein Netzwerk an Medienpartnerschaften aus, während es neue Funktionen in ChatGPT entwickelt, darunter Werkzeuge zur Generierung visueller Inhalte und werbungsbezogene Anwendungen.

Trotz des Deals bleibt erhebliche Unsicherheit darüber, wie Gettys lizenzierte Inhalte innerhalb von KI‑Systemen verwendet werden, insbesondere hinsichtlich der Nutzung als Trainingsdaten und der Erlaubnis zur Bildmanipulation.

Weitere Klarheit wird erwartet, sobald Implementierungsdetails der Vereinbarung in der kommenden Zeit bekannt werden.